Prominente Tote 2012

Wen ich sehr vermissen werde


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In den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester haben Rückblicke Hochkonjunktur. Hierzu zählen nicht nur die persönlichen Ansichten über das zurückliegende Jahr, sondern man erinnert sich auch noch einmal an all jene, die uns 2012 verlassen haben. Auch - und zumindest ich in diesem Artikel - an die sogenannten Promis, Stars und Sternchen.

Würde mich jemand fragen, wen der 2012 verstorbenen Bekannten Personen aus Fernsehen, Film und Musik ich (besonders) vermissen werde, kommt an aller erster Stelle und mit weitem Abstand Lucius Reichling. Der Lead-Sänger von Truck Stop starb im August mit gerade einmal 65 Jahren an einem nicht bzw. viel zu spät entdeckten Krebsleiden und einer Lungenentzündung.

Ich bin mit den Liedern der Gruppe, die es zwar weiterhin geben wird, die aber nicht mehr die sein wird die sie mit Lucius war, aufgewachsen.  Ich mag mich zwar durchaus als Fan bezeichnen, da ich mir viele Jahre jede Veröffentlichung von ihnen zugelegt habe. Zuerst waren das noch die längst vergessenen Kassetten, dann die CD's. Aber ein Konzert von ihnen habe ich leider nie besucht. Ihre Lieder mochte ich und mag sie heute noch. Denn  z. B. die Titel-Melodie vom Großstadtrevier oder 'Ich möcht so gern Dave Dudley hör'n' handeln mehr oder minder vom realen Leben und das mag ich lieber als irgendwelche Herz-Schmerz-Dudelei. Und das immer ohne viel Kitsch und Klischee aber immer mit einem Augenzwinkern.

Als nächstes ist in der Reihenfolge sicherlich Whitney Houston zu nennen. Das ihre tolle Stimme viel zu früh zum Schweigen kam, ist immer noch schwer zu begreifen. Aber sie ist wohl mit ein Paradebeispiel dafür, wie es vor allem für erfolgreiche Frauen läuft, die mit ihrem Erfolg wohl mehr oder minder fehlendes Selbstvertrauen überspielen möchten und sich daher schwer oder gar nicht gegen Menschen wehren können, die sie absehbar kaputt machen. Man kann eigentlich nur hoffen, das man in L. A. und anderswo nach den Desastern um Amy Winehouse und nun Whitney Houston langsam begreift, das diese 'Goldesel' auch nur Menschen sind die nicht nur ausgenommen werden können, sondern die auch der Unterstützung und Hilfe in schwierigen Lebensphasen bedürfen.

Der nächste in der Reihenfolge ist Dirk Back. Ich war und bin zwar nicht das was man einen unbedingten Fan nennen kann - 'Hilfe ich bin ein Star - holt mich hier raus' habe ich mir z. B. nie angesehen -, aber ich mochte ihn trotzdem. Er war keiner, bei dessen erscheinen auf der Mattscheibe mich der unbedingte Zwang zum Umschalten ereilte. Zumal er doch zu einigen wenigen geouteten prominenten Schwulen der Republik zählt, die es in Deutschland geschafft haben, sich über längere Zeit oben etablieren zu können.

Am meisten geschockt hat mich aber der Freitod von Silvia Seidel. Das 'Anna' in den letzten Jahren kaum im TV präsent war, ist mir zwar nicht wirklich aufgefallen, aber das es ihr wohl dermaßen schlecht ging das sie keinen anderen Ausweg mehr sah als sich selbst umzubringen hat mich vom Stuhl gehauen. Wobei hier wohl noch stark mit hineinspielt, das ihre Mutter (ebenfalls) depressiv gewesen sein soll und Suizid begangen hat. Aber letztlich teilt sie damit 'auch nur' das Los vieler anderer Filmsternchen, die als Kind eine sich beim Publikum einbrennende Rolle gespielt haben und die sich aus diesem Klischee-Gefängnis später nicht mehr befreien konnten.

Gerne gesehen habe ich auch Ernest Borgnine sowie Andy Griffith. Ersteren vor allem in 'Der Supercop' als Sergeant Willy Dunlop an der Seite von Terence Hill. Andy Griffith wurde hierzulande ja vor allem als Anwalt Ben Matlock bekannt.

Alle gestorbenen Prominente kann man hier natürlich nicht aufzählen. Aber einige weitere möchte ich dann doch noch kurz ins Gedächtnis rufen:

- Donna Summer ('I feel Love')

- Robin Gibb (Bee Gees)

- Heinz Eckner (u. a. Am laufenden Band)

- Kurt Felix (Verstehen Sie Spaß)

- Hazy Osterwald ('Kriminaltango', 'Geh'n Sie mit der Konjunktur')

und nicht zuletzt:

- Edgar Bessen (Ohnsorg-Theater, 'Schwarz Rot Gold')

Mögen Sie alle ihren Frieden gefunden haben und wir sie so schnell nicht vergessen

Marcus
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2 Kommentare

  1. Eigentlich Schade, wenn man so zurückblickt. Allerdings sollte man auch das Gute in 2012 sehen. Die Welt ist doch nicht untergegangen 😉

    Also ein erfolgreiches Jahr 2013 wünsch ich dir!
    Lisa

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