Diskussion um Spiel- und Anstoßzeiten im Fußball


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Schon seit der Wahl Katars zum Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 wird über die Sinnhaftigkeit diskutiert, in einem Wüstenstaat ein derartiges Event auszutragen. Schuld daran ist die Tatsache, das während des regulären Austragungszeitpunktes einer solchen WM - in den Monaten Juni und Juli -dort Temperaturen von 40°C und mehr herrschen.

Aber nicht nur bezüglich der WM wird hierzulande gerade über tropische Temperaturen und die Ansetzung von Spielen diskutiert. Momentan wird teilweise auch über die Anstoßzeiten in der zweiten Fußball-Bundesliga diskutiert. Schließlich werden für dieses Wochenende in großen Teilen Deutschlands Saunatemperaturen von um die 35 - 40°C für die Mittags- und Nachmittagszeit erwartet.

Da stellt sich dem normal denkenden Menschen doch die Frage, ob die DFL bislang noch nicht mitbekommen hat, das auch hierzulande vor allem der Monat Juli zum Hochsommer gehört, und das daher Temperaturen von über 30 °C eher Normalität als Ausnahme sind? Gerade in Zeiten des Klimawandels.

Anstoßzeiten der 2. Liga eine Fehlplanung

Warum muss man die Anstoßzeiten der zweiten Bundesliga dermaßen splitten, wie es z. B. an diesem Wochenende der Fall ist? Da die erste Bundesliga ja noch Spielfrei hat, wäre es doch nicht nur im Sinne der Spieler, sondern auch im Interesse der Zuschauer, die Spiele in die etwas kühleren Abendstunden zu verlegen. In Spanien ist das meines Wissens nach schon lange Gang und Gäbe. Selbst unser kleiner Nachbar Österreich lässt seine Profis nicht bei unmenschlichen Temperaturen über das Feld hetzen. Dort muss kein Zuschauer Gefahr laufen, sich einen Sonnenstich einzufangen.

Das man bei einigen Partien plant, die Zuschauer während des Spiels mit Wasserschläuchen abzuspritzen kann so ein Verhalten nicht erklären. Jeder einigermaßen kluge Mensch weiß, das man den Körper nicht plötzlich abkühlen soll, sondern langsam. Was passiert, wenn aufgeheizte Körper plötzlich mehr oder minder stark abgekühlt werden, konnte man die letzten Wochen leider allzu oft in den Medien sehen, hören und nachlesen.

Warum also nimmt man hierzulande Kreislaufkollapse und evtl. sogar Herzinfarkte der zahlenden Fans grob fahrlässig - um nicht zu sagen vorsätzlich - in Kauf?

Nur weil ein Bezahlsender das gerne so haben möchte? Wenn das der Fall ist, dann sehe ich - trotz dessen das ich Abonnent des Senders bin - bei sky eine Mitschuld an möglichen Hitzeverletzten oder gar -toten.

Der Hochsommer kommt schließlich genau so wenig urplötzlich wie es beim Weihnachtsfest der Fall ist.

Marcus
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2 Kommentare

  1. Oh Marcus du hast so recht, meine Löwen spielen am Sonntag um 13.30 und in Bayern sind flächendeckend 34 Grad gemeldet. Die armen Spieler, ich bin da wahrscheinlich auch lieber am See, als vor dem Fernseher! LG Veronika.

    • Hallo Veronika!

      Beim Fernsehzuschauer sehe ich das Problem mit der Hitze nicht so wirklich. Ich halte es in diesem Fall hingegen schon für irrelevant.

      Zum einen besteht für denjenigen, der sich das Spiel / die Spiele zu Hause angucken möchte, ja die Möglichkeit, sich einen Ventilator einzuschalten, die Füsse in kaltes Wasser zu stellen oder oder oder.

      Selbst wenn man an den See oder ins Schwimmbad geht, braucht man ja heute schon nicht auf die Übertragung zu verzichten. Mit skyGo kann man sich alle Spiele live anschauen. Voraussetzung natürlich / allerdings, man hat entsprechende Hardware von Apple in seinem Besitz.

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