Fukushima und die Folgen


Der Artikel besteht aus 535 Wörtern. Geschätzte Lesezeit: 02:08 Minuten

Es ist wirklich erschütternd, was in Japan zur Zeit geschieht.

Nicht genug damit, das die Menschen - nicht nur in Fukushima - schon so unter etlichen mehr oder weniger schweren Erdbeben zu leiden hätten, zeigt nun auch das Wasser wieder in beeindruckender Weise, welche Gewalt es mit sich bringen kann.

Und als wäre das noch nicht genug, wird der so Technikverrückte Japaner nun auch noch damit konfrontiert, das er die als beherrschbar geglaubte Atomtechnik nicht Ansatzweise unter Kontrolle hat.

Das diese Technik auch bei rein ziviler Nutzung nicht wirklich unter Kontrolle zu halten ist, hat uns vor nun fast genau 25 Jahren schon Tschernobyl gezeigt. Seit dem reißen die Proteste gegen die Atompolitik und -technik nicht ab.

Und auch aktuell wird - natürlich verständlicherweise - gefordert, sämtliche AKW zumindest hier in Deutschland abzuschalten. Aber was dann? Was oder welche Technik soll in kürzester Zeit in der Lage sein, den Anteil der von den Atomkraftwerken produzierten Strom zur Verfügung zu stellen?

Wer ist wirklich zu 100% gewillt, nicht nur für wenige Tage auf seine Geschirrspülmaschine, seine Mikrowelle, seine 3 Fernseher in der Familie oder auf sonstigen Luxus zu verzichten, die auch - oder gerade - durch die so verfluchte Nuklear-Technologie in dieser Menge von uns genutzt werden können, weil soviel Strom produziert wird?

Es glaubt doch niemand ernsthaft, das die Wasser- bzw. die Windkraft oder die Solartechnik allein in der Lage sein werden, den immensen Stromverbrauch der Menschheit innerhalb weniger Monate 1:1 zur Verfügung zu stellen.

Und wenn ein Hersteller irgendwo Windräder aufstellen will, was passiert dann? Richtig, dann wird dagegen protestiert. Man zieht bis vor das höchstmögliche Gericht, um zu verhindern, das die Hersteller ein solches Gerät auf die grüne Wiese stellen. Weil man sich - auch durchaus verständlich, von den Surrgeräuschen bzw. dem Schattenspiel der Windsegel genervt respektive gestört fühlt.

Natürlich ist es leicht, gegen die Atomkraft zu protestieren. Aber dann soll man sich nicht nur hinstellen und sagen, weg mit dem Dreck, sondern auch Vorschläge machen, woher der dann fehlende Strom kommen soll.

Solange man Europaweit nicht in die gleiche Richtung marschiert, sind solche Aufrufe in meinen Augen für die Katz und nur reiner Populismus. Wenn Deutschland heute seine AKW abschaltet, werden wir uns den dann benötigten Strom aus dem europäischen Ausland holen müssen.

Wir verlagern also das Problem nur nach dem St. Florians-Prinzip aus Deutschland raus. Aber damit sind wir das Problem Super-GAU dann nicht los. Denn Ungarn, Polen, Slowenien, ja sogar die Skandinavischen Ländern bauen immer mehr Anlagen.

Und ich muss ehrlich sagen, das mir ein in Deutschland stehendes AKW weniger Sorgen bereitet, als eines, das in den Osteuropäischen Ländern steht.

Denn es wird sich sicherlich niemand in seinem Luxus einschränken wollen, weil plötzlich die AKW keinen Strom mehr liefern.

Auch wenn unser Strom hier zu Hause, zumindest ist uns das per Zertifikat versichert worden, zu hundert Prozent aus Wasserkraft gewonnen wird, gehe ich konform mit der Forderung, die Laufzeiten-Verlängerung einzustampfen. Aber ein Ende der AKW von heute auf morgen sehe ich persönlich nicht ansatzweise in die Tat umsetzbar.

Marcus
Über Marcus 703 Artikel
Ich freue mich über Deinen Besuch auf meinem Blog! Wenn Dir der Artikel gefallen hat, teile ihn doch mit anderen und hinterlasse Deine Meinung. Mehr über mich gibt es hier zu lesen

1 Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


CommentLuv - verlinke einen deiner Blog-Artikel