Letzter Strohhalm gerissen

Gladbach verliert gegen Kaiserslautern


Der Artikel besteht aus 542 Wörtern. Geschätzte Lesezeit: 02:10 Minuten

Wer an Borussia Mönchengladbach denkt, denkt auch zwangsläufig an die doch einigermaßen erfolgreiche Vergangenheit des Clubs mit der 'Fohlen-Elf'.

Leider ist von erfolgreich in dieser Saison so rein gar nicht viel zu sehen. Viel zu viele Spiele - vor allem auf eigenem Platz - gingen verloren. Und selbst gegen einen direkten Kontrahenten wie dem 1. FC Kaiserslautern schaffte man es nicht, einen Heimsieg einzufahren.

Gut, natürlich ist es unglücklich, wenn der Torwart einen Eckball ins eigene Netz faustet. Aber wenn man die Seuche hat, passt das einfach perfekt dazu.

Der Club an sich macht eigentlich einen sehr sympathischen Eindruck. Aber das rettet einen nun mal leider nicht vor dem Abstieg aus dem Oberhaus des Deutschen Fussballs. Denn der dürfte nach der 0:1 Pleite gegen die Teufel vom Betzenberg nur noch rein rechnerisch zu verhindern sein.

Die restlichen Spiele der Saison für die Borussia sehen nämlich wie folgt aus:

  1. FC Bayern München - Borussia Mönchengladbach
  2. Borussia Mönchengladbach - 1.FC Köln
  3. 1.FSV Mainz 05 - Borussia Mönchengladbach
  4. Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund
  5. Hannover 96 - Borussia Mönchengladbach
  6. Borussia Mönchengladbach - SC Freiburg
  7. Hamburger SV - Borussia Mönchengladbach

Bei den Gegnern, die sich bis auf den 1. FC Köln sämtlichst in der ersten Hälfte der Tabelle befinden, dürften nur noch die wirklich kühnsten Optimisten damit rechnen, das dort soviele Spiele gewonnen werden, das man den 18. Tabellen-Platz noch verlassen wird können.

Ehrlich gesagt sehe ich auch bis auf dieses eine Spiel gegen die Geißbock-Elf nicht eine Chance für die Mannen von Lucien Favre, einen Sieg einzufahren.

Woran aber liegt diese Erfolglosigkeit in dieser Saison? Hat man zu lange am Trainer Michael Frontzeck festgehalten? Ist diese Mannschaft an sich nicht Erstliga-Reif?

Ich denke das hier beides zusammenkommt.

Natürlich ist der Trainer dafür zuständig, (s)eine Mannschaft auf ihre Gegner vorzubereiten. Das wird sicher auch Michael Frontzeck, den ich als ein echtes Trainer-Original bezeichnen würde, zu hundert % getan haben. Nur kann er etwas dafür, beziehungsweise hat er es zu verantworten, wenn die Mannschaft es nicht schafft, eine herausgespielte Führung zu verteidigen, bzw. über die Zeit zu retten?

Ist er der Schuldige, wenn die eigene Elf einen dann erfolgten Treffer des Gegners psychisch nicht wegzustecken scheint, sondern völlig auseinander fällt?

50 : 50 würde ich sagen. Auch wenn sich die Ergebnisse mit jeweils zwei gewonnen und verlorenen Spielen, sowie einem Unentschieden seit dem Rauswurf Frontzecks durchaus das zu haben scheinen, was man 'stabilisiert' nennen könnte.

Aber auch das - welch blödes Wort - 'Spielermaterial' scheint diese Saison einfach nicht die Klasse zu haben, um den Anspruch haben zu können, als zwingend der Ersten Bundesliga zugehörig eingestuft werden zu müssen. Dabei wäre gerade diese völlig verrückte Saison geradezu prädestiniert dafür gewesen, sich wenigestens einermaßen vom Abstiegskampf fernhalten zu können.

Denn wirtschaftlich soll der Verein ja - wie ich gehört habe - tadellos geführt werden und geführt worden zu sein.

Nur da kommt dann der gerne so viel zitierte Spruch 'Geld schießt keine Tore'. Es verhindert sie aber auch nicht, wie die Rekordverdächtigen 61 Gegentore der Fohlen-Elf deutlich zeigen.

Marcus
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