Sepp Blatter fordert demokratische Mittel

Schweizer fühlt sich wegen Alterslimit vom IOC diskriminiert


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2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
Ich mach' mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt ....

Das ist der Titelsong der von Astrid Lindgren erdachten Pippi Langstrumpf-Geschichten. Pippi dreht sich bekanntlich die Welt so, wie sie sie gerade gerne haben würde.

Ähnliches macht auch der Präsident des Weltfussballverbandes FIFA, Sepp Blatter, gerne. Er dreht sich die Welt auch gerne so hin, wie es ihm gerade in den Kram passt.

Nun fühlt er sich von der Regelung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) diskriminiert. Grund für die gefühlt Verletzung seiner Ehre ist, das seit 1999 im IOC eine Beschränkung für das Alter der Funktionäre gilt.

Wer 'nur' einfacher Funktionär ist muss nach dieser Regelung mit spätestens 70 Jahren das Ringe-Komitee verlassen. Blatter, der dem IOC just in dem Jahr beitrat als dieses das Alterslimit festlegte, ist mit seinen 77 Jahren also eigentlich zu unrecht noch im IOC-Ausschuss vertreten.

Nun fordert er, der nicht gerade als jemand gilt der seinen eigenen Verband in einem demokratischen Stil führt, vom IOC eine Änderung dieser Vorgabe.

In unserer Tageszeitung wird er mit den folgenden Worten zitiert:

Wenn man etwas ändern muss an der Zusammensetzung einer Organisation, dann durch demokratische Mittel

Dem IOC müsste das eigentlich wie Hohn in den Ohren klingeln. Gerade Sepp Blatter, der wie mit Pattex an seinem Präsidenten-Stuhl klebt, und sich jetzt sogar indirekt für eine Wiederwahl in seinem Amt hat vorschlagen lassen, fordert von einem anderen Weltverband demokratische Mittel?

Ein Autokrat wie Blatter sollte dann erst einmal in seinem eigenen Laden aufräumen und mit demokratischen Mitteln Europa- und Weltmeisterschaften vergeben. Ist doch längst klar, das die Vergabe der Austragungsorte der WMn 2018 und 2022 alles andere als demokratisch erfolgt sind.

Allerdings: Auf die Olympischen Spiele Sommers wie Winters wird das ebenso zutreffen. Was durchaus auch an der Größe der beiden Organisationen liegt. Trotzdem sollte man schon versuchen, nicht nur so zu tun, als hätten alle stimmberechtigten Länder auch wirklich die gleiche Stimmqualität.

Ich konnte nur noch den Kopf schütteln, als ich das von dem Schweizer gestern in der Zeitung gelesen habe. Mal schauen, ob ich irgendwann demnächst mal einen Tag Zeit finde, um Herrn Blatter ob seine Ehrverletzung zu trösten 😉

Beitragsfoto:©pixabay/OpenClips

Marcus
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2 Kommentare

  1. Ist der Herr Blatter nicht auch für seine demokratische Gesinnung bekannt. Für manche sollte der Ruhestand doch ein Segen sein. Manche kleben aber leider auch an ihren Ämtern fest. So gesehen ist eine Altersgrenze doch sinnvoll.

    • Hallo Harald!

      Sepp Blatter ist alles andere als ein Demokratischer Präsident. Das er sich jetzt indirekt für seine vierte Amtszeit vorschlagen lässt, sagt schon alles aus.

      Auch der FIFA täte es gut, wäre dort mit maximal 70 Jahren das Ende der Fahnenstange bzw. der Funktionärskarriere erreicht wäre. Man merkt einfach, das da alte Herren an der Macht sitzen, die im Denken einfach nicht (mehr) wendig genug sind.

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