Wieder auf der Straße!

Neuer Job seit Anfang des Monats


Der Artikel besteht aus 951 Wörtern. Geschätzte Lesezeit: 03:48 Minuten

Ende März diesen Jahres wurde ich nach nur acht Monaten wieder Arbeitslos. Das ich wegen einer Meniskus-Operation vier Wochen ausfallen musste, hat meinem damaligen Arbeitgeber das Genick gebrochen. Schon übel, wenn man als Chef selber keinen Führerschein hat, aber ein Fuhrunternehmen sein Eigen nennt!

Damals hatte ich schon gehofft, das ich nicht wieder 4 Jahre auf Stütze vom Amt angewiesen bin. Denn vor der Kurzepisode mit diesem, meinem Ex-Chef war ich von Frühjahr 2008 bis eben August 2012 ohne Job. Wie vielleicht bekannt ist, hatte das mehrere Ursachen. Unter anderem ein Burn-Out, der sich nach der Kündigung des vorletzten Arbeitgebers einstellte.

Eigentlich wollte ich ja ins Büro!

Und nachdem ich im letzten Job Kühlschränke, Waschmaschinen und andere Weiße Ware bis in 4. Etagen in Hamburg, Elmshorn und Umgebung schleppen durfte, hatte ich auf (so) einen Job auf der Straße eigentlich keine Lust mehr.

Zudem bin ich (eigentlich) nicht der Mensch, der dauernd solche Lasten wuppen kann.

In diesen 4 Monaten habe ich mich daher vor allem auf Bürojobs wie Empfangskraft u. ä. beworben. Aber ohne Ausbildung in dem Bereich respektive ohne Berufserfahrung in so einem Job ist das quasi ein Ding der Unmöglichkeit. Vom Jobcenter gab es - selbstverständlich - außer warmen Worten keine wirkliche Unterstützung bei der Jobsuche. Warum sollten die einem dabei auch helfen. Schließlich sind sie nur dazu da, die Leute ohne Job zu verwalten und zu gängeln.

Und da ich ja auch ein bisschen esoterisch angehaucht bin, habe ich einen Wunsch an das Universum geschickt, mit der Bitte, mir einen / den zu mir passenden Job mit regulären Arbeitszeiten und einem vernünftigen Gehalt zukommen zu lassen. Eines Mittwochs Abend im August verspürte ich auf einmal fast so etwas wie einen Zwang, doch unbedingt noch schnell einen Blick in die Stellenangebote der gerade ins Haus geflatterten Wochenzeitung zu werfen. Eigentlich habe ich aufgehört, mir davon eine erfolgreiche Jobsuche zu versprechen.

Ich blätterte also in den zwei Seiten mit den Stellenangeboten und wurde sogar doppelt fündig! Ein Unternehmer suchte für Fernfahrten einen Fahrer, aber beim entsprechenden Anruf teilte er mir mit, das er leider die folgenden 14 Tage keine Zeit habe, da er eine Ferntour absolvieren würde.

Unternehmer erinnerte sich an mich - und umgekehrt

Der zweite Unternehmer wollte eine schriftliche Bewerbung. Diese arbeitete ich gleich am darauffolgenden Vormittag aus und brachte sie umgehend zur Post. Es vergingen 8 Tage bis sich der Unternehmer meldete. Ich hatte in der Zwischenzeit schon leichte Zweifel bekommen, ob ich auch die richtige Adresse auf dem Briefumschlag angegeben hatte :).

Der Name der Firma, respektive des Unternehmers sagte mir nicht wirklich etwas. Nur eine ehemalige Adresse, die ich bei der Recherche im Internet ausfindig machte, lies mich stutzig werden und ich ahnte, das ich die Firma wohl kennen würde. Wie sich später bei einem 14tägigen Praktikum herausstellte, war es auch so. Ich hatte mich vor drei oder 4 Jahren schon einmal bei meinem jetzigen Chef beworben und mein jetziger Boss - der zudem wie der vorherige - jünger ist als ich - erinnerte sich daran. Leider war das damals aber die falsche Tätigkeit für mich. Denn es handelte sich um die Auslieferung von Tages- und Wochenzeitungen an die jeweiligen Zusteller.

Das heißt: Die Arbeitszeiten lagen mitten in der Nacht. Das ist schon mal gar nicht mein Ding. Nachts gehöre ich in der Regel ins Bett - und nicht auf die Straße. Hinzu kommt, das je nach Laune der Druckmaschinen sich die Arbeitszeiten schon mal gewaltig nach hinten ausdehnen können. Und das ist der zweite Punkt, den ich bei der Arbeit nicht mag. Besser gesagt ist das ein Punkt, den ich hasse: Mehr oder minder sinnfreies Warten.

Bei meiner jetzigen Tätigkeit - ich liefere Artikel für einen Autoteile-Großhändler aus - ist der letzte Punkt zwar auch gegeben, aber er hält sich in Grenzen. Mehr als eine Stunde brauche ich / brauchen wir in der Regel nicht zu warten bis die bestellte Ware den jeweiligen Fahrern zugeordnet ist. Zudem bin ich am Tage unterwegs, was für mich auch sehr wichtig ist.

Der Stress hält sich, sofern ich denn pünktlich nach Hamburg komme, auch in sehr engen Grenzen. Natürlich waren die ersten Tage wegen der Unkenntnis der Vorgänge durchaus etwas hektisch. Aber wenn ich das draufhabe, dann läuft das sicher Reibungslos ab.

Bislang mit dem Job sehr zufrieden

Auch die beiden Punkte, die im Wunsch an das Universum enthalten waren, hat man mir durchaus erfüllt. Ich fahre morgens um kurz nach 8 in Lüneburg los und bin gegen 15 h / 15.30 wieder zurück. Mit solchen Arbeitszeiten lässt es sich sicher leben, zumal im Arbeitsvertrag vereinbart ist, das die maximale Wochenarbeitszeit 40 Stunden nicht überschreitet. Sollte es doch einmal dazu kommen, weil man wirklich mal eine Ferntour hat - was für meinen Chef im Gegensatz zu mir Auslandsfahrten sind -, werden die mehr geleisteten Stunden als Freizeit ausgeglichen.

Beim Gehalt muss ich noch sehen, wie sich das entwickelt. Während der 6-monatigen Probezeit liegt es bei 1200 € Brutto. Also knapp unter 1000 € netto. Aber es wird immer noch fast doppelt so viel sein wie mein Hartz IV-'Gehalt'. Nach den sechs Monaten zur Probe soll das Gehalt auf ein 'vernünftiges Maß' steigen, wie sich mein Chef ausgedrückt hat.

Und auch das, was mein vorheriger Chef 'vergessen' hat, hat mein jetziger alles erledigt. Ich bin beim Jobcenter / Arbeitsamt ab- und bei der Krankenkasse angemeldet.

Alles in allem bin ich bislang mit dem neuen Job sehr zufrieden. Danke ans Universum also, das es mir meinen Wunsch so direkt und fast umgehend erfüllt hat!!!

Marcus
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7 Kommentare

    • Hallo Daniel!

      Danke für die Glückwünsche!

      Zweimal im Monat auch am Wochenende? Naja, was sein muss, muss sein. Aber wirklich Lust hätte ich darauf auch nicht.

      Und was ich noch Nett finde, ist die Tatsache, das mein Chef mir zu einem Zuschuss vom JC / Arbeitsamt für einen Gebrauchten Pkw verhilft / verhelfen will. Damit ich dann auch zum Fahrzeug komme, wenn er seinen Betriebshof fertig hat. Denn der liegt nicht mal eben um die Ecke, wie das jetzt im Moment der Fall ist (6 KM). Der wird dann schlappe 25 KM entfernt sein – und somit ist das nur mit der Familiendroschke nicht zu machen.

      Und der ÖPNV ist in dem Zusammenhang dann absolut für die Katz‘

  1. Auch wenn es ein wenig auf und ab ist bei dir: Schön, daß du jetzt wieder einen neuen Job gefunden hast. Und das ja auch mal innerhalb kurzer Zeit – Jedenfalls verglichen mit dem letzten Mal.
    Die Arbeitszeiten die du da hast sind doch ganz normal und wenn du nicht am Wochenende arbeiten mußt hat deine Woche ja jetzt ausreichend Struktur.
    Schreib uns mal, was dein Chef denn so unter „vernünftiges Maß“ versteht wenn dann die Probezeit vorbei ist. Denn 1200 Brutto ist nicht wirklich die Welt. Das müßte es schon Netto sein. 😉
    Gruß, Max
    Max letzter Artikel auf dem eigenen Blog: Vertbaudet Gutscheine

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