Bayerische Not besiegt Hamburger Elend

Bayern macht Hamburger nass


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Und er sollte Recht behalten.

Man konnte - auch aufgrund des Tabellenstandes - vor der Partie ja mit allem rechnen. Aber das der Hamburger SV sich als ein dermaßen desolater Aufbaugegner für den Rekordmeister präsentieren würde und mit einer solchen Packung nach Hause schicken liesse, das war dann doch sicher nicht vorherzusehen.

Schließlich waren die Bayern vorher alles andere als der Haushohe Favorit. Denn die Unruhe der vergangenen Wochen im und um den Verein herum haben die bayerischen Landeshauptstädter ja mit ihrem Rivalen von der Elbe gemein.

Das hielt sie aber nicht im geringsten davon ab, den sich als völlig neben der Spur präsentierenden Hamburger Sport Verein vollkommen auseinander zu nehmen.

Nun kann man natürlich sagen, wie soll ein Profi seinem Beruf ungestört nachgehen, wenn man ihm Tag für Tag vor Augen führt wie Amateurhaft die Verantwortlichen des Klubs zu Werke gehen.

Morddrohungen, wie es sie in der vergangenen Woche gegen einzelne Personen aus der Vorstandsriege gegeben haben soll, lassen keinen Menschen kalt. Und sicher auch keinen noch so abgebrühten Profisportler wie es die Fussballer der Ersten Bundesliga ja sein sollen.

Trotzdem ist ihr Beruf das Fussballspielen. Sie müssen auf dem Rasen zeigen das sie ihren Job besser machen können, als die Herren im Anzug den ihrigen.

Das ist den Herren mit der Raute auf dem Trikot heute nicht ansatzweise geglückt.

Wie heißt es so schön: Das ärmste Schwein auf dem Fussballplatz ist der Torwart. Das konnte man beim HSV heute deutlich sehen. Frank Rost ist sicher nicht der schlechteste Vertreter seiner Zunft. Aber heute konnte er - ausser seine Vorderleute ständig anzuschreien - nichts tun, um diese Packung von 6:0 zu verhindern.

Seinen entsprechend dicken Hals konnte man kurz nach Abpfiff schon am Fernseher bestaunen und auch hören.

Er wurde von seinen Vorderleuten völlig im Stich gelassen. Das beste Beispiel dafür war wie Franck Ribéry erst zwei Gegenspieler ausspielte um dann versehentlich Westermann anzuschießen, der den Ball dann zum 6:0 ins eigene Tor lenkte.

Wenn es kommt, heißt es, kommt es knüppeldick. Das Eigentor von Heiko Westermann war also folglich fast nur logisch.

Aber auch der Trainer Armin Veh hat sicher seinen Teil dazu beigetragen, das die Mannschaft in der letzten Zeit nicht unbedingt ihre Qualitäten gezeigt hat.

Schließlich tanzte er lange um eine klare Aussage bezüglich seines Verbleibs über das Saisonende hinaus herum, bevor er jetzt bekannt gab am Ende der Saison den Verein zu verlassen. Wobei nach dem heutigen Spiel durchaus die Frage erlaubt sein sollte, ob er denn jetzt überhaupt noch solange bleiben darf.

Wer bösartig ist, der könnte auch sagen, das die Mannschaft mit ihrer Leistung heute die Entscheidung des Trainers entsprechend quittiert hat: Mit Arbeitsverweigerung.

Das will ich ihnen nicht unterstellen. Aber die Querelen der letzten Woche rechtfertigen trotzdem nicht, sich mit einem 6:0 abschlachten zu lassen.

Marcus
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