Neues Jahr – Neuer Job

Fachkraft Lager, Logistik und Versand

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Ortsschild Alter Job - Neuer Job

Ich habe gestern mal nachgezählt: 10 Jobs - inkl. der beiden aus diesem Jahr - habe ich seit meiner Ausbildung gehabt. Hierin eingeschlossen sind das halbe Jahr nach dem Abschluss beim Ausbildungsbetrieb und die Bundeswehr.

Schon Ende Januar meinte mein damaliger Chef, das ich für seinen Laden nichts tauge. Er hat aber nur vorweggenommen, was ich schon länger vorgehabt hatte - wenn ich denn einen Anschlussjob gefunden hätte.

Er war wohl der Ansicht, jemand der hauptsächlich als Kraftfahrer und quasi nur nebenbei als Disponent tätig war, wird innerhalb von zwei Wochen zum perfekten Koordinator. Dabei war das, was da zu koordinieren war selbst für die beiden alteingesessenen schon kompliziert genug. Denn er schickt Expressfahrzeuge zwischen den Depots von UPS und DPD hin und her.

Und als ich dann auf einer Nachttour nach Frankfurt einen Anruf versäumt und ihn dann versehentlich um fünf aus dem Bett geklingelt habe, lag abends die Kündigung auf dem Tisch. Das ich nichts davon wusste, das ich auf der Tour angerufen werde um zu kontrollieren, das ich noch unterwegs bin - Schwamm drüber.

Im Juni dann fing das zweite Desaster in diesem Jahr an. Dieses Mal landete ich bei einer Firma, dessen Chef vom vernünftigen Umgang mit Menschen aber mal so gar keine Ahnung hatte.

Fast nach jeder Tour, die über mehr als 300 KM ging, hatte ich im Anschluss mit ihm eine Diskussion darüber, weshalb ich die Strecke denn so gefahren bin, wie ich sie gefahren bin. Er wollte mir allen Ernstes weiß machen, das ich über Kreis-, Land- und Bundesstraßen schneller bin, als wenn ich über die Autobahn fahre. Wenn's nach ihm gegangen wäre, wäre ich mit Landkarten durch die Gegend gekurvt.

Damit habe ich dann - nach einer weiteren Tour und einer weiteren aufgezwängten Diskussion - Schluss gemacht.

Nun, nach 7 Wochen weiterer Arbeitslosigkeit habe ich als 'Fachkraft für Lager, Logistik und Versand' ab dem 7. Januar einen neuen Job.

Gerade rechtzeitig vor Weihnachten hat sich eine Firma aus Lüneburg gemeldet, bei der ich mich Mitte November auf einen Job als Lagermitarbeiter und Auslieferungsfahrer beworben habe. Am 14. war das Vorstellungsgespräch, am Mittwoch kam die Zusage und am Freitag die Unterschrift unter den Vertrag.

Ich kann sagen: endlich! Endlich habe ich das, was ich schon lange gesucht habe:

Einen Job mit einer geregelten Arbeitszeit ✔

40 Stunden werde ich pro Woche Arbeiten. Natürlich plus der einen oder anderen Überstunde. Denn um in flauen Zeiten nicht auf Kurzarbeit gehen zu müssen, wird dort ein Überstundenkonto mit 80 Stunden aufgebaut. Alles was drüber ist, wird ausgezahlt.

Einen Job der gut bezahlt wird ✔

Anfangen werde ich mit 13 h / Stunde

Runter von der Straße / nicht mehr hauptsächlich fahren / Abwechslung ✔

Ich werde auch zukünftig als Fahrer eingesetzt. Aber ich bin eben nicht mehr nur auf der Straße unterwegs. So ist sichergestellt, das ich nicht mehr jeden Tag 10 oder mehr Stunden unterwegs bin. Und ich übernachte auch nicht mehr im Fahrzeug.

Und das beste: Der Arbeitsweg dauert nur noch 10 Minuten statt bisher 20 ;). Wenn ich es fertig bringe, könnte ich sogar mit dem Fahrrad dorthin fahren.

Ich hoffe (und gehe davon aus), das dieser Job länger als 3 Jahre anhält. Die Firma, bei der ich anfange, ist eine alteingesessene Druckerei in Lüneburg. Seriöser kann es eigentlich nicht sein.

Damit kann ich mir dann aufbauen, was es in der Vergangenheit nicht gab: das was man ein Sozialleben nennt. Freunde, Freundin / Partnerin.

Wenn ich nach 9, 10 oder mehr Stunden, oder - wie bei der letzten Stelle - nach einer Übernachtung nach Hause kam, hatte / hätte ich keine Lust mehr (gehabt), Freunde zu treffen - wenn es denn welche gegeben hätte. Und das Wochenende - Burnout sei Dank - brauchte ich in der Regel, um mich zu erholen.

Jetzt habe ich den Drittel-Tag: Ein Drittel Arbeit, ein Drittel Freizeit und ein Drittel Schlaf - was kann es schöneres geben?

Es hat sich absolut gelohnt, dem Kurierservice aus Lübeck abzusagen. Dort wäre ich nicht glücklich geworden - ganz abgesehen von der jetzt wesentlich besseren Bezahlung.

Mein Jobhopping hat sich also wohl doch noch ausgezahlt!

Marcus
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