Wenn man arbeitslos ist


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Mein bisheriges Berufsleben kann man durchaus als sehr unstet bezeichnen. Fing es 1989 mit einer Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel an, so blicke ich heute auf genau eine Handvoll + 1 Arbeitgeber zurück.

Wobei dieses +1 Vater Staat ist. Jedoch nur als jemand der mir angeblich Arbeit vermitteln will, mich  aber doch nur verwaltet.

In einer Übersicht liest sich das so:

    • 2-jährige Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel
    • 8-monatige Ausübung des erlernten Berufes
    • 3 Monate Vater Staat
    • 4 Jahre Bundeswehr inkl. Grundausbildung
    • 4 Jahre Mietwagen-Fahrer, Kurierfahrer und Telefonist
    • 3 Monate für eine Zeitarbeitsfirma als Produktionshelfer
    • 6 Jahre und 5 Monate als Kraftfahrer 7,5 t für Subunternehmer einer Hamburger Spedition

Plus einer Mega-Kurzen Phase mit dem Versuch mich Selbständig zu machen. Mega-Kurz heißt in diesem Fall Gewerbe angemeldet und 14 Tage später wieder abgemeldet, weil der mich in dieser Phase unterstützende Coach längerfristig im Krankenhaus weilte.

Seither muss ich mich leider mit Vater Staat rumärgern. Der mir ausser einem halbjährigen AGH (Arbeitsgelegenheitshilfe / -helfer --> Ein-Euro-Job) bislang nicht weiterhelfen konnte oder wollte. Anfragen bezüglich möglicher Umschulungen wurden mit der scheinheiligen Begründung abgelehnt, das in beiden von mir angedachten Möglichkeiten schon ein gesättigter Markt vorherrsche.

Man drückte es zwar anders aus, aber meinte es so.

Nun liegt man ja im Normalfall nicht auf der Couch herum und wartet, bis Agentur / ARGE / Jobcenter sich mal bequemen statt nur zu verwalten auch Bewerbungsvorschläge zu machen. Sondern man wird selbst aktiv.

Bei mir sah das so aus, das ich mich bei den größeren Job-Börsen im Internet und auch bei den sog. Business-Plattformen anmeldete. Außerdem schrieb ich auch regelmäßig [wpseo}Stellengesuche[/wpseo} in unseren regionalen Tages- bzw. Wochenzeitungen.

Leider mit nicht gerade berauschendem Ergebnis. Wenn sich auf letzteres jemand meldete, waren es bis auf eine oder zwei Ausnahmen meist Leute von Versicherungen.

Ich stehe - wie viele andere sicher auch - diesem Zweig der Dienstleistungsbranche eher sehr skeptisch gegenüber.

Denn meine Erfahrungen mit dieser Branche, respektive ihren Vertretern sind bislang nicht unbedingt die besten. Das bezieht sich jetzt nicht auf deren Leistungen wenn denn wirklich mal was war. Sondern eher auf das Verhalten ihrer Vertreter vor und nach den Abschlüssen.

Vorher wurde man sie nicht los, und hinterher hörte man nie wieder was von ihnen.

Ganz krass war es mit einer Vermögensberatung-AG. Zwar nahm ich dort an etwas teil, das man mit Unterricht umschrieb. Aber vieleher verabreichte man mir neue Versicherungen, die auf Sicht für meine damaligen Verhältnisse viel zu teuer waren.

Irgendwann hatte ich die Faxen satt und meldete mich als nicht mehr interessiert ab. Einige Monate später erfuhr ich nur per Zufall, das die Niederlassung sich von Lüneburg aus nach Schleswig-Holstein verdünnisiert hatte.

Mein damalig für mich zuständiger Ansprechpartner ließ nie wieder von sich hören.

Nun bin ich - wie erwähnt - schon fast drei Jahre Arbeitslos. Was aber auch daran liegt, das ich wegen einem beidseitigem Leistenbruch - der zwar operiert wurde - und einem beidseitigen Tinnitus schon darauf achten muss, das diese einem möglichen Job-Angebot Standhalten, bzw. davon nicht negativ beeinflusst werden.

Auf ein in der Schlussphase des Ein-Euro-Jobs aufgegebenes Stellengesuch hat sich fast 14 Tage nach Veröffentlichung tatsächlich noch jemand gemeldet:

Und wie sollte es anders sein: Natürlich arbeitet der bei einer Versicherung.

Nur im Unterschied zur Vergangenheit probiere ich es diesmal wirklich. Schließlich kann man von nichts nicht leben.

Und was ich dabei erlebe, sowie meine Gedanken dazu, möchte ich hier in unregelmäßigen Abständen niederschreiben. Schließlich ist der Tenor dort: Wir arbeiten anders als andere. Womit gemeint ist, das man seriöser arbeitet.

Marcus
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