Hund tötet Schwan


Der Artikel besteht aus 487 Wörtern. Geschätzte Lesezeit: 01:56 Minuten

Vorletzte Woche ist hier in Lüneburg an der Ilmenau eine durchaus tragische Geschichte passiert!

Ein Mann ging mit seinen Hunden - es sollen wohl eine Handvoll oder gar mehr gewesen sein - am Ufer der durch die Stadt fließenden Ilmenau entlang! Dabei sprang einer der Hunde in den Fluß und griff einen Schwan an! Eine sich in der Nähe aufhaltende Frau eilte ins Wasser, um den Schwan zu retten.

Doch der war so schwer verletzt, das er in ihren Armen starb!

Die ganze Geschichte erhitzt(e) die Gemüter in Stadt und Land. Nicht nur wegen der Tatsache an sich, das der Hund überhaupt ins Wasser gelangen konnte, sondern auch jene das der Hundehalter seinen Weg unbeirrt fortsetzte!

Ein Leser unserer hiesigen Tageszeitung, der angeblich seit 7 Jahren Hundehalter ist, fordert in einem entsprechenden Leserbrief aufgrund seiner 'Erfahrung' mit Hunden und deren Haltern allen Ernstes ein Bundesgesetz, in welchem steht, das Hunde draußen 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr angeleint sein müssten. Ausnahmen sollten nur noch auf umzäunten Hundeplätzen und in Hundeschulen möglich sein!

Zugegeben: Sowohl als Tierfreund, wie auch als jemand der seit 20 Jahren Hunde hat, sage ich das es zu verurteilen ist wenn ein Tier sterben muss, weil ein Hundehalter seine Hunde nicht im Griff hat, oder wegen falsch verstandener Liebe zu seinen Tieren soetwas nicht verhindert!

Andererseits finde ich aber auch, das man die ganze Geschichte etwas relativieren muss oder sollte! Denn das ein Tier ein anderes jagd und dabei tötet ist ja nicht unüblich. Auch wenn ein Schwan nicht unbedingt zum Beuteschema eines Hundes gehört!

Die Forderung des Leserbriefschreibers halte ich aber erstens für populistisch - das würde einem Politiker zur Ehre gereichen!

Zweitens bin ich der Meinung, das wer soetwas als Hundehalter fordert - und das dann noch mit seiner siebenjährigen 'Erfahrung' begründet, sich fragen lassen muss, weshalb er einen Hund hat. Für mich ist das nicht um des Tieres Willen, sondern eher um einen Status zu offerieren!

Wer als Tierbesitzer fordert, das (s)ein Hund draußen 24 Stunden am Tag und das 365 Tage im Jahr an der Leine zu halten ist, sollte sich mal fragen, wie er es selbst finden würde, wenn er nur mit Fussfesseln raus dürfte oder gar unter Hausarrest gestellt würde.

Mit so einer Forderung forciert man in meinen Augen nur, das es noch mehr Verhaltensgestörte Hunde gibt, weil die dann völlig dem Willen ihres Halters unterliegen würden. Das würde zwangsläufig dazu führen, das er seinen Trieben dann überhaupt nicht mehr folgen könnte. Dazu gehört nicht nur das Jagen, sondern auch die 'Nachrichten' von anderen Hunden zu 'lesen' und andere Dinge.

Zum anderen gehört das Freilaufen zur Wesensart des Wolfes und somit zu der des Hundes!

Seid ihr auch Hundehalter, und wenn ja, was denkt ihr über eine solche Forderung?

Marcus
Über Marcus 707 Artikel
Ich freue mich über Deinen Besuch auf meinem Blog! Wenn Dir der Artikel gefallen hat, teile ihn doch mit anderen und hinterlasse Deine Meinung. Mehr über mich gibt es hier zu lesen

3 Kommentare

  1. Ich habe auch einen Hund und wenn ich die Aussage von diesem angeblichen Hundehalter höre kommt es mir hoch. Die immer mehr zum zwang werdende Leinenpflicht ist doch unter anderem Schuld daran, dass Hundebesitzer ihre Tiere nicht mehr ordentlich Trainieren.
    Ein Hund brauch, auf offen Feld, seinen auslauf. Wie du schon geschrieben hast, muss ein Hund schnüffeln, mit andern toben und sich auspowern können. Das kann er nicht an der Leine.
    Mein Hund ist letztens einer Katze nach. Die Jagt war mit dem Befehl „Hier“ sofort erledigt, er drehte um und kam zu mir und wartete bis ich den Befehl wieder auflöste.
    Wie soll das denn einen „Leinenhund“ lernen? Dazu muss er an eine Schleppleine und die hat man zu solch einem Trainig später dann nicht mehr in der Hand.
    Ich bin für eine Trainigspflicht für Hunde und vorallem für Halter. Halter von Hunden sollten durch einen „Führerschein“ nachweisen, das ihr Hund den Grundgehorsam kennt und auch ausführt. Am besten mit regelmäßiger Kontrolle.

    • Hallo Florian!

      Mir geht es ähnlich wie Dir! Ich bin auch Hundehalter, respektive unsere Familie hat 2 Hunde!

      Während ich beide soweit im Griff habe, das sie beim Gassi gehen auch ohne Leine laufen können, dürften die restlichen Familienmitglieder beide nicht von der Leine lassen ohne Gefahr zu laufen, das die bei evtl. Aufnahme von Witterung bis auf Weiteres verschwunden wären!

      Zudem wissen wir, wen von ihren Artgenossen unsere beiden mögen und wen nicht. So das man schon präventiv tätig werden kann, bevor eine Situation entsteht, die sowohl für uns wie auch für die Gegenpartei mit Hund negativ enden könnte!

      Den Hundeführerschein finde ich auch sinnvoll! Aber ebenso, wie es zumindest in Niedersachsen gehandhabt wird: Wer schon mehrere Jahre ‚unfallfrei‘ einen Hund hält, braucht ihn nicht zu absolvieren. Wer neu Hundehalter wird, muss ihn machen!

      Eine regelmäßige Kontrolle dürfte ob des Personalmangels in den Ämtern schwer zu realisieren sein. Zumal es wie beim Autoführerschein ist, wo man auch nicht alles wieder vergisst, was man gelernt hat. Auch wenn man gerne hin und wieder so tut 🙂

  2. Grundsätzlich ist doch das allgemeine Problem, dass es viel zu viele Hunde gibt, welche Aufgrund von Zeitmangel oder fehlendem Interesse des Halters einfach nicht vernünftig erzogen sind. In diesem Fall besteht natürlich die einzige Möglichkeit den Hund im zaum zu halten darin, dass man ihn an der leine führt. Man sollte nicht darüber nachdenken die Hunde an der Leine zu führen sondern darüber, aus welchen Gründen sich Menschen Hunde anschaffen, die dann mehr oder minder eine Last für sie darstellen und deren Erziehung nicht vernünftig erledigt wurde

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


CommentLuv - verlinke einen deiner Blog-Artikel