Koch-Mehrins Doktortitel ist pfutsch

Endgülige Niederlage im Kampf um akademischen Titel


Der Artikel besteht aus 363 Wörtern. Geschätzte Lesezeit: 01:27 Minuten

Ein Drama in mehreren Akten hat nun ein endgültiges Ende gefunden. Mehrfach habe ich über die anscheinend nicht gerade sehr Arbeitswütige Dame und ihren Kampf um die Doktorwürde hier im Blog berichtet.

Die Europa-Abgeordnete der FDP im Brüsseler Parlament hat es nun schriftlich und endgültig: Die Aberkennung des Doktortitels durch die Universität Heidelberg im Jahr 2011 ist rechtmäßig. Die Revision gegen das Urteil des Verwaltungsgerichtes Karlsruhe ist vom Verwaltungsgerichtshof des Landes Baden-Württtemberg als unbegründet zurückgewiesen worden.

Und das gute an der Sache: Gegen diese Entscheidung kann Frau Koch-Mehrin nicht mehr angehen. Der Beschluss ist unanfechtbar.

Begründet wird die Rückweisung der Berufung damit, das der VGH keinen Zweifel an dem Urteil des Karlsruher Verwaltungsgerichtes hat. Dieses hatte in seinem Urteil festgestellt, das die Politikerin durch die nicht gekennzeichnete Nutzung von zum Teil Seitenlangen Textpassagen anderer Autoren (Zitat)

wiederholt und planmäßig

getäuscht habe.

Die von Koch-Mehrin vorgebrachten Gründe für die Berufung gegen das vorinstanzliche Urteil sah das Gericht als unzureichend an.

Nun also kann Frau Koch-Mehrin sich mit voller Inbrunst in den Wahlkampf für die Europa-Wahl am 25. Mai 2014 stürzen und versuchen, sich weitere vier Jahre auf Kosten 'ihrer' Wähler einen lauen zu machen. Denn in der Vergangenheit fiel sie nicht gerade als Arbeitswütig auf. Das ergaben Recherchen des NDR-Politmagazins panorama.

Auf ihrer Webseite gibt sich Frau S-K-M ihrer Rolle gebührend schon sehr europäisch. Denn außer einem Artikel auf Deutsch, den ich beim kurzen drüberschauen über die Seite gefunden habe, steht dort alles auf englisch.

Ob sie damit irgendwen beeindrucken und zeigen will, wieviel sie (auf einmal) zu sagen hat? Ihre Deutschen Wähler wird das - hoffentlich - kaum beeinflussen, wenn diese vorgehabt haben sollten, sie dieses Mal aus Brüssel abzurufen. Denn Wählerfreundlich ist etwas anderes. Wenn ich schon eine de-Domain besuche erwarte ich als Deutscher auch, das ich den Inhalt der Seite nutzen kann, ohne das ein Fremdwörterbuch neben mir liegt.

Aber dieser weitere Faux-Pas zeigt einmal mehr, wie weit sich Frau Ex-Dr. Silvana Koch-Mehrin nicht erst seit gestern von 'ihren' Wählern entfernt hat.

Beitragsfoto:©pixabay/geralt

Marcus
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2 Kommentare

  1. Hallo Marcus,
    die sogenannte Neckermann-Promotion die in geisteswissenschaftlichen Fächern vorrangig an Politiker verschenkt wurde wirft kein gutes Licht auf die Universitäten. Da war der gute Doktorvater wohl ein Heidelberger Liberaler der einer aufstrebenden Parteisoldatin etwas Hilfestellung geben wollte.

    • Hallo Veronika!

      Da wird Frau SKM nicht die einzige Doktorandin gewesen sein, die ein Gefälligkeits-Urteil erhalten hat – wobei: lt. Wikipedia und google scheint ihr Doktorvater mit der FDP nichts zu tun zu haben.

      Das Problem der meisten Doktoranden war ja, das das Internet bzw. die Möglichkeiten die man damit hat, zu deren Zeiten noch gar nicht abzusehen war. Koch-Mehrin allerdings zählt nicht dazu

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