Berliner Träumer


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Am letzten Donnerstag wurde in England ein vierfacher Familienvater durch Polizeikugeln getötet. Diese Tragödie löste in vielen englischen Städten bislang nicht gesehene Krawalle aus. Brandschatzungen, Plünderungen und gewaltätige Konfrontationen mit der Polizei waren und sind die weiteren Folgen.

Seitdem wiederholen sich diese schlimmen Bilder jede Nacht aufs Neue. Und natürlich muss(te) irgendwann die Frage auftauchen, ob diese Szenen auch in Deutschland möglich sind.

Und glaubt man unseren Politikern, wären solche Dinge bei uns nicht vorstellbar. Schließlich ist die Integration ausländischer Mitbürger hier ja weit besser fortgeschritten und eh alles viel viel besser als in Großbritannien.

Wirklich? Nennt man es tatsächlich Intergration, wenn die deutschen Bürger auf der linken Straße in ihren Einfamilienhäusern wohnen und Türken, Griechen sowie die vielen anderen ausländischen Einwohner in 15-stöckigen Hochhäusern auf der anderen Straßenseite?

Wird es Intergration genannt, wenn den vielen Ehrenamtlichen die sich bemühen den auswärtigen Bürgern zu helfen in unserer Gesellschaft besser Tritt zu fassen, vor allem von der Politik ständig Knüppel zwischen die Beine geworfen werden? Zum Beispiel in dem man ihnen die Geldmittel soweit zusammenstreicht, das sie von sich aus das Handtuch werfen, da es ihnen damit quasi unmöglich gemacht wird auch nur Ansatzweise gute Arbeit zu leisten?

Vom Ansehen, das die Ehrenamtlichen in Deutschland haben, mal ganz zu schweigen. Denn das ist ja eigentlich nicht wirklich der Rede wert. Ausser, es steht gerade eine Preisverleihung an. Dann schwadronieren die Politker ja gerne von der 'super guten Arbeit' die diese Menschen leisten. Aber das ist dann ganz schnell wieder vergessen, wenn die Kameras wieder eingepackt worden sind.

Die Einschätzung unserer Innenpolitischen Mandatsträger zeigt es meiner Ansicht nach wohl ganz gut, das man nicht umsonst glaubt sie würden auf einer Insel der Glückseligen leben. Denn nicht nur die Gewerkschaft der Polizei schätzt die Lage doch durchaus deutlich anders ein, als unsere Berliner 'Volksvertreter'. Auch die Ausländerbeauftragten dürften eine andere Ansicht der Lage vertreten.

Warum sollten Krawalle dieser Art nur einmal im Jahr - am 1. Mai - möglich sein? Sowas kann man in Zeiten von Web 2.0 ganz schnell in die Länge ziehen und vor allem kann man damit per Verabredung auf neue 'Treffpunkte' blitzschnell auf die Taktik der - angeblich ja gut ausgebildeten und ausgestatteten - Polizei reagieren.

A propos gut ausgestattet: Das haben vor unserem Innenminister schon unzählige Politiker in anderen Staaten auch behauptet. Sie sind hinterher nicht selten eines besseren belehrt worden.

Irgendwann, es muss nicht morgen oder nächste Woche sein, wird der Druck auch im deutschen Kessel zu groß werden. Es stellt sich nur die Frage: hat man die Chance, die Luft langsam abzulassen oder geschieht das mit einem großen Bäng?

Marcus
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1 Kommentar

  1. Krawalle dieser oder ähnlicher Art sind keine Lösung, das gleich mal vorne weg.

    Trotzdem halte ich es nicht für unmöglich, dass derartige Ausschreitungen in Deutschland möglich sind. Nur wenn es so ist, dann fangt bitte im Regierungsviertel an. Also genau dort wo diese Schlaumeier „zuhause“ sind. Diese Schönredner kapieren es doch immer erst dann wenn es zu spät ist und die Karre im Dreck steckt.

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