Der Fall (des) Hakan Calhanoglu


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Der HSV hat seinem Stürmer Hakan Calhanoglu sehr viel zu verdanken. Eigentlich nicht weniger als den Klassenerhalt in der Saison 2013 / 2014.

Da könnte man schon auf die Idee kommen, das der HSV ihn als Dank eigentlich zur neuen Saison zu Bayer Leverkusen ziehen lassen könnte - wenn dem nicht ein paar wichtige Details im Wege stünden. Schließlich hat er nicht nur einen Vertrag bis 2016 besessen, sondern ihn gerade noch im Frühjahr um 2 Jahre verlängert, weil er beim Neuaufbau des Klubs unbedingt dabei sein wollte.

Nun hat ihm wohl sein Berater einen Floh ins Ohr gesetzt, das er unbedingt wechseln müsste - Papier ist ja schließlich geduldig.

Man könnte jetzt natürlich sagen, das Trainer ihre Verträge auch nicht unbedingt bis zum Vertragsende ausfüllen, aber das ist - wie ich denke - eine andere Spielwiese. Denn in 98% der Fälle sind es die Vereine, die dem Trainer den Stuhl vor die Tür stellen und es ist nicht der Trainer selbst, der das tut.

Für den HSV könnten zwar einige dringend gebrauchte Millionen in die klamme Kasse fließen, aber das wäre in diesem Falle zweitrangig.

Calhanoglu sollte erst einmal in einer weiteren Saison beim HSV beweisen, das er auch das Zeug dazu hat, ein ganz Großer zu werden, so wie es ihm vorschwebt. Aber das wird man nicht, in dem man nur den leichten Weg geht und wechselt, wenn man angeblich keinen Bock mehr hat. Es hat schon viele andere talentierte Spieler vor ihm gegeben, die bei einem 'kleineren' Klub spielten und von sich der Meinung waren, das sie eines Tages den göttlichen Thron der Fussballer besteigen würden.

Und sie waren der Meinung, das sie das nur werden könnten, wenn sie ganz schnell dem Mammon hinterher rennen und beim nächst besten größeren Klub anheuern, nur weil der in irgendeiner sogenannten Champions League spielt.

Von diesen vielen Spielern haben es aber im nachhinein nur die wenigsten geschafft. Nicht unbedingt (nur), weil der Rest letztlich doch nicht das Talent hatte, sondern weil diese die falschen Berater um sich gescharrt haben, die die Dollarzeichen nicht aus den Augen bekamen. Und so scheint es auch im Falle Hakan Calhanoglu zu sein.

Sehr viel anders ist der Gesinnungswechsel - und vor allem die Art und Weise mit der er ihn kundgetan hat und kund tut - nicht zu erklären.

Auch wenn er das Geld gut gebrauchen könnte, wäre es dem HSV zu wünschen das er standhaft bleibt. Und Calhanoglu, das er sich gut überlegt, ob eine zugegebener Weise überragende Saison so ein Verhalten rechtfertigt. Es sind schon viele vor ihm hoch gestiegen, um danach sehr tief zu fallen.

Auch wenn man sich über den Vorstandsvorsitzenden (ge)ärgert (hat), weil der eine Wette ihm bezüglich abgeschlossen hatte.

Marcus
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