Der HSV wäre ein verdienter Absteiger

Sportdirektor Kreuzer nicht Bundesligatauglich


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Mit zweimal 0:3 ist der Hamburger Sportverein in die Rückrunde der Bundesliga Saison 2013/14 gestartet. Kann man gegen einen Champions League-Anwärter wie Schalke 04 durchaus so hoch verlieren, ist eine Niederlage in dieser Höhe gegen eine TSG Hoffenheim mehr als nur ein Offenbarungseid. Zumal man gegen eben diese Mannschaft nach dem 1:5 aus dem Hinspiel eigentlich etwas gut zu machen gehabt hätte.

Einen eben solchen Eid hat sich auch der Sportdirektor des Klubs geleistet, der seit Gründung der Bundesliga noch nie abgestiegen ist.

Denn er hält die Klientel, welches man ein Team nennen soll, für Bundesliga tauglich und traut der Mannschaft deshalb auch den Klassenerhalt zu. Das könnte man tun - und verstehen, wenn es nicht die erste Pleite der Saison oder die erste in dieser Höhe gewesen wäre. Doch der HSV hat sich diese Saison schon sechs Niederlagen mit drei oder sogar mehr Toren Differenz geleistet. Dies heute war somit die siebte mit drei oder mehr Toren Unterschied.

Das dieses Team, das die Bezeichnung nicht im geringsten verdient hat, nicht reif für die Bundesliga ist, zeigt die Tatsache, das man - sollte der 1. FC Nürnberg morgen sein Spiel gegen die Hertha aus Berlin gewinnen - auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen könnte.

Aber verwundert es tatsächlich, das die Mannschaft einen derartigen Trümmerhaufen darstellt? Ich meine Nein. Für mich ist nicht nur die Mannschaft nicht reif für die 1. Bundesliga, auch - und erst recht - der Sportdirektor Kreuzer ist für mich nicht reif für die höchste Deutsche Spielklasse.

Anders kann ich mir nicht erklären, das er die gestern zu Ende gegangene Transferperiode nicht dafür genutzt hat, einen einigermaßen vernünftigen Spieler zu verpflichten. Dafür aber in Artjoms Rudnevs einen Stürmer ziehen lässt, der gleich am 1. Spieltag nach der Winterpause bei dem Spiel Hannover 96 gegen den VfL Wolfsburg zeigt das er das Tor trifft.

Ich persönlich glaube nicht, das der HSV dieses Jahr den Abstiegsplätzen entrinnen wird können. Mit dem 1. FC Nürnberg und der Eintracht aus Braunschweig hat man zwei Verfolger im Nacken die den Hanseaten gegenüber einen großen Vorteil haben:

Die Franken sind zurück auf der Erfolgsspur. Mit ihrem 4:0 gegen eben jene Hoffenheimer die heute den HSV verspeist haben, hat man gezeigt, das und wie diese Elf zu schlagen ist. Nämlich mit Willen und Kampfgeist.

Genau diesen Kampfgeist, der den Hamburger in meinen Augen völlig abgeht, legt auch der Tabellenletzte aus Braunschweig an den Tag.

Dazu passt in meinen Augen ganz gut ein Satz des Kommentators Michael Born, der das Spiel in der Bundesliga-Konferenz auf sky kommentiert hat:

Siegermentalität stand ganz oben auf dem Zettel von Bert van Marwijk. Kann man halt nicht eben bei ebay ersteigern

Ändern wird daran auch nicht, was Gerüchteweise jetzt schon wieder in Hamburg herumschwirren soll. Denn angeblich könnte diese Niederlage dem Holländer den Garaus machen - was der oben angesprochene Sportdirektor im Interview mit sky nach dem Spiel allerdings weit von sich weist.

Denn das sich nach dem Rauswurf von Thorsten Fink nichts an der dramatischen Lage in Hamburg geändert hat zeigt, das hier die Mannschaft das Problem ist.

van Marwijk allerdings scheint nicht besonders Angst um seinen Posten zu haben oder am Trainerposten in Hamburg zu kleben. Nach dem Spiel sagte er bei sky im Interview sinngemäß: Wenn sie denken, ein anderer könnte das besser, werde ich nicht im Wege stehen.

Der HSV in der jetzigen Verfassung wäre also ein absolut verdienter Absteiger. Zumal die Hanseaten dieses Jahr nicht das Glück zu haben scheinen, das es drei noch schlechtere Klubs in der Liga gibt.

Im Gegenteil: Auch wenn Braunschweig nicht die Ergebnisse einfährt, die sie verdient hätten, gibt es dieses Jahr aller Voraussicht nach keinen Klub der schlechter ist als der Hamburger Sport-Verein.

Beitragsfoto:©pixabay/geralt

Marcus
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