Nächste Sargnargel für das Vertrauen in die Politiker

Schleswig-Holsteins Innenminister wechselt in die Wohnungswirtschaft


Der Artikel besteht aus 422 Wörtern. Geschätzte Lesezeit: 01:41 Minuten

Gerne beklagen sich die Herren und Damen Politiker(innen) über die Politikmüdigkeit der Bundesbürger. Vor allem, wenn mal wieder Wahlen gewesen sind und die Wahlbeteiligung noch die der vorhergehenden Wahl locker unterboten hat.

Das sie nicht nur mit der Politik, die sie machen bzw. für die sie stehen dafür verantwortlich sind, das sich immer mehr Bürger beim Thema Politik genervt abwenden, sondern auch mit ihrem persönlichen Verhalten, das scheinen sie nicht zu begreifen.

Ganz besonders betroffen von diesem Phänomen des persönlichen Fehlverhaltens ist momentan Schleswig-Holstein.

Zuerst hat die bisherige Bildungsminsterin Waltraud Wende vor 14 Tagen das Handtuch geworfen, nachdem sie sich vor 2 Jahren an ihrem damaligen Arbeitsplatz - einer Hochschule - eine berufliche Zukunft zusichern ließ, sollte ihr Abstecher in die Politik nicht von (langfristigem) Erfolg gekrönt sein.

In diesem Fall ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.

Nun ist jetzt der bisherige Innenminister der Regierung Albig zurückgetreten. Andreas Breitner, bis heute unter anderem auch zuständig für die Wohnungswirtschaft wechselt zum 1. Mai 2015 nun genau dorthin. Als

Direktor des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen

wird er nun oberster Lobbyist der Wohnungswirtschaft in Norddeutschland. Der Verband ist zuständig für Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.

Als Hauptgrund für seinen Rücktritt gibt Breitner eine zu Große Belastung für das Familienleben an.

Klar, das ist ein gewichtiger Grund. Nur: Als alter Hase in der Politik dürfte er auch schon vor dem Antritt seines Postens gewusst haben, das die Politik kein Job mit Stechuhr ist, bei der man sich morgens um 7 oder acht h anmeldet und um 16 oder siebzehn Uhr wieder austrägt.

Und man könnte ihm vielleicht auch zu Gute halten, das er ja erst Mitte 2015 den neuen Job antritt. Aber die Tatsache, das er in einen Wirtschaftszweig wechselt für den er politisch verantwortlich war, hinterlässt ob er will oder nicht ein sogenanntes Geschmäckle.

Alles in allem ist das ein weiterer Sargnagel in das Ver- und Zutrauen in die politisch Handelnden Personen. Es muss endlich aufhören, das in einem Amt stehende Politiker in einen Wirtschaftszweig wechseln können bzw. dürfen, für den sie zuvor persönlich verantwortlich waren.

Das Verständnis dafür sinkt bei dem kleinen Mann auf der Straße von Mal zu Mal, das dieses Vorgehen vorkommt. Falls es denn überhaupt vorhanden ist.

Kein Politiker, der in einer Regierung vertreten war, kann mir erzählen, das es ihm oder seinen Kollegen / Kolleginnen schwer fallen würde, nach der Amtszeit einen vernünftigen Job zu finden.

Marcus
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1 Kommentar

  1. „Als Beruf ist Politik für Herzlose und Unverantwortliche, Religion für Arme im Geiste und Heuchler wie geschaffen.“ Arthur Schnitzler – Vielen Dank für den schönen Artikel und liebe Grüsse aus der Freidenker

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