Die Wirtschaft nimmt Fahrt auf

aber nimmt sie auch alle mit?


Der Artikel besteht aus 635 Wörtern. Geschätzte Lesezeit: 02:32 Minuten

Wirtschaft

Wer Zeitung, Fernsehen oder vielleicht auch das Radio liest, sieht oder hört, kommt in diesen Wochen nicht drumherum, erstaunt verkündet zu bekommen, das die Wirtschaft an Fahrt aufnimmt. Man könnte glatt meinen, sie würde von Woche zu Woche - oder zumindest von Monat zu Monat - schneller.

Es ist ja schön und gut, das sich die Wirtschaftliche Lage langsam aber sicher zu erholen scheint. Aber man verkündet ja auch andauernd, das der Arbeitsmarkt davon angeblich gewaltig profitieren soll.

Da frage ich mich doch glatt: stehe ich am falschen Gleis?

Bei mir scheint sich dieser Wirtschaftliche Aufschwung nämlich rein arbeitstechnisch so überhaupt nicht bemerkbar zu machen. Ich setze zwar monatlich mehrfach ein Stellengesuch in die Zeitung, aber was dabei rumkommt ist - ums mal gelinde auszudrücken - nicht wirklich brauchbar.

Bis auf Versicherungen und MLM-Anbieter haben sich bei mir noch nie wirklich Arbeitgeber gemeldet, die mir etwas anbieten konnten, wo ich auch durchaus eine Perspektive für mich sehen würde.

Meine Beraterin bei der ARGE, oder, wie es jetzt so schön neudeutsch heißt, beim Jobcenter, kommt - mehr oder minder logisch - auch nicht wirklich mit Stellenangeboten rüber.

Dabei ist es weiß Gott nicht so, das ich Scheuklappenmäßig nur auf ein bestimmtes Berufsfeld fixiert wäre. Ganz im Gegenteil. Nur gibt es eben aus mehr oder minder persönlichen Gründen auch Arbeitsfelder, die für mich von vornherein vorn über fallen. Aber nicht, weil ich nicht wollen würde.

Und kommt man ihr mit einer möglichen Umschulung in einen bestimmten Beruf, kriegt man als monotone Antwort "überlaufen, keine Chance erfolgreich vermittelt zu werden!"

Nur was soll man noch machen, ausser für viele Felder offen zu sein? Ich kann mir gut vorstellen, irgendwo im Medienbereich oder in der Öffentlichkeitsarbeit tätig zu werden. Aber auch dort, wo man Menschen etwas vermitteln soll.

Liest man die Stellenanzeigen steht dort nicht selten 'Fachhochschulreife',  'abgeschlossenes Studium in xy', oder 'Erfahrungen im Berufsfeld vorausgesetzt'. Tja, 'Erfahrung in Berufsfeld XY vorausgesetzt'. Ist bei meinem Job-Hopping in den letzten 20 Jahren etwas schwer möglich, irgendwo richtig Erfahrung vorweisen zu können, wie ich denke.

  1. 4 Jahre Bundeswehr, hier überwiegend Büro im Mat-Nachweis. Aber auch als Mannschaftsdienstgrad stellv. Leiter der WaKa.
  2. 4 Jahre Personenbeförderung, Kurier und Telefonist
  3. 7 Jahre Stückgut-Transporte 7,5 t

Da Punkt eins aber schon von 1992 - 1996 war, fand das nicht wirklich mit den aktuellsten, heute gebräuchlichen Mitteln und Werkzeugen statt. Gut PC hatte man auch schon - und das will ja bei der Bw was heißen. Aber der war schon zum damaligen Stand der Technik samt seiner Software von vorgestern.

Trotzdem - oder gerade deswegen - bin ich sicher noch lange nicht mit den heute vorherrschenden Verfahren vertraut. Sicher kein Pluspunkt um erfolgreich eine Bewerbung abzuschließen.

Der letzte Punkt fällt zukünftig aus mehreren Gründen flach. Den P-Schein werde ich aufgrund der verschärften Bedingungen sicher auch nicht wieder reaktivieren können.

Und da schulisch bei mir nach dem Sekundarabschluss I - oder auf deutsch - dem erweiterten Realschulabschluß auf der Hauptschule -, einem Jahr Höhere Handelsschule Wirtschaft, sowie einem BGJ Metalltechnik das Ende der Fahnenstange erreicht war, fallen irgendwelche Jobs mit der Voraussetzung eine Universität oder Fachhochschule besucht zu haben von vornherein aus. Eine Uni oder eben eine Fachhochschule habe ich nur im Stückgut-Verkehr mal von innen gesehen.

Da stellt sich dann schon die Frage 'Und nu?'

Wie seid ihr - sofern überhaupt - nach längerfristiger Arbeitslosigkeit wieder in den ersten Arbeitsmarkt reingekommen? Seid ihr einfach bei irgendwelchen Firmen mit der Frage vorstellig geworden, ob sie irgendwelche Jobs anzubieten hätten?

Habt ihr Ideen, was man ausser Stellengesuche in Zeitungen und I-Net einzusetzen (noch) tun kann? Mir gehen nämlich irgendwie langsam die Ideen aus.

Marcus
Über Marcus 703 Artikel
Ich freue mich über Deinen Besuch auf meinem Blog! Wenn Dir der Artikel gefallen hat, teile ihn doch mit anderen und hinterlasse Deine Meinung. Mehr über mich gibt es hier zu lesen

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


CommentLuv - verlinke einen deiner Blog-Artikel