Saison-Rückblick auf das letzte Tabellendrittel

Die Plätze 13 bis 18 im Saison-Resümee


Der Artikel besteht aus 971 Wörtern. Geschätzte Lesezeit: 03:53 Minuten

Dieser Teil meines Saison-Rückblicks befasst sich mit den Plätzen 13 bis 18. Die Vereine in diesem Drittel der Tabelle haben es im Endspurt der Saison noch einmal richtig spannend gemacht. Vor allem natürlich die Hoffenheimer, die Düsseldorfer und die Augsburger. Aber auch wenn sich die TSG in die Verlängerung gerettet hat, so ist die Relegation noch lange nicht in trockenen Tüchern.

FSV Mainz 05

Mit einer Saison-Bilanz von 10 Siegen, 12 Unentschieden und 12 Niederlagen könnte man die Saison der Rheinländer durchaus als ausgewogen betrachten. Aber wer Thomas Tuchel am Bildschirm, im Stadion oder bei den Pressekonferenzen erlebt, der dürfte ahnen, das ihm diese Bilanz nicht wirklich schmecken dürfte.

Zwar ist die Bilanz dieser Saison besser als die der vorherigen, zumal man 3 Punkte mehr auf dem Konto hat. Aber der Tabellenplatz ist der gleiche wie in der Spielzeit 2011 / 12. Es ist also nicht wirklich eine spürbare Steigerung zur letztjährigen Spielzeit zu verzeichnen. Wobei man allerdings zur Kenntnis nehmen muss, das die Abgänge in der letzten Saison nur sehr schwer zu kompensieren gewesen sein dürften. Aber ob Tuchel das als Argument für den diesjährigen Tabellenplatz akzeptiert dürfte zumindest ein wenig fraglich sein. Dafür ist er eigentlich viel zu ambitioniert, um solche 'Ausreden' gelten zu lassen. Schließlich kennt er die Situation des Klubs viel zu gut und weiß das es nicht das erste Mal ist, das der Verein seinen Kader ordentlich durcheinander wirbeln musste.

SV Werder Bremen

Der Verein von der Weser. Tja, was soll einem zu dieser Saison noch einfallen, das einem nicht auch schon zu den vorherigen Spielzeiten eingefallen ist? 8 Siege, 10 Unentschieden und erst recht 16 Niederlagen sind diesem Klub alles andere als würdig. Man kann wirklich nur resümieren, das die Werderaner Glück gehabt haben, noch 4 schlechtere Klubs in der Liga zu haben. Ansonsten wäre die Saison wohl im absoluten Fiasko geendet.

Sprich man hätte sich wohl mit einem Abstieg befassen müssen. Denn nicht selten in der Vergangenheit mussten Vereine mit eben diesem Punktekonto in die Niederungen der 2. Liga abtauchen. Was das für den Verein bedeutet hätte, wage ich mir nicht auszumalen. Ich fürchte, man wäre dann vor allem aus finanziellen Gründen erst einmal auf längere Sicht nicht mehr Teil des Fussball-Oberhauses.

Der Weggang von Klaus Allofs und der Rückzug von Thomas Schaaf können eine Chance auf einen Neubeginn sein. Dafür muss man es aber schaffen, Schaaf adäquat zu ersetzen. Das gelingt aber aus meiner Sicht nur, wenn ein externer Übungsleiter als dessen Nachfolger verpflichtet wird. Der Verein braucht sozusagen Frischfleisch, um nicht in seinem eigenen Sud irgendwann vollends unterzugehen.

FC Augsburg

Einer der Vereine, der von vielen zu Beginn der Saison sicher zu den Top-Kandidaten für einen Abstieg gehandelt worden ist.

8 Siegen stehen 9 Unentschieden und 17 Niederlagen entgegen. Fasst man Unentschieden positiv auf, so hat man also eine Ausgeglichene Saison-Bilanz vorzuweisen. Das es einem Aufsteiger in der zweiten Saison nach einem Aufstieg schwerer fällt, sich in der Liga zu behaupten, zeigt diese Statistik, ist man doch glatte 5 Punkte schlechter als in der vorherigen Spielzeit. Damals hat man allerdings auch 3 Spiele mehr Unentschieden gespielt und die selbe Anzahl weniger verloren.

Zu leiden hatte der Verein sicherlich auch daran, das man wie viele andere Klubs der Größe auch den Kader ordentlich durchschütteln musste. 14 Spieler gingen und kamen, und diese vielen Neuzugänge müssen erst einmal integriert werden. Dafür ist ein Platz im letzten Drittel der Tabelle eigentlich schon recht ordentlich.

Man kann den Schwaben eigentlich nur wünschen, das sie es auch in der kommenden Spielzeit schaffen, die Liga zu halten. Dafür ist der Klub als solches in de Außendarstellung einfach zu sympathisch.

TSG 1899 Hoffenheim

Was die Kraichgauer in der zweiten Hälfte der Rückrunde und vor alem am letzten Spieltag geleistet haben, grenzt eigentlich an ein Wunder. Das man den Tabellenzweiten und Vizemeister schlägt, darauf hätten sicher nur die kühnsten Optimisten eine Wette abgeschlossen.

8 Siege, 7 Unentschieden, 19 Niederlagen und die daraus resultierenden 31 Punkte sind eigentlich die Bilanz eines direkten Absteigers - nur in der Saison 2008 / 09 durfte sich mit Borussia Mönchengladbach ein Klub mit dieser Punktzahl über den direkten Klassenerhalt freuen. Und darauf, das der Abstieg in der Relegation doch noch besiegelt wird, hoffen ja auch noch viele die den Retortenklub aus Sinsheim das Verlieren der Relegation absolut wünschen. Und in der Tat: Die Roten Teufel vom Betzenberg sind kein Klub, den man im vorübergehen mal eben besiegt.

Für Traditionalisten gehört natürlich der FCK ins Oberhaus des Deutschen Fussballs. Zumal man dort sicher auch mehr Stimmung hat als im Kraichgau. Aber auch wenn es vielen nicht gefällt, so hat auch Hoffenheim ein Recht darauf, auch in der nächsten Saison in der Bundesliga zu spielen - sofern man beide Relegationsspiele entsprechend spielt.

Fortuna Düsseldorf

Mir fällt zum direkten Abstieg der Rheinländer wirklich nicht viel ein. Außer das was ich Anfangs auch zu den Hoffenheimern schrieb: Die Saisonstatistik ist auch wirklich die eines direkten Absteigers. 7 Siege, 9 Unentschieden, 18 Niederlagen und somit 30 Punkte haben in den letzten 10 Jahren nie zum direkten Klassenverbleib gereicht.

Wer von 18 Spielen in der Rückrunde nur 2 gewinnt und 3 Mal Unentschieden spielt gehört meiner Ansicht nach auch nicht wirklich in die Beletage des hiesigen Fussballs. Zudem ist mir mit Norbert Meier der Trainer nicht wirklich sympathisch. Aber das nur mal ganz nebenbei.

Greuther Fürth

Außer die Saison-Statistik zu erwähnen, die mit 4 Siegen, 9 Unentschieden und 21 Niederlagen eben für einen Tabellenletzten - und somit direkten Absteiger - entsprechend ausfällt, bleibt für mich nur zu sagen, das nur Euphorie kein Spiel gewinnt.

Teil 1 dieser Serie befasst sich mit den Plätzen 1 bis 6, Teil 2 kümmert sich um das Tabellen-Mittelfeld.

Marcus
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