Sparkasse Lüneburg plant Filialschließungen


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Mit

ein dichtes Netz von Filialen

und als

Verlässlicher Partner vor Ort

stellt sich die Sparkasse Lüneburg in Ihrem Online-Angebot dar.

Doch das dichte Netz an Filialen dürfte sich bis 2016 stark ausdünnen. Denn bis dahin plant man die Schließung von 6 der noch vorhandenen 27 mit Personal besetzten Filialen in Stadt und Landkreis Lüneburg. Und dieser hat immerhin eine Fläche von 1,3 Mio. km². In jeder Samt- und Einheitsgemeinde bliebe demnach laut einem Sparkassenvorstand nur eine Niederlassung erhalten.

Was den Standort der Filiale in unserem Ort anbelangt so heißt es, das auch diese Niederlassung

einer Prüfung unterzogen wird

Für mich ist das nichts anderes als eine Weich gespülte Formulierung, das die Schließung der Filiale so gut wie beschlossene Sache ist. Diese Wortwahl dient in meinen Augen einzig und allein dem Vorhaben, den Bürgern unseres Dorfes vorzugaukeln, die Zweigstelle hätte in ihrer jetzigen Form noch eine Chance zum überleben. In der Wirtschaft übersteht meines Erachtens selten ein Objekt die Prüfung zum Erhalt.

Was ich dabei nicht verstehe, sind zwei Dinge:

a.) Was hat der Sitz der Verwaltung einer Samt- oder Einheitsgemeinde mit dem Erhalt einer mit Personal besetzten Filiale einer Bank zu tun? Das impliziert doch, das dieser Ort gleichzeitig Lebensmittelpunkt bzw. zentrale Anlaufstelle der Bürger in der Samtgemeinde respektive Einheitsgemeinde ist.

Das trifft vielleicht in Orten zu, die weder Bäcker noch Supermarkt haben. Orte, wo kein Friseur, keine Autowerkstatt oder Schule vorhanden ist. Das aber, und noch viel mehr, ist in unserem Dorf existent. Im Gegenteil: Unser Ort verfügt über viele Läden und Handwerker-Firmen.

Melbeck, so heißt der Ort mit der Samtgemeindeverwaltung, ist nicht mal im Ansatz Lebensmittelpunkt bzw. zentrale Anlaufstelle der Bürger von Deutsch Evern. Einzig, wenn man seinen Ausweis verlängern lassen muss fährt man zur Verwaltung bzw. in den Nachbarort. Aber warum auch sonst, wenn man das, was es dort gibt auch in unserem Dorf bekommt?

b.) Wie kann man auf die Idee kommen, die Filiale des Einwohnerstärksten Ortes - mit immerhin nicht ganz 4000 Einwohnern - einer Samtgemeinde zu einer reinen Automaten-, einer sogenannten SB-Filiale zu degradieren? Auch wenn der Vorsprung an Einwohnern gegenüber Melbeck vielleicht nur rund 500 Bürger ausmacht. Ein (großer) Teil dieser 500 Menschen dürfte seine Bankgeschäfte über die hiesige Bank abwickeln und braucht somit auch einen Ansprechpartner, der ihn (persönlich) kennt.
Ganz abgesehen davon, das das Wachstum und somit der Zuzug z. B. aus Hamburg bzw. dessen engeren Speckgürtel immer noch anhält.

Ist es für Umzugswillige Großstädter wirklich noch von Reiz, in eine Ortschaft zu ziehen, wo es vielleicht zwei Supermärkte gibt, den angesprochenen Friseur, einen Schuster und eine Tankstelle mit Werkstatt, aber keine vernünftig ausgestattete Bank? Für jeden Furz, den man mit einem Sachbearbeiter besprechen muss, bräuchte man dann auf jeden Fall einen Extra-Termin. Und den wird man sich wenn überhaupt in der Hauptstelle der Sparkasse in Lüneburg holen - und nicht in der Melbecker Filiale.

Mal eben schnell zwischendurch einen Angestellten der Sparkasse ansprechen und das Anliegen wohl möglich nach 10 Minuten geklärt zu haben, das ist dann nicht mehr.

Ich glaube kaum, das Hamburger oder andere Großstädter in der Regel 6 KM weit fahren oder laufen müssen, um eine Bank-Filiale zu finden, wo ansprechbares Personal vor Ort ist. Ganz zu schweigen davon, das das Personal vor Ort seine 'Pappenheimer' in der Regel kennt und weiß was Sache ist.

Bleibt nur zu hoffen, das unser Gemeinderat jetzt endlich einmal wach und aktiv wird, und dieses Vorhaben der Sparkasse konsequent abwehrt. Denn mich hat es jetzt schon gestört, als mein Sachbearbeiter, mit dem ich Tage zuvor noch Versicherungen abgeschlossen habe, von einem Tag auf den anderen die Filiale gewechselt hat. Und das ohne irgendwelche Vorwarnung. Mit dem Begriff 'Vertrauensvoll' hat das meiner Ansicht nach nicht mehr viel zu tun.

Marcus
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