Facebooks neue Nutzungsbedingungen


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Wer Facebook nutzt, der weiß das er Vorsicht walten lassen sollte in Hinblick auf das was er dort von sich gibt und an persönlichen Daten mitteilt. Schließlich kann nichts von dem was man bei Facebook postet durch den Nutzer selbst jemals wieder gelöscht werden.

Noch vor einiger Zeit soll Matt Zuckerberg versprochen haben, Facebook transparenter machen zu wollen.

Doch was heute passiert ist, ist das genaue Gegenteil davon. Denn mit heutigem Datum hat man seitens des Social-Media-Portals die Nutzungsbedingungen geändert. Und das beste Beispiel für die immer stärker werdende In-Transparenz des Anbieters ist die Tatsache, das der Nutzer diesen geänderten Bestimmmungen nicht einmal zustimmen braucht! Sie gelten automatisch als angenommen sobald man Facebook (weiterhin) nutzt.

Zumal man dem User auch gar keine Möglichkeit bietet, von den geänderten Spielregeln etwas zu erfahren! Es sei denn, man ist Mitglied der Facebook Site Goverance. Und das sind 'nur' 2 Millionen der Weltweit fast einer Milliarde Nutzer.

Klar, das das auch wieder die Deutschen Datenschützer auf den Plan ruft. Vor allem die der beiden norddeutschen Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein.

Denn außer das Facebook die Nutzungsbedingungen ab sofort ohne Zustimmung des Benutzers nach belieben ändern kann, gehört zu den gravierendsten Änderungen noch, das alle Daten die man mit anderen Facebook-Usern teilt, ohne Zustimmung an Apps weitergegeben werden können. Ein Ausschalten dieser Möglichkeit in den Einstellungen der Privatsphäre wie bisher machbar ist zukünftig nicht mehr möglich

Da ist es auch eine Farce seitens Facebook zu nennen, das man den Usern auf der erwähnten Seite anbietet, Vorschläge zu unterbreiten und darüber abstimmen zu lassen. Denn dieses Vorgehen würde erst bei mehr als 7.000 Kommentaren greifen. Ganze 1000 Kommentare sollen aber nur zusammengekommen sein!

Zudem wäre für Facebook eine Abstimmung auch nur dann wirklich bindend, würden mindestens 30% aller Facebook--Mitglieder abstimmen.

Das Facebook das Ganze also nur im mehr oder minder geheimen Kreis der Site Governance abwickelt ist also logisch. Denn diese Änderungen der Nutzungsbedingungen zu Ungunsten der Anwender würde man im Leben nicht durchsetzen können, würde man sie den 600 Mio. Nutzern auf dem Silbertablett servieren. 7.000 Kommentare wären dann ein Klacks und in Minuten- wenn nicht gar in Sekundenschnelle erreicht.

Und das 71 % der User dann auch noch zustimmen würden, zukünftig noch weniger Einfluss auf ihre Daten und deren Nutzung zu haben wäre vermutlich genauso wenig wahrscheinlich.

Einen informativen Artikel dazu kann man auch bei Onlinemarketing lesen. Dort wird unter anderem zu guter letzt auch noch gefragt, wie lange sich die Nutzer weltweit dieses diktatorische Vorgehen der Betreiber noch gefallen und andere auf ihre Kosten eine Menge Geld verdienen lassen. Und eine Antwort hat man eigentlich auch schon parat.

Sie lautet: Solange, bis eine ernsthafte Konkurrenz für Facebook entstanden ist.

Aber die Frage, die sicher berechtigter Weise gestellt werden darf, ist: Wann soll das passieren und wer soll sie entwickeln? google+ ist bislang nicht der Gegner, der es sein müsste um Zuckerberg schlaflose Nächte zu bereiten, noch wird es das wohl in absehbarer Zukunft werden.

Es müsste also etwas völlig Neues her, das dann auch noch im Vorfeld genügend Unterstützung hat, damit man in Menlo Park ins Schwitzen kommt.

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4 Kommentare

    • Wow, es gibt also doch noch Zeichen und Wunder? Genial 😉

      Also manchmal ist es doch was nütze, wenn sich Leute gegen etwas wenden und das kundtun. Zumal wenn’s dann auch noch auf der Plattform ist, die die Änderungen durchführen will!

      Aber die lassen sich sicher mehr oder minder schnell was einfallen, damit die Leute ihnen nicht nochmal dermaßen in die Parade fahren werden / können! Unter Garantie!

    • Zum Glück hat die Presse das Thema ziemlich gut aufgegriffen und berichtet des öfteren darüber, wodurch sich glücklicherweise viele Nutzer zu Wort melden. Ansonsten würden wir das ganze wahrscheinlich einfach vor die Nase gesetzt kriegen und keiner / kaum einer würde was sagen, bis es zu spät ist!
      Andreas letzter Artikel auf dem eigenen Blog: Haarausfall bei Kindern

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