Wenn die Profitgier über gesunden Menschenverstand steht


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Wer so mit familiären Schicksalen umgeht, ist nicht gemeinwohlorientiert und bedarf auch keiner Förderung aus dem allgemeinen Steueretat

Quelle: NDR.de

So wird der Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg, Gunter Bonz, zitiert!

Grund für diese Aussage ist die Tatsache, das Umweltverbände wie der NABU, der WWF und der BUND mit einer Einstweiligen Verfügung vor Gericht Erfolg hatten. Damit ist es den Hamburgern bis auf weiteres untersagt, die Elbe weiter auszubaggern um noch größeren Containerschiffen die Möglichkeit zu gewähren, den Hamburger Hafen problemlos anlaufen zu können!

Statt die Umweltverbände mit staatlichen Zuschüssen auszustatten, sollte man den Giganten unter den Container-Frachtern lieber Rabatte bei den Hafengebühren zukommen lassen!

Aber ansonsten gehts noch, oder?

Als ich diese Meldung heute morgen in den Nachrichten im Radio gehört habe, habe ich mich gefragt, ob der Mann noch alle Nadeln an der Tanne hat!

Profitstreben ist schön und gut! Erfolgreich sein zu wollen ist schließlich der Hauptgrund für die Existenz eines Unternehmens - oder sollte es zumindest sein! ABER: Hier ist dieses Profitstreben wohl einem Herrn dermaßen zu Kopfe gestiegen, das sie ihm den Blick auf die Realität völligst vernebelt zu haben scheint!!

Natürlich hängen am Hamburger Hafen viele Schicksale, vor allem finanzieller Natur! Aber zum einen bieten nicht die Schiffe und ihre Güter uns die Basis für unser Leben und unsere Existenz, sondern der Stern namens Erde! Und zum zweiten ist es fast schon unverschämt schäbig, diejenigen, um deren (finanzielles) Wohl man angeblich besorgt ist, gegen die auszuspielen die zumindest versuchen dafür zu arbeiten und zu kämpfen, das die nächste Generation nicht die letzte auf diesem Planeten ist!

Die Elbe wird seit Jahren eigentlich unentwegt ausgebaggert. Hat man die eine Tiefe erreicht, ist schon (längst) die nächste Generation noch größerer Container-Frachter auf den Weltmeeren unterwegs. Und schon verlangt die maritime Wirtschaft vom Hamburger Senat, die Elbe auch diesen Ungetümen anzupassen!

Irgendwo und Irgendwann muss damit aber Schluß sein! Und auch wenn ich nicht mit allem überein- und nicht allem zustimmen kann, was die Umweltverbände so an Sachen machen und für Dinge von sich geben, so stehe ich hier doch auf deren Seite! Für mich hat sich dieser Mann selbst disqualifiziert, weil er für seinen eigenen Geldbeutel die Prioritäten vertauscht!

Der Mann scheint es (noch) nicht kapiert zu haben: Man muss mit der Natur arbeiten. Ständig gegen sie anzuarbeiten wird sich irgendwann rächen! Er sollte, anstatt gegen jene zu kämpfen und sie schlecht zu machen, die sich für eine lebenswerte Umwelt unserer Nachfahren einsetzen, sich lieber mal mit diesen Verbänden zusammensetzen und klären wie man den Hafen zukunftssicher aufstellen kann, ohne gleichzeitig der Natur dabei nicht noch mehr ins Handwerk zu pfuschen!

Wobei mir gerade kommt: Diese Aussage just zu dem Zeitpunkt zu treffen, wo auf der anderen Seite der Nordhalbkugel wieder einmal Millionen von Menschen von eben einer solchen 'Rache' der Natur heimgesucht wurden und werden ist schon irgendwo abartig. Man könnte es auch pietätslos nennen, oder?

Der Mann sollte, sofern ihm noch ein Rest von Verstand zur Verfügung steht, mal in einer ruhigen Minute überlegen, wem er seine Existenz zu verdanken hat respektive die seiner Gattung / Art. Und als zweites mal, ob die Profitgier es wirklich wert ist, das mit aller Macht und auf Biegen und Brechen zu zerstören!

Marcus
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2 Kommentare

  1. Es gibt immer verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Interessen. Was noch viel schlimmer ist, als die Sache mit der Elbe sind die Gasvorkommen, die in der Tiefe angebohrt werden. Dabei werden ganze Erdteile verseucht, denn mit dem Bohrverfahren kommt auch eine toxische Flüssigkeit zur Anwendung….

  2. Es ist schon seltsam – so viele Nachrichten über Dinge, die einfach nicht gesund sein können, alle sind kurz schockiert darüber, bis die nächste Nachricht kommt… aber irgendwie ändert sich nicht wirklich viel. Immer mehr Waren werden produziert, die letztendlich wieder auf dem Müll landen, giftige Substanzen kommen in Spielzeug, Essen und in den allgemeinen Naturkreislauf. Alles ist auf Kommerz aus, es dreht sich vieles viel zu sehr um Geld – wir werden sehen, wie lang das noch gut gehen wird.

    Warum mir da auf einmal der Film „Krieg der Welten“ in den Sinn kommt?! Vielleicht sieht es auch bei uns bald so aus…

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