Schweigegelübde für Hunde an Sonntagen?


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Hundehalter haben sich an viele Gesetze und Vorschriften zu halten.

Als da zum einen die Anleinpflicht während der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis zum 15. Juli wäre. In Niedersachsen kam am 1. Juli diesen Jahres ein neues Hundegesetz dazu, das u. a. alle Hundehalter verpflichtet, ihre Vierbeiner in einem Melde-Register anzumelden. Damit soll im Fall des Falles dafür gesorgt sein, das Hundehalter, deren Tier einen Menschen oder ein anderes Tier verletzt haben, ausfindig gemacht werden können.

Nun hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg noch einen drauf gesetzt. Mit Urteil vom 5. Juli 2013 (Az.: 11 ME 148/13) entschied es, das Hunde an Sonn- und Feiertagen zum Schweigen verdonnert werden (können).

Es verwundert nicht, das dieses Urteil auf den ersten Blick die Hundehalter erzürnt. Auch ich habe mich im ersten Moment tierisch aufgeregt, und mich gefragt, ob der Richter / die Richterin an Sonn- und Feiertagen auch nicht mit Ihresgleichen spricht.

Wenn man sich das Urteil aber einmal genauer zu Gemüte führt, wird klar, das damit eigentlich die wenigsten Hundehalter angesprochen werden bzw. davon betroffen sind.

Urteil trifft hauptsächlich Dauerkläffer

Das Urteil bezieht sich nach meiner Lesart prinzipiell nämlich nur auf die Hunde, deren Hundehalter sich nicht an die allgemeinen Ruhezeiten halten. Sprich, kläfft ein Hund z. B. werktags zwischen 22 und 7 h, sowie während der Mittagszeit von 12 / 13 bis 14 / 15 h, und hält er auch am Wochenende seine Schnauze nur selten, so muss er an Sonn- und Feiertagen sowie Nachts im Haus gehalten werden.

Grund für dieses Urteil ist ein Hundehalter, dessen 6 Hunde in der Regel von halb acht Uhr morgens bis halb acht Uhr abends pausenlos gekläfft haben sollen. Das brachte die Nachbarn auf die Palme, die dann die Gemeinde einschalteten. Diese wiederum ordnete daraufhin an, das er seine Tiere an Sonn- und Feiertagen und grundsätzlich nachts im Haus zu halten habe. Erlaubt sei der Aufenthalt im Freien dann nur noch zum Gassi gehen.

Dagegen zog der Hundehalter vor Gericht und unterlag.

Hundehalter, die dafür Sorge tragen, das ihre Vierbeiner über die Mittagszeit und Nachts das Bellen großteils sein lassen sollten also im Großen und Ganzen keine Angst haben brauchen, das sie vom Nachbarn jetzt vors Gericht gezehrt werden und dieses den Hunden dann das Bellen verbietet.

Zumal, wie ein Gerichtssprecher betonte, dieses Urteil eine Einzelfallentscheidung sei und man sich immer die Situation und Gegebenheiten vor Ort anschauen müsse.

Marcus
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2 Kommentare

  1. Ich kann das verstehen. Gerade an Wochenenden, wenn ich gemütlich im Garten sitze, würde ich mich davon auch belästigt fühlen. Hier auf dem Land hat fast jeder einen Hund, aber glücklicherweise habe ich so ein Modell, dass nur Lärm macht, noch nicht kennengelernt 🙂

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