Neuland – oder was neue Medien gemeinsam haben


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Nachdem ich in meinem letzten Artikel auf das Verhalten von Horst bezüglich seiner Kritik am Internet eingegangen bin, möchte ich mich in diesem Artikel mit seiner inhaltlichen Kritik beschäftigen.

Horst hat, weil ihm die Besserwisserei vieler Internetbenutzer nach eigenen Worten ankotzt, Leute aus seinen virtuellen Bekanntenkreisen verbannt, da er sich - meiner Meinung nach - sein eigenes Weltbild durch diese Leute nicht madig machen lassen möchte.

Seit ca. 20 Jahren ist das Internet für die Allgemeinheit zugänglich. Und weil - natürlich - vor allem die heutige Jugend, die Teens und Twens, mit diesem Medium aufgewachsen sind, glauben sie und manch anderer natürlich, das sie alles über das Netz wissen. Sie glauben, sie wüssten wie das globale, virtuelle Netz funktioniert. Deshalb lacht man auch über die Politik, die das Internet zu Neuland erklärt hat.

Doch wenn man ehrlich ist, benötigt es schon mindestens eine Generation um über die neuen vielfältigen Möglichkeiten, die uns das Internet bietet, wirklich Bescheid zu wissen und um vernünftig damit umgehen zu können. Das beinhaltet sowohl die positiven Möglichkeiten aber vor allem auch die Gefahren, die es mit sich bringt.

Und eine Generation bedeutet laut Wikipedia zwischen dreißig und vierzig Jahre.

Denn für uns ist das Internet das, was für die Leute vor hundert Jahren das Radio und der Fernseher waren. Man war zwar sicher großteils begeistert von den neuen Möglichkeiten, die diese Medien der Menschheit bescherten, doch man konnte mit ihnen nicht wirklich umgehen. Denn der Allgemeinheit waren die Risiken, die diese neue Technologien mit sich brachten, sicher nicht so bewusst wie das vielleicht bei ihren Erfinden der Fall gewesen ist.

Man freute sich in der Regel wohl vor allem über die Musik und die flimmernden Bilder aus aller Welt.

Was mich dieser Überzeugung sein lässt? Ganz einfach die Geschehnisse Mitte des 20. Jahrhunderts. Hätte(n) die erste Generation(en), die mit Radio und Fernsehen in Kontakt gekommen ist / sind, mit diesen Medien umgehen können, hätte es ein gewisser Schnauzbartträger sicher nicht so einfach gehabt, wie der Rattenfänger von Hameln die Menschen um sich zu scharen. Wären sich diese Generation(en) darüber im klaren gewesen, das Radio und Fernsehen nicht nur Freude mit sich bringen können, wer weiß ob diese Geräte dann so erfolgreich und Massentauglich geworden wären.

Und so ist es heute mit dem Internet: Die vielen positiven Dinge wissen wir schon so ziemlich zu schätzen und kennen sie großteils auch. Aber über die vielen negativen, z. B. manipulativen, Einflüsse und Auswirkungen, die dieses Medium haben kann, darüber sind wir uns nur zum Teil im Klaren. Von dem Wissen, wie man dem begegnet, ganz zu schweigen.

Es wird also noch Zeit brauchen, bis die Menschheit mit diesem virtuellen Medium wirklich Verantwortungsbewusst umgehen kann. Ob das noch die Generation erlebt, die quasi schon von Kindesbeinen das Netz kennt, darf meiner Ansicht nach bezweifelt werden.

Zum zweiten kommt bei Horst's Kritik natürlich noch hinzu, das er aufgrund seines Alters bereits sehr viel Lebenserfahrung besitzt. Etwas, was den 'Freaks' im Alter von 15 - 30 Jahren natürlich abgeht, abgehen muss. Die 'Besserwisserei' kann also auch ein Zeichen dafür sein, der Meinung zu sein, die absolute Ahnung zu haben...

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2 Kommentare

  1. Eines haben Blogger und Recipient gemeinsam:

    „Heute bin ich digital, extrem kritisch und mitteilsam
    Was ich denke, das wird auch gesagt
    mirs egal ob man mich nach meiner Meinung fragt.“ Tim Bendzko

    Die Intention von Blogs und sozialen Netzwerken (Web 2.0) war doch die Diskussion seiner eigenen Meinung oder? Wer das nicht möchte, Kommentarfunktion abschalten und Diskussionen auf G+/FB fernbleiben und seine Weisheiten auf einer statischen Webseite verteilen.

    • Hallo Sascha!

      So sieht es aus. Und nicht meinen, die Welt mit der eigenen Meinung beglücken zu müssen, wenn man die der anderen nicht akzeptieren kann, weil sie nicht ins eigene Weltbild passt.

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