Sparkassen-Filiale im Ort wird geschlossen

Zeitungsbericht sollte Chance zum Erhalt vorgaukeln


Der Artikel besteht aus 336 Wörtern. Geschätzte Lesezeit: 01:20 Minuten

Im Juli diesen Jahres berichtete die Lüneburger Landeszeitung von Plänen der Sparkasse Lüneburg, 6 ihrer noch bestehenden 27 mit Personal besetzten Filialen zu schließen.

Heute nun war der Bürgermeister aus Anlass des 80. Geburtstags meines Vater zum Frühstück bei uns. Und dabei hat er, wie mir erzählt wurde, gesagt, das unsere Filiale mit zu den 6 Niederlassungen gehört, die bis spätestens 2016 dicht gemacht werden sollen!

Meine Vorahnung, das die Phrase

wird einer Prüfung unterzogen

nichts anderes bedeuten würde, als das die Entscheidung gegen den Standort schon längst gefallen ist, hat sich damit bestätigt.

Denn unser Bürgermeister ließ auch durchblicken, das der Gemeinderat vor vollendete Tatsachen gestellt worden ist. Die Verwaltung hätte keinen Einfluss mehr auf die Entscheidung nehmen können, soll er gesagt haben.

Ich habe ja durchaus Verständnis dafür, das eine Bank profitabel arbeiten muss. Kein Verständnis kann ich aber dafür aufbringen, das der Einwohnerstärkste Ort unserer Samtgemeinde von der Sparkasse abgehängt wird. Der Sitz der Verwaltung ist eben nicht immer gleichzusetzen mit dem Lebensmittelpunkt.

Eigentlich müsste man für den Erhalt der Sparkasse auf die Straße gehen, und wenn das nicht hilft, die Bürger ihre Konten bei der Sparkasse kündigen und das Geldinstitut wechseln. Im Vorstand der Sparkasse muss man begreifen, das die Kunden den Umsatz einer Bank generieren und nicht deren Mitarbeiter.

Wie man seitens der Sparkasse mit der Öffentlichkeit umgesprungen ist - und es eigentlich immer noch tut - spricht nicht wirklich für ein Unternehmen, das mit dem Slogan wirbt, ein

Verlässlicher Partner vor Ort

zu sein. Denn hier wird die Bevölkerung vorsätzlich belogen und mit dem Versprechen hingehalten, das noch alle Chancen bestehen und noch nichts entschieden sei.

Das Gegenteil aber ist ja der Fall!

Denn wenn in einem Ort nur noch Automaten und kein Mensch aus Fleisch und Blut mehr anzutreffen ist, ist das Unternehmen auch kein Partner für die Bürger mehr.

Marcus
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2 Kommentare

  1. Eigentlich ungewöhnlich für eine Sparkasse.
    Bei uns in der Stadt (6800 Einwohner) hat die Sparkasse erst vor kurzem viel Geld für die Umgestaltung der Räume ausgegeben.

    Dann sponsert unsere Sparkasse auch noch unseren 2. Liga Fußballverein in dem sie jedes Jahr Geld hinlegt damit das Stadion Sparkassen-Erzgebirgsstadion heißen darf.

    So unterschiedlich scheint das zu sein mit der Sparkasse.
    Aber es gibt schlimmeres. Man kann ja auch zu Post gehen oder gleich online. Ist auch viel billiger ,oder?

    Grüße
    Lothar
    AV100 letzter Artikel auf dem eigenen Blog: Schnell Bilder kleiner machen mb auf kb

    • Hallo Lothar!

      Du benutzt ein wichtiges Wörtchen! STADT!!!

      Wir sind halt NUR ein Dorf. In einer Stadt würde unsere Sparkasse wohl auch keine Filiale dicht machen. Aber auf dem Lande geht das anscheinend problemlos!

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