Der Papst in Deutschland


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Heute kommt uns nun endlich 'unser' Papst besuchen! 'Endlich?' werden die einen fragen, 'Endlich!' werden die anderen antworten. Und manch einer wird auch sagen 'Na und'.

Aber egal wie man zum Papst-Besuch in Deutschland steht, man wird nicht umhinkommen davon Notiz nehmen zu können - oder eben zu müssen.

Mag das Programm des Papstes ansonsten vielleicht keine spektakulären Programmpunkte enthalten, regt viele vor allem die Tatsache auf, das das Oberhaupt der Katholischen Kirche im Deutschen Bundestag spricht.

Wobei viele die Tatsache vergessen, das der Papst nicht nur das Oberhaupt der Katholiken ist, sondern auch das Staatsoberhaupt von Vaktikanstadt, einem Weltweit anerkanntem und somit souveränen Staat. Und Staatsoberhäupter dürfen vor dem 'Hohen Haus' im Berliner Reichstag nun einmal sprechen.

Ich vergleiche, bzw. habe in einer Diskussion auf Facebook die Diskussion um den Papst mit jener um den Dalai Lama verglichen. Was mir nicht nur Beifall sondern vor allem Kritik eingebracht hat.

Aber ich sehe durchaus Paralellen zwischen dem Papst und dem Oberhaupt der Tibeter! Beide stehen einer Glaubensrichtung vor - ich zumindest habe bislang weder einen evangelischen noch einen katholischen Buddhisten kennengelernt bzw. von so jemandem gehört - und beide sind in ihren Ämtern hin und wieder auch Politisch. Und sollten es meiner Meinung nach auch sein.

Schließlich ist die Religion für viele wichtig / das wichtigste, aber an der Politik kommt auch keiner vorbei - egal ob er einer Glaubensrichtung angehört oder nicht. Und würden sich die kirchlichen Würdenträger nicht auch um die politischen Dinge kümmern, bzw. in diese einmischen, würde man sie für noch weltfremder erachten als das viele - vor allem beim Papst - heute schon tun.

Wobei sich der Papst mehr mit den kirchlichen Dingen als der (tagesaktuellen) Politik beschäftigt und es beim Dalai Lama eher andersherum der Fall ist.

Und vor allem im Hinblick auf den Dalai Lama und dem was er erreichen möchte, sehe ich die Absicht der Linken (die ich im übrigen eh für völlig neben der Spur erachte) - der Rede des Papstes im Bundestag fernzubleiben - durchaus kritisch.

Denn mit welchem Recht kann oder darf sich die deutsche Regierung dann zukünftig in der Tibet-Problematik zwischen China und dem Himalaya-Staat zu Wort melden bzw. es kritisieren, das China das Buddhisten-Oberhaupt mal wieder unter Hausarrest stellt, wenn sie selbst es nicht besser macht und mit der katholischen Kirche wie mit einem Aussätzigen umgeht?

Ich denke, wenn man dem Oberhaupt der Katholischen Kirche die Rede vor dem Parlament untersagen respektive verbieten würde, müsste Berlin im Streit China vs. Dalai Lama dann künftig ganz gepflegt die Klappe halten.

Ach ja: Das über die Rede des Papstes im Bundestag heftiger diskutiert wird, als über die Kosten seines Besuches ist sicher auch etwas irritierend. Allein der Katholischen Kirche Deutschlands soll diese 4-tägige Stippvisite ihres Oberhauptes mehr als 25 Millionen Euro kosten. Kritik darüber habe ich von Seiten der Kirchensteuerzahlenden dieser Glaubensrichtung aber bislang nicht vernehmen können. Hinzu kommen dann wohl noch um die 10 Millionen Euro für den gemeinen deutschen Steuerzahler.

Aber wen regen 10 Mille noch auf, wenn für die bankrotten Südeuropäer Summen im zweistelligen Milliarden-Bereich locker gemacht werden (müssen).

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