Kindstod bleibt ungesühnt


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Leider kommt es immer wieder vor das Säuglinge und Kleinkinder in Deutschland sterben, weil die Eltern mit der Erziehung überfordert sind und daher in Stresssituationen völlig falsch reagieren. Was dazu führen kann, das sie z. B. den kleinen Körper heftig schütteln um das Kind so dazu zu bringen endlich ruhig zu sein. Für das Kind können diese Handlungen tödliche Konsequenzen haben.

So geschehen auch vor einiger Zeit hier in Lüneburg!

Der Prozeß um den Kindstod gegen die Eltern ging die Tage jetzt zuende, ohne das die Eltern respektive ein Elternteil verurteilt wurde(n). Da ist es aus emotionaler Sicht natürlich verständlich, das diese Entscheidung die Menschen auf die Barrikaden bringt. Schließlich hört man immer wieder, das Kinder doch unsere Zukunft seien und nicht nur aus diesem Grund eines besonderen Schutzes bedürfen.

Doch wenn man diese Geschichte rein sachlich betrachtet muss die Frage gestattet sein, was die Gerichte machen sollen wenn die Eltern von ihrem Recht die Aussage zu verweigern Gebrauch machen und die Indizienkette anscheinend nicht für eine Verurteilung ausreicht? Schließlich hat sich Justitia nicht von Emotionalität und möglichen Wahrscheinlichkeiten leiten zu lassen, sondern von Sachlichkeit und Beweisen!

Denn man kann sicherlich davon ausgehen, das die Richter und Staatsanwälte mit einem solchen Urteil alles andere als Glücklich sind. Aber emotionale Urteile kann sich ein Rechtsstaat, der Deutschland ja sein soll, nicht leisten. Gilt hierzulande schließlich immer noch der Grundsatz in dubio pro reo - im Zweifel für den Angeklagten.

Sollen unsere Gerichte in Zukunft mit Zweierlei Maß messen, je nachdem ob es sich beim Opfer um ein Kind oder einen Erwachsenen handelt? Schickt man in Fällen bei denen ein Kind zu Schaden gekommen ist dann zukünftig beide Elternteile hinter Schwedische Gardinen, auch wenn man dem wahren Täter die den Tod verursachende Tat nicht nachweisen kann?

Das würde bedeuten, wir heben einen Grundsatz zugunsten eines anderen auf! Aber kann es das wirklich sein?

PS: Ich hoffe, ihr haltet mich jetzt nicht für Gefühlskalt oder Kinderfeindlich! Ich wollte die Sache nur vom sachlichen Standpunkt aus beleuchten!

Marcus
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3 Kommentare

  1. Nein, für gefühlskalt und/oder kinderfeindlich halte ich Dich keineswegs, schließlich hast Du diesen Fall nur als Außenstehender betrachtet. Und dass Emotionen vor Gericht keine Rolle spielen sollten… da geb ich Dir durchaus recht. Dass dem nicht immer so ist wissen wir glaube ich beide.

    Nach außenhin ist so ein Urteil halt schwierig hinzunehmen und meist nicht nachvollziehbar. Nicht um sonst kursiert die Aussage „auf hoher See und vor deutschen Gerichten liegt das Schicksal in Gottes Hand.

  2. Sachlich gesehen, hast du natürlich Recht. Aber das sind so Geschichten die mich als dreifache Mutter auf die Barrikaden bringt. Man könnte einen Roman darüber schreiben, wie kann man ein Kind nur so behandeln, schütteln oder schlagen, wahrscheinlich können die meisten Mütter, so wie ich auch, so eine Mutter nicht verstehen.
    Das Schlimme an der Sache ist ja, das sie ohne Urteil frei sind und wahrscheinlich wieder ein Kind in die Welt setzten, da müsste die Zwangs Sterilisation in Kraft treten, dafür würde ich unterschreiben.

    Grüße Beate

    • Ich kann das auch emotional durchaus nachvollziehen, was Dir und den anderen Frauen dabei durch den Kopf und den Bauch geht.

      Nur das Problem, das nicht nur Du ansprichst, bleibt ja das gleiche: Man müsste solche Frauen (und Männer) entweder wirklich Kastrieren – eine Sterilisation kann meines Wissens nach durchaus Rückgängig und / oder auch umgangen werden (Stichwort Samenspende) – oder wirklich schon mit lebenslänglich hinter Gitter stecken, um die, dem Prozeß zu Grunde liegende, Problematik zu verhindern.

      Und mit Lebenslänglich meine ich das, was man in Ami-Land darunter versteht, nicht unseren seichten 15 Jahre.

      Hätte man sie jetzt für 2 oder drei Jahre in den Bau gesteckt, wäre nichts gewonnen! Reue oder soetwas ist damit nicht garantiert! Sie hätten dem Steuerzahler wohl noch mehr auf der Tasche gelegen als das mit ihrem ALG I oder II eh schon der Fall ist!

      Weitere Kinder verhindert zeitlich befristeter Knast leider auch nicht

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