Berlin und der verlängerte Oster-Lockdown

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Lockdown

Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man über das, was in Berlin am Montagabend abgelaufen ist und mit dem Oster-Lockdown entschieden wurde, lauthals lachen!

Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsident(inn)en der Länder haben sich mit ihren Entscheidungen endgültig der Lächerlich preisgegeben!

Das die Politiker in der Regel nicht wissen, worüber sie reden, ist man inzwischen ja gewohnt. Schließlich kommen die wenigsten 'vom Fach'. Sie leiten zwar ein Ministerium, sind aber, außer das sie sich vielleicht in die entsprechende Materie eingelesen haben, Ahnungslos.

Aber das man allen Ernstes entscheidet, das vor einem langen Feiertags-Wochenende ein Werktag in der Woche die Läden - inklusive (und vor allem) des Lebensmittel-Einzelhandels - geschlossen werden sollen, und dafür am Ostersamstag geöffnet werden darf / soll, ist realitätsfremd. Wer solche Entscheidungen trifft, ist nicht nur dumm, er ist Inkompetent und hat in einer Regierung nichts, aber absolut nichts zu suchen. Schon gar nicht als Mann oder Frau an der Spitze einer solchen!

Nicht nur, das man den Lebensmittel-Einzelhändlern damit ihre Lieferketten zum Einsturz bringt, müssen sie jetzt auch zusehen, wie sie die Bestellungen der Kunden für den Osterbraten so disponieren, das der einigermaßen frisch ist!!

NDR-Info brachte am gestrigen Abend das Beispiel der Sandpassage in Lüneburg:

600 Kunden bestellen bei der Firma Tschorn ihren Osterbraten. Dieser müsste Montags, spätestens aber am Dienstag geschlachtet werden, um am Mittwoch im Laden zur Abholung bereit zu liegen bzw. dem Kunden geliefert werden zu können. Man hätte am Ostersonntag also Fleisch auf dem Tisch, bei dem von Frisch keine Rede mehr sein kann.

Dann aber könnte man gleich auf Fleisch aus der Tiefkühltruhe zurückgreifen. Das ist aber nicht der Sinn einer solchen Vorbestellung!

Und so geht es sicherlich nicht nur den Lüneburger Einzelhändlern.

Jeder Otto-Normal-Verbraucher weiß, was an einem Samstag in den Lebensmittelmärkten abgeht, wenn nicht nur der Sonntag vor der Tür steht, sondern mit dem darauffolgenden Montag ein weiterer Feiertag an dem die Läden geschlossen sind. Nur die Politiker nicht?

Nämlich Full House!

Das ist dann nicht mehr nur inkompetent, sondern noch dazu realitätsfremd!

Das man das an einem so langen Wochenende noch verschlimmert, in dem man den Donnerstag für geschlossen erklärt, dürfte für jeden normal denkenden Menschen klar sein.

Und dann erwartet diese unfähige Politiker-Kaste, das sie im September (wieder)gewählt wird?

Ja geht's denn noch?

Das die Leute mittlerweile die Schnauze gestrichen voll haben, und die Entscheidungen absolut nicht mehr nachvollziehen können, ist nur logisch. Man darf mit 200 Leuten 90 Minuten oder länger in einem vollbesetzten Flieger sitzen, aber die Kulturstätten wie Theater oder Konzertsäle bleiben gleichzeitig geschlossen?

Das ist Schilda in Reinkultur!

So wie es in Berlin und den Ländern über den Sommer gelaufen ist, ist es im Winter nahtlos weiter gegangen. Man beschäftigt sich mit den Problemen nur dann, wenn eine Konferenz ansteht - und sieht zu, das man mit möglichst wenigen Blessuren aus der Nummer rauskommt. Nur, um das ganze den Leuten am Ende dann noch als eine gute Entscheidung oder aber den maximal möglichen Kompromiss zu verkaufen.

Andere Staatschefs wie in Schweden oder Australien haben ihren Bürgern von vornherein klaren Wein eingeschenkt. In Deutschland wurde und wird herumlaviert so gut und so lange man es kann. Klare Ansagen? Fehlanzeige.

Dabei bedürfen gerade die Deutschen als Obrigkeitshöriges Volk einer solchen konsequenten Durchsage! Dann hätten sich viele der Probleme, die wir mittlerweile haben, evtl. verhindern lassen!

Mir jedenfalls kann keiner mehr erzählen, das es bei den Verordnungen und sonstigen Entscheidungen 'um das Volk' geht! Dafür sind die Berliner und sonstigen Politiker von der Realität der Bevölkerung mittlerweile Lichtjahre zu weit entfernt.

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