Ein Plugin-Tipp: Sergej’s Toolbox

Sie erleichtert auch den Wechsel eines Themes


Der Artikel besteht aus 610 Wörtern. Geschätzte Lesezeit: 02:26 Minuten

wordpress-Bildschirm

Sergej Müller ist in der deutschen Bloggerszene sicher jedem ein Begriff. Allein schon als Programmierer eines der bekanntesten Plugins: WP-SEO.

Aber auch sonst ist Sergej fleißig was das Entwickeln von kleinen, schlanken WordPress-Helferlein angeht. Wobei 'schlank' das Merkmal seiner Plugins ist. Überflüssigen Code, unnötigen Schnickschnack sucht man in seinen Produkten vergebens!

In diesem Blog sind neben dem bereits erwähnten Plugin noch Antispambee, Antivirus, Save Post. Check Links, wptwitbox, Statify und Cachify installiert. Bis auf letzteres kann ich mich über keinerlei Probleme bezüglich der Funktionalität der Plugins beschweren!

Seit etwa zwei Monaten werkelt auch Sergejs aktuellstes Plugin in diesem Blog: die Toolbox! Und sie hat mir beim Wechsel des Themes vorgestern wertvolle Zeit gespart! Doch dazu später!

Mit der Toolbox möchte Sergej die Functions.php übersichtlich und klein halten und somit entlasten. Denn je älter ein Blog wird desto mehr Funktionen werden in ihn eingebaut und desto mehr wächst diese Datei. Was letztlich auch dazu führt, das die Übersichtlichkeit der Datei mit der Zeit immer mehr leidet.

Zudem wird ein in die Functions.php eingebauter Code sowohl im Back- wie auch im Frontend ausgeführt. Unabhängig davon, ob er im jeweiligen Bereich überhaupt gebraucht wird. Und jeder Funktionsaufruf kostet Speicher und Zeit.

Wie funktioniert das Plugin nun?

Eigentlich ganz einfach!

Jede Funktion die in den Bog eingebaut wird, wird in einer Extra-Datei in einem Unterordner des Plugins gespeichert! Diese Datei hat einen bestimmten Aufbau, der wie folgt aussieht

<?php
/*
Module Name: Optimierung der Datenbanktabellen
Description: Wöchentliche Anwendung des MySQL-Befehls OPTIMIZE TABLE auf Tabellen. [Backend]
Author: Sergej Müller
 
 
/* Sicherheitsabfrage */
if ( !class_exists('Toolbox') ) {
header('Status: 403 Forbidden');
header('HTTP/1.1 403 Forbidden');
exit();
}

Modul Name: Der Name, der im Backend unter den Einstellungen des Plugins erscheinen soll! Description: Die Beschreibung der Funktion des Plugins und dem Ort wo sie ausgeführt wird / werden soll! Author und Author-Url dürften selbsterklärend sein!

Die Sicherheitsabfrage stellt laut Auskunft von Sergej sicher, das Plugin nicht ohne WordPress aufgerufen wird. Also z. B. durch einen direkten Aufruf der Plugin-Datei.

Danach kommt der eigentliche Code der Funktion!

Im Backend kann diese nun entweder deaktiviert, dem Front- oder dem Backend oder beidem zugewiesen werden.

Nehmen mal Beispiele aus diesem Blog!

1. Die Trackback-Anzeige in der Siedbar: Diese muss sicher nicht im Backend ausgeführt werden, da sie nur im Frontend angezeigt werden soll.

2. Ich habe die Later-Feed-Funktion von Frank Bültge hier eingebaut. Damit habe ich Zeit, Fehler in Artikeln die mir unmittelbar nach der Veröffentlichung auffallen noch korrigieren zu können! Diese Funktion wird im Frontend nicht benötigt! Daher läuft sie nur im Hintergrund!

Diese Zuordnung des Ausführungsbereichs der einzelnen Funktionen spart mit Sicherheit die eine oder andere Zehntelsekunde beim Laden des Blogs. Das summiert sich logischerweise je mehr Funktionen in einen Blog eingebaut werden.

Aber die Funktionsweise des Plugins hat auch noch zwei weitere Vorteile! Zumindest für Leute die ihre Themes nicht selber programmieren, sondern sich diese irgendwo herunterladen und wo deshalb der Wechsel des Themes auch den Wechsel der Functions.php mit einschließt:

Wird nämlich das Theme gewechselt, müssen nur die Funktionsaufrufe ins neue Theme eingebaut werden. Also jene Codeschnipsel die z. B. in die single, sidebar oder index.php gehören. Das zeitraubende Suchen des Basis-Codes in der und das anschließende mühsame Copy & Paste zwischen den Functions.php-Datei(en) entfällt.

Desweiteren bleibt bei einem Update des Themes - und damit meistens auch einer Aktualisierung der Functions.php - der Code unbeeinflusst, da er ja ausgelagert wurde.

Update 02.0313: Sylvi hat jetzt einen sehr guten und ausführlichen Artikel zum Toolbox-Plugin geschrieben

Marcus
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2 Kommentare

  1. Hab ich selber auch schon bei 2-3 Blog benutzt und kann auch nur gutes über das Plugin sagen, hat mir jede menge Zeit erspart und alles funktioniert danach einwandfrei. Grosses Lob an Sergej

  2. da stimm ich euch zu … gibt kaum was Genialeres. Ich habe mir via FTP neue Module angelegt, in die ich die Codeschnipsel einfüge, die normal in die functions.php kommen.

    Dazu hab ich ein Modul angelegt (und in jedem Blog meines Netzwerks in diesem Plugin aktiviert), wo bestimmte Codeschnipsel überall zum Tragen kommen sollen.

    Dann habe ich je ein neues Modul angelegt, das nur für einen bestimmten Blog gilt – und das dann auch nur, via dem Plugin, in demjenigen Blog aktiviert wird.

    Genialer gehts nimmer 😉

    EDIT Admin: Liebe Birgit, ich habe mir mal erlaubt, den Name zu ändern!

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