Arbeitsbedingungen bei DHL Top-Thema für Besucher


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Die Statistik beweist, das die Suchbegriffe DHL, Fahrer und Arbeitsbedingungen am häufigsten auf diesen Blog führen
Suchbegriffskombinationen rund um DHL, Fahrer und Arbeitsbedingungen bilden die täglichen Top-Suchbegriffe auf diesem Blog

Als ich vor knapp 8 Monaten über eine DHL-Fahrer-Doku im NDR schrieb, ahnte ich nicht, das sich dieser Artikel zum meistgelesenen auf diesem Blog entwickeln würde!

Mehr als 2200 mal wurde er laut Blogstatistik seitdem gelesen!

Und jeden Tag - ohne Unterbrechung - sind die entsprechenden Suchbegriffe in ihren verschiedensten Ausführungen die Top-Begriffe, die Leser auf diesen Blog und den Artikel führen!

Ich frage mich schon seit einiger Zeit, woran das liegen kann!

Kann es sein, das viele Menschen glauben, das das ein schöner Beruf wäre, den sie selbst vielleicht gerne mal ausüben würden weil sie vielleicht selbst gerade Arbeitslos sind oder sich nach einem neuen Job umsehen? Könnte es für manche eine Art Traumberuf sein, Paketfahrer zu sein?

Ganz glauben kann ich das nicht!

Nicht nur, weil ich aus eigener Anschauung aus der Vergangenheit und der Gegenwart weiß, wie so ein Job auf der Straße ausschaut! Schon der normale Menschenverstand sollte es einem sagen, das der Job ein Knochenharter sein müsste und es auch ist. Schließlich muss man zig Kartons durch die Gegend schleppen, die jeder bis zu 31,5 KG wiegen dürfen.

Wer selbst Auto fährt kennt das Bild - und die eigenen Gefühle, wenn so ein Paketwagen schon wieder die Straße blockiert. Man regt sich vielleicht nicht nur nach innen hinein auf sondern auch nach aussen. Und wer möchte da schon gerne auf der anderen Seite stehen und diesen Frust abbekommen? Die wenigsten, wie ich denke!

Einige werden sicher auch aus Erfahrung wissen, das der Paketbote - egal dabei von welchem Unternehmen er ist - manchmal auch erst um 16, 17 oder 18 h auf der Matte steht. Wenn nicht sogar noch später! Man kennt also indirekt auch die Arbeitszeiten, die diese Leute abreissen müssen - nicht dürfen!!!!

Neulich waren ich und mein Kollege gegen 18.30 h in Hamburgs Westen unterwegs. Da fuhr noch immer ein DHL-Wagen durch die Straßen. Und das Depot der DHL liegt im Osten der Stadt. Nach Hause kam der gute Mann / die Frau also wohl erst sehr, sehr spät!

Das kann es also nicht sein! Was dann?

Ist das die soziale Ader eines Menschen, der sich für die Arbeitsbedingungen dieser armen Leute interessiert? Das ist für mich schon vorstellbarer als das Interesse an einem Job bei der DHL! Allerdings wohl eher in Verbindung mit der Frage, ob sich diese seit der Doku - oder überhaupt - verbessert haben oder nicht!

Und das ist - wie eben erwähnt - wohl nicht der Fall. Eher dürften sie sich verschlimmert haben. Das dies der Fall ist, hatte ich ja schon im verlinkten Artikel erwähnt. Die Rechte der bei Sub-Unternehmen der DHL angestellten Fahrer haben sich vielleicht nicht direkt verschlechtert. Aber indirekt schon. Schließlich können sie ihre geleisteten Arbeitsstunden nicht mehr offiziell nachweisen, da diese (von ihnen) gar nicht mehr dokumentiert werden (können). Die entsprechenden Formulare wurden - wie im Artikel nachzulesen ist - einkassiert!

Doch wenn die Fahrer selbst nichts tun können - und dürfen (weil sie sonst ihren Job los sind), was könn(t)en dann wir Verbraucher tun, um die Arbeitsbedingungen der Fahrer (wieder) zu verbessern? Mir fällt da nicht wirklich eine praktikable Lösung ein. Denn die Gier, bestellte Ware innerhalb von 24 Stunden unbedingt in Händen halten zu müssen, lässt sich kaum wieder bändigen und auf einen 2 oder gar 3-Tage-Zeitraum vergrößern!

Mehr Porto werden die meisten aber auch nicht bezahlen wollen, da heute schon viele über die Höhe dieser Gebühren stöhnen. Das aber wäre der einzige - für mich vorstellbare - Hebel, an dem man ansetzen könnte. So sich evtl. steigende Portokosten denn auch im Gehalt der Fahrer - nicht nur bei DHL - bemerkbar machen. Aber da würden wohl eher die Unternehmen und Unternehmer wieder den Rahm abschöpfen!

Man hätte allerdings noch seitens der Politik einen Hebel zur Verfügung. In dem man nämlich Zeitarbeitsfirmen, und dieser Branche gehören die entsprechenden Unternehmen - deren Fahrern es finanziell so schlecht geht, ja  an, gesetzlich vorschreiben würde, das sie Personal nur noch vermitteln dürfen, wenn dieses mindestens 85 - 90 % des Gehaltes der Stam-Belegschaft erhält.

Nur dazu ist die Lobby der Zeitarbeitsfirmen wiederum zu stark und zu gut in der Politik vernetzt, als das sie das durchgehen lassen würde! Ganz zu schweigen von der FDP, die in Zeiten des Wahlkampfes ja meint zu allem eine Kontra-Position einnehmen zu müssen. In dem Glauben, damit nach der Landtagswahl in Niedersachsen und vor allem nach der Bundestagswahl noch genauso 'stark' im jeweiligen Parlament vertreten zu sein, wie sie es momentan noch ist!

Die Rechnung dürfte aber eine Milchmädchenrechnung darstellen. Sie wird wieder in den Reichstag einziehen, das ist wohl sicher. Aber von 14 % wird Röslers Partei 2013 nur noch träumen können. Genauso wie von den 8 % in Niedersachsen!

Aber das ist ein anderes Thema!

Marcus
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2 Kommentare

  1. Also ich interessiere mich für die Arbeitsbedingungen der Paketfahrer. Frage Regelmäßig wie es mit den Arbeitszeiten aussieht und ob auch sonst alles passt. In meiner Region sind sie, bis auf wenige Stoßzeiten zufrieden.
    Wenn in meiner Straße ein Paketfahrer hilfe braucht dann klingelt er auch immer bei mir. Hab schon oft geholfen ein schweres Paket aus dem Auto zu bekommen. Andere Leute kommen im Leben nie auf die Idee einem zu helfen.
    Auch scheint es aus der Mode gekommen zu sein, dem Paket/Briefboten, den Mitarbeiter der Müllabfuhr und anderen Dienstleistern ein kleines Dankeschön zukommen zu lassen. Früher hat man den Leuten ein „paar Mark“ zu Weihnachten oder Ostern zugesteckt. Und auch ich hab als Zeitungsjunge an Weihnachten von vielen was bekommen. Wenn ich meinen Postboten Frage, was er so bekommt dann bekomm ich als Antwort, das die meisten nichtmal ein Dankeschön über haben.
    Wenn ein Großteil der Bevölkerung die Dienstleister egal sind, warum sollte es den Unternehmer kümmern, wie ihre Arbeitnehmer dastehen. Es sollte vielleicht auch mal ein allgemeines Umdenken stattfinden!

    • Hallo!

      Es stimmt durchaus, das nicht jeder dem Paket- oder Postboten, den Müllmännern oder Zeitungsausträgern zu Weihnachten oder Ostern Trinkgeld gibt – wie immer das auch aussieht!

      Aber: Das kann verschiedenen Gründe haben!

      1.) All das sind Dienstleistungsberufe! Heißt also, ich leiste für jemand anderen einen Dienst! Und viele sind der Meinung, das die Leute von ihren Firmen eh schon (sehr / zu) gut bezahlt werden, als das sie noch ein Trinkgeld bräuchten. Andererseits arbeiten heutzutage immer mehr Leute bei Zeitarbeitsfimen oder als 400-Euro-Kraft! Da kann man nicht noch Trinkgelder springen lassen!

      2.) Es kommt auch immer darauf an, wie man in den Wald reinruft. Nicht jeder Postbote, Paketfahrer oder Müllmann bekommt den Mund auf um z. B. zu grüßen. Was soll man so jemanden, auch wenn der ansonsten vielleicht ganz anders ist, noch Trinkgeld geben?

      Und das, wie Du anscheinend ja, nicht jeder beim Pakete tragen mit anfässt, wird auch seine Gründe haben! Wer ist denn in Normalfall vormittags und oder um die Mittagszeit zu Hause? Frauen in der Regel! Und die müssen nicht unbedingt noch 30 KG-Pakete (mit)schleppen. Zumal weil zumindest Paketdienstfahrer normalerweise eine Sackkarre dabei haben!

      Andererseits können aber auch die Beweggründe der Leute, die Hilfe anbieten, andere sein als wie sie das nach aussen hin zu sein scheinen. Manch einer bietet seine Hilfe auch nur an, weil er vielleicht mal das Gefühl haben möchte / will gebraucht zu werden! Und warum soll ein Paketbote diese Hilfe nicht annehmen?

      PS: Die Webseiten-Url habe ich entfernt, da ich nicht auf eine Seite ohne gültiges Impressum verlinke!

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