Blitzer-Marathon nicht für jeden ein Grund zum relaxen


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ein schnell fahrendes Auto

Viel wurde über den gestrigen Blitzer-Marathon geredet und geschrieben. Vor allem die Tatsache, das die Polizei die Aktion stets ankündigt, stößt manch einem auf. Doch wie zu erwarten war gibt es zig unbelehrbare, für die selbst die Ankündigung der Geschwindigkeitskontrollen kein Grund ist, das Gaspedal sanft anzufassen.

Zum wiederholten Male hat die Polizei hierzulande - und zum ersten Mal gleichzeitig in 21 weiteren europäischen Staaten - die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer kontrolliert.

Das die Polizei die Aktion, die in Deutschland wegen des heutigen Staatsaktes für die Opfer des Flugzeugabsturzes in Frankreich nur 18 Stunden dauerte, wiederum angekündigt hat, ist von vielen kritisiert worden.

Es würde nichts bringen, wenn die Polizei es immer vorher bekannt machen würde, das sie mit Radarpistole und Blitzer an ausgewählten Standorten kontrollieren würde. Schließlich würden die Auto- und Motorradfahrer nur an diesem speziellen Tag die Füsse vom Gas nehmen, tags drauf aber wieder wie von Sinnen aufs Tempo drücken.

Alter schützt vor Raserei nicht

Ganz unberechtigt ist diese Kritik nicht. Aber andererseits zeigen die Ergebnisse, das es genug unbelehrbare gibt, die es trotz der Bekanntmachungen nicht lassen können, das Gaspedal durchs Bodenblech drücken zu wollen.

In Hamburg z. B. hat man auf der A7 im Bereich Hamburg-Schnelsen einen 49 (!!) Jahre alten Motorradfahrer den Führerschein abnehmen dürfen, weil der im Baustellenbereich trotz Tempo 80 mit 125 km/h unterwegs gewesen ist. Und weil ihm der Rest der Verkehrsteilnehmer zu langsam unterwegs war, hat er noch rechts überholt und Autofahrer ausgebremst.

Er wird jetzt ein paar Tage zu Fuß gehen müssen.

Ähnlich wie der Fahrer, der an der Südausfahrt des Elbtunnels mit 140 km/h statt der erlaubten 80 Kilometer in der Stunde geblitzt wurde. Die Quittung für diesen Stursinnigen: 320 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein zweimonatiges Fahrverbot.

Ebenfalls im Hamburger Elbtunnel ein wenig zu schnell war ein 37jähriger Fahrer. 25 km/h zu schnell und unter Drogen stehend, wird auch er um seinen - erst vor wenigen Monaten zurück erhaltenen - Führerschein bangen müssen. Denn den hatte er abgeben müssen, weil er berauscht am Steuer erwischt wurde.

Gleichberechtigung hat Einzug gehalten - auch Frauen als Raser

Aber den Vogel abgeschossen haben wohl zwei Autofahrer auf der A9. Statt der erlaubten 120 km/h genehmigten sie sich selbst Geschwindigkeiten von über 200 km/h.

Erstaunlich (für mich) ist, das sich diesbezüglich anscheinend die Gleichberechtigung durchgesetzt zu haben scheint. Denn nicht nur Männer frönen dem Druck aufs Gaspedal. Auch Frauen scheinen dem Geschwindigkeitsrausch anheim zu fallen.

Im sachsen-anhaltinischen Aschersleben verdoppelte eine Fahrerin gleich einmal die erlaubte Geschwindigkeit. Mit 97 statt der erlaubten 50 km/h ging sie den Beamten ins Netz.

Und das sind nur Ergebnisse aus dem nord- bzw. mitteldeutschen Raum!

Im Ruhrgebiet und in Süddeutschland wird es sicher ähnliche Ausreißer gegeben haben. Und an die will die Polizei ja eigentlich auch ran. Denn das sind ja nicht jene Fahrer, die mal 'aus Versehen' ein paar km/h zu schnell sind, sondern die das Prinzipiell so handhaben.

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