Die Sportdirektor-Suche des HSV

Nur nicht Felix Magath als Arnesen-Nachfolger


Der Artikel besteht aus 622 Wörtern. Geschätzte Lesezeit: 02:29 Minuten

Die Ära Frank Arnesen beim Hamburger SV ist seit gestern beendet. Der Däne hat in seinen 2 Jahren als Sportdirektor keine glückliche Hand gehabt.

Der mit großen Vorschusslorbeeren vom FC Chelsea nach Hamburg gekommene Däne hat allerdings auch selbst viel dazu beigetragen, das man in Hamburg nicht wirklich mit ihm warm wurde. Als erstes ist in diesem Zusammenhang natürlich der Umstand zu nennen, das er viele Spieler seines Ex-Klubs an die Elbe holte. Leider aber nicht diejenigen, die auch an der Stamford Bridge in der ersten Elf spielten, sondern Reserve-Kicker und Spieler aus der 2. Mannschaft.

Man unkte an der Elbe quasi schon, der HSV sei nun eine Filiale des Premier League-Klubs.

Aber auch in der 2. Saison unter seiner Verantwortung konnte er keine wirklichen Akzente setzen. Zu lange kämpfte man in der Imtech-Arena mehr oder minder wieder gegen den Abstieg als um Europa. So ist die Entlassung des Dänen, der alles in allem sehr blass blieb, nur eine logische Konsequenz. Und auch an der hat er tatkräftig mitgeholfen, indem er dem 2. Torhüter der Hanseaten, Jaroslav Drobny, einen in den Augen der Verantwortlichen zu hoch dotierten Vertrag geben wollte. Inklusive der Zusage, nach der aktiven Laufbahn Trainer einer Nachwuchs-Mannschaft zu werden.

Nun ist man an der Elbe natürlich auf der Suche nach einem Nachfolger. Gehandelt werden als Kandidaten unter anderem Felix Magath und Jörg Schmadtke. Wobei dessen Verpflichtung wohl nur noch eine Frage der Zeit ist, wie die Münchener Abendzeitung schreibt.

Eine Verpflichtung Schmadtkes würde in der Tat auch wesentlich mehr Sinn machen, als die eines Felix Magath. Ich habe schon vor einem dreiviertel Jahr davon geschrieben, das die Zeiten eines Felix Magath in der Bundesliga vorbei sind.

Schmadtke die bessere Lösung

Anders als zum Beispiel Jupp Heynckes hat es Magath in meinen Augen versäumt, sich den geänderten Gegebenheiten anzupassen. Magath mag es anscheinend lieber, wenn er im sportlichen Bereich das alleinige sagen hat. Was ja seine Stationen bei Schalke 04 und zuletzt beim Klub aus der Volkswagen-Stadt gezeigt haben.

Felix Magath's Erfolge als Sportdirektor halten sich im Gegensatz zu denen als Trainer in Grenzen. Er hat immer großzügig eingekauft, aber damit selten Erfolg gehabt. Jedenfalls, wenn man mit Erfolg Titel oder die obersten Tabellenränge meint. Ausnahme natürlich beim VfL Wolfsburg, mit dem er Deutscher Meister wurde. Auch wenn er selbst es wohl anders sieht, liegt Magath's Augenmerk eher auf dem Schnellen Erfolg als auf eine langfristig ausgelegte Entwicklung einer Mannschaft. Zumindest drängt sich der Eindruck auf, wenn man an Schalke 04 und den VfL Wolfsburg unter Magath'scher Leitung denkt.

Aber die langfristige Entwicklung ist das, was der Hamburger SV jetzt braucht! Zumal der schnelle Erfolg Geld kosten würde, das der HSV nicht hat - im Gegenteil.

Das spielt dem Kandidaten Schmadtke in die Karten. Der Ex-Sportdirektor von Hannover 96 ist es gewohnt, mit schmalem bzw. kleinem Budget eine Mannschaft aufbauen zu müssen, die sich auf Sicht in der oberen Tabellenhälfte festsetzen kann. Das hat er mit dem ehemaligen Fahrstuhl-Klub von der Leine bewiesen. Zudem sind Thorsten Fink und Jörg Schmadtke in etwa eine Altersgruppe, was eine funktionierende Kommunikation durchaus garantieren sollte. Beide trennen nur 4 Jahre. Wohingegen der Altersunterschied zwischen Magath und Fink 14 Jahre betragen würde.

Der HSV täte gut daran, trotz seiner Vergangenheit als Spieler und Trainer an der Elbe, auf Magath als Sportdirektor zu verzichten. Auch wenn er von seinem elitären Auftreten her natürlich gut zu einer Stadt wie Hamburg passen würde. Jörg Schmadtke allerdings hat in Hannover bewiesen, das er in Zusammenarbeit mit dem Teamchef auf Sicht eine Elf aufbauen kann, die sich für Europa qualifizieren kann und dann auch wettbewerbsfähig ist.

Marcus
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