Pickawood muss an der Qualitätssicherung arbeiten

Der Artikel besteht aus 991 Wörtern. Geschätzte Lesezeit: 03:57 Minuten

Kleiderschrank

Seit einigen Monaten bin ich im Haus mit meinem Bett umgezogen! Also musste auch der Kleiderschrank mit ins andere Zimmer ziehen. Der alte hätte jedoch schon allein schon aufgrund seines Alters diesen Umzug nicht überlebt. Zudem genügte er schon seit Jahren eigentlich nicht mehr meinen platzmäßigen Ansprüchen.

Also machte ich mich im Netz auf die Suche nach einem für mich brauchbaren Ersatz. Doch was ich dort fand, war alles andere als das was ich suchte. Bei den Standardmöbeln fehlt in Kleiderschränken oft die Höhe für Kleidersäcke - sie liegen dann teilweise auf dem Boden des Schranks. Und auch das Platzangebot für die Oberbekleidung ist oft sehr eingeschränkt.

Aber mittlerweile gibt es ja glücklicherweise die Möglichkeit, sich seinen eigenen Schrank mit Konfiguratoren zusammenzubasteln.

Zum einen wäre hier natürlich der Anbieter DeinSchrank.de zu nennen, der sein Angebot im Fernsehen oft genug anpreist. Aber irgendwie bin ich - so meine heutige Erinnerung - mit dem Konfigurator nicht warm geworden / klar gekommen. Jetzt, wo ich ihm beim Schreiben dieses Artikels nochmal durchgegangen bin eigentlich unverständlich 😀

Also wurde weiter gesucht, und ich wurde bei pickawood.com fündig! Der Konfigurator kam mir einfacher vor als jener des Mitbewerbers. So baute ich mir den von mir gewünschten Schrank bei diesem Anbieter zusammen und bestellte ihn dann natürlich auch. Das war in der ersten Dekade des September.

Gleichzeitig beauftragte ich für rund 400 € zusätzlich den Aufbauservice, da ich handwerklich nicht gerade sonderlich begabt bin. Und der Schrank sollte ja vernünftig (und sicher) stehen. Und wer schon eineinhalb tausend Euro für einen Schrank ausgibt, sollte nicht an der falschen Stelle das sparen anfangen!

Mitte November kam der Schrank samt dem noch dazu bestellten Sideboard dann hier an. Ein paar Tage später stand das Montageteam auf der Matte um beides aufzubauen.

Einlegeböden nicht geliefert und Lochreihen nicht gebohrt

Ich selbst war nicht anwesend, aber meine Familienmitglieder. Unterwegs wurde ich von dem Montageteam angerufen und konnte nicht glauben, was man mich da fragte! Denn man wollte wissen, ob ich denn vergessen hätte, Einlegeböden und die entsprechenden Lochreihen für das Wäscheabteil mitzubestellen. Ich war mir sicher, das ich die Böden sehr wohl bestellt als auch die Lochreihen beauftragt hatte und verneinte die Frage entsprechend.

fehlende lochbohrungen 300x150 - Pickawood muss an der Qualitätssicherung arbeiten
Man hat doch schlichtweg die Löcher für Einlegeböden vergessen zu bohren - trotz dessen sie in Auftrag gegeben wurden

Sollte das tatsächlich wahr sein? Hatte man tatsächlich vergessen, die Einlegeböden mitzuliefern und die Bohrungen dafür zu setzen? Ich konnte es nicht fassen, musste mich aber bei meiner Rückkehr beim Blick in den Schrank eines besseren belehren lassen: Es waren tatsächlich weder die Einlegeböden mitgeliefert als auch keine Löcher hierfür gebohrt worden. Das die Platten fehlten, war mir bei der Lieferung gar nicht aufgefallen. Manchmal werden die ja auch zu mehreren neben- und übereinander in ein (längliches) Paket gepackt.

Ich monierte die fehlenden Platten und Lochreihen natürlich sofort per Mail und telefonisch. Als Beweis schickte ich ein Foto des leeren Wäscheabteils mit.

Man setzte sich dann mit mir in Verbindung und teilte mir mit, das es zwei Alternativen gäbe:

a. Man würde die Teile neu produzieren und mit den entsprechenden Lochreihen versehen, was jedoch wiederum mehr als einen Monat dauern würde.
b. ich beauftrage einen Tischler vor Ort, der dann den Schrank zum Teil demontiert, die Teile mitnimmt und die Bohrungen setzt. Alles natürlich - bei entsprechendem Kostenvoranschlag - auf Kosten von pickawood

Ich entschied mich für letzteres, da ich keine Lust hatte, noch weitere Wochen auf die neuen Teile warten, um dann nochmal auf das Zusammenbauen warten zu müssen. Denn schließlich lebte ich schon seit dem Aufbau des Schranks aus Wäschekörben. Denn mit dem Aufbau verschwand natürlich - auch weil der Stellplatz für das Sideboard gebraucht wurde - der alte Schrank auf dem Sperrmüll.

Die nachgelieferten Einlegeböden sind zu lang

Anfang Januar kamen dann endlich die Einlegeböden. Ein paar Tage später der freigegebene Tischler.

Die Freude war groß, als ich pünktlich an einem Freitag endlich die Einlegeböden auspacken und in den Schrank einsetzen konnte. Aber ich hatte mich zu früh gefreut: Die Einlegeböden waren zu lang, die Tür des Kleiderschranks ging nicht mehr zu!

einlegeboden 300x300 - Pickawood muss an der Qualitätssicherung arbeiten
Die nachgelieferten Einlegeböden sind zu lang

Ich war fassungslos! Wie konnte denn das jetzt wieder passieren, man hatte doch schließlich die Maße des Schranks vor sich?

Wieder ging eine Mail mit Beweisfoto an das Hamburger Unternehmen.

Natürlich zeigte man sich von dort zerknirscht, und versprach, die Böden so schnell wie möglich zu liefern. Denn um nicht noch über einen Monat warten zu müssen, hatte ich gleichzeitig eine Frist von 3 Wochen gesetzt, nach deren Ablauf ich die Sache einem Anwalt übergeben würde.

Aus Kulanz bot man mir einen Nachlass von 70 Euro an. Das akzeptierte ich. Denn ich wollte mich weder streiten noch irgendeinen Vorteil für mich aus der Geschichte ziehen.

Seit ca. 14 Tagen kann ich den Schrank nun so nutzen, wie es vorgesehen ist. Die Wäschekörbe haben nach 2 Monaten endlich ausgedient!

Der Firma pickawood muss man allerdings bei aller Qualität der Schränke ins Stammbuch schreiben, das sie dringend ihr Controlling überarbeiten muss.

Auch warum bei einem Sideboard, das aufgrund seiner Bauweise nicht plan an die Wand gestellt werden kann, da die entsprechende Aussparung für die Fußleiste nicht beauftragt wurde, keine Rückwand vorgesehen ist, sollte man bei der Hamburger Firma einmal beantworten.

Beim Mitkonkurrenten DeinSchrank.de ist die Rückwand im Preis inbegriffen - Pickawood verlangt 76 € Aufpreis. Bei 1500 € sicher mehr oder minder ein Klacks, aber trotzdem nicht wirklich plausibel nachvollziehbar!

Über Marcus 725 Artikel
Ich freue mich über Deinen Besuch auf meinem Blog! Wenn Dir der Artikel gefallen hat, teile ihn doch mit anderen und hinterlasse Deine Meinung. Mehr über mich gibt es hier zu lesen

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*