Der Zirkus ist wieder in der Stadt


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Von heute bis Sonntag gastiert hier in Lüneburg der Zirkus Charles Knie. Er reist nicht nur mit Menschen durch die Lande, sondern auch mit Tieren die hier nicht unbedingt heimisch sind. So z. B. mit Seelöwen, Elefanten, Kängurus und anderen, durchaus auch bedrohten Tierarten.

Natürlich geht das ganze nicht ohne Nebengeräusche ab!

Sogenannte 'Tierschützer' - zumindest bezeichnen sie sich selbst als solche - kritisieren nicht erst seit kurzem die Tierhaltung und die Arbeit mit Tieren, die eigentlich in freier Wildnis leben.

Zum Teil mögen diese Leute mit dem Vorwurf recht haben, dass die Haltung in Zirkussen und / oder Zoos nicht den gewohnten Anforderungen der betreffenden Tierart entsprechen. Und manche Zirkusse, vor allem die kleineren Unternehmen wo nur die Angehörigen einer Familie mitwirken, müssten das Arbeiten mit Tieren in der Tat eigentlich aufgeben. Schließlich können sie im Normalfall den Tieren nicht im Ansatz den Platz bieten, den diese mindestens bräuchten.

Der Zirkus Charles Knie benötigt minimum 15000 m² Platz um ausreichend Raum für Zelt, Wohnwagen und Tiere zu haben. Für die zwei Seelöwen z. B. kommen noch zwei je 80 tsd. und 30 tsd. Liter fassende Bassins dazu.

Ich stimme den 'Tierschützern' auch zu, das, wenn die Tiere nicht Artgerecht versorgt und gepflegt werden können, z. B. durch entsprechend vorhandene Tierärzte, diesen Unternehmen im Grunde die Haltung von Tieren untersagt werden müsste.

Womit ich aber so meine Probleme habe, ist, das man bei Organisationen wie PETA anscheinend der Meinung ist, das es nur Tieren schlecht geht, die eigentlich in der afrikanischen Wildnis leben.

Vielen Tierarten bei uns geht es, wenn man den Vergleich zieht, genauso 'schlecht'!

Ich zumindest habe noch keinen Wolf, also den Stammvater unserer Hunde, gesehen, der in freier Wildbahn durch irgendwelche Stofftunnel rennt, über eine Wippe balanciert oder ähnliches. Gemeint ist hier also das sogenannte Agility. Weiters habe ich noch von keinem wilden Artgenossen unserer Pferde gehört, das Pirouetten dreht oder Piaffen vollführt.

Oder hat jemand von Euch schon mal ein Wildes Pferd gesehen, das 1,60 m (Höhe eines sogenannten Oxers im Springreiten) hohe Hindernisse überspringt, einen Wassergraben überquert und ähnliche Dinge tut, die wir zu unserer 'Belustigung' oder auch zu unserer Bewunderung den Pferden abverlangen bzw. andressieren?

Denn Pferde sind hinsichtlich letzterem von Natur aus eher Wasserscheu!

Dazu ist von einer sogenannten 'Tierschutzorganisation', als welche sich PETA z. B. bezeichnet, gar nichts zu hören oder zu sehen. Aber bei Tieren anderer Kontinente ist man anscheinend der Meinung, das man diese 'schützen' müsse.

Damit mich keiner falsch versteht: Ich habe weder etwas gegen das Agility, noch gegen das Spring- oder Dressurreiten. Zumindest solange, wie die Tiere nicht mit irgendwelchen Gegenständen oder präparierten Bandagen o. ä. dazu gewzungen werden, sondern das freiwillig aus eigenem Antrieb tun.

Und was die Tierhaltung in Zirkus und Zoo angeht:

Es wird immer verlangt, Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren. Aber wenn das dann versucht wird, ist es anscheinend für manche Leute auch nicht richtig. In Zoos und Unternehmen wie Charles Knie oder Krone wird aber kein Elefant getötet, nur um an das Elfenbein heranzukommen, von dem irgendein Mensch in Asien der Meinung ist, er könnte dann öfter und länger mit ner Frau durchs Bett toben!

Marcus
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