Gewerbeauskunftzentrale gerät in die Defensive

Anfechtungserklärung soll vor Folgen einer Mahnung schützen


Der Artikel besteht aus 315 Wörtern. Geschätzte Lesezeit: 01:15 Minuten

Anfang des Monats schrieb ich in einem Artikel, das das Landgericht Düsseldorf die aktualisierten Formulare der GWE Wirtschaftsinformations GmbH weitgehend als rechtskonform eingestuft hat.

Für Kunden, die das Formular ausgefüllt und unterschrieben an das Unternehmen zurückgeschickt bzw. -gefaxt haben, bedeutet dieses Urteil, das der geforderte Betrag regulär eigentlich zu zahlen ist.

Doch mittlerweile scheint sich in diesem Fall eine Wende zu Gunsten der getäuschten bzw. betrogenen Kunden anzubahnen.

Mustererklärung einer Anfechtungserklärung herunterladen und abschicken

Wie in einem Artikel der hiesigen Landeszeitung zu lesen ist, hat der Bund der Steuerzahler NRW ein Musterschreiben einer Anfechtungserklärung im Netz zur Verfügung gestellt, mit dem man nach dem Abschicken dieser Erklärung folgende Mahnungen getrost im Papierkorb entsorgen können soll.

Das liegt (auch) daran, so wird der BdSt NRW in der Zeitung zitiert, das mit dem Besuch der Staatsanwaltschaft in dem Unternehmen das

System der GWE, Verträge abzuschließen, nicht nur zivilrechtlich, sondern auch strafrechtlich überprüft wird

Das wird nach zig Jahren des Betrugs und der Arglistigen Täuschung ja auch endlich einmal Zeit.

Trotz Urteil keine generelle Zahlungsverpflichtung anzunehmen

Im Regelfall, so wird der Bund der Steuerzahler NRW im Artikel weiter zitiert, kann jeder Betroffene davon ausgehen, das ihn kein Gericht jemals zur Zahlung des angemahnten Betrags verurteilen wird.

Wer eine gute Rechtsschutzversicherung hat, dem wird trotzdem empfohlen gegen die GWE Wirtschaftsinformations GmbH zu klagen. Unter anderem, weil das Düsseldorfer Landgericht betont, das die im letzten Artikel erwähnte Entscheidung ein Einzelfall-Urteil sei, und bei einer ausführlicher gestellten Klage ein ganz anderes Ergebnis herauskommen könnte als die Verpflichtung zur Zahlung.

Trotzdem gilt nach wie vor, und auch das wird in dem Artikel der Landeszeitung noch einmal deutlich gemacht, das jeder, der das Formular von der Gewerbeauskunftzentrale bekommen und unter falscher Annahme unterschrieben hat, nicht einen einzigen Cent an das Unternehmen überweisen sollte.

Marcus
Über Marcus 703 Artikel
Ich freue mich über Deinen Besuch auf meinem Blog! Wenn Dir der Artikel gefallen hat, teile ihn doch mit anderen und hinterlasse Deine Meinung. Mehr über mich gibt es hier zu lesen

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


CommentLuv - verlinke einen deiner Blog-Artikel