Matthias Sammer und der HSV

Geld allein ist nicht alles


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Seit einigen Tagen geht das Gerücht um, das Matthias Sammer neuer Verantwortlicher beim Hamburger Sport Verein werden wird.

Bislang ist zwar nichts bestätigt, aber gerade das hält ja dieses Gerücht am Laufen. Und das der DFB als momentaner Arbeitgeber von ihm noch nichts gehört hat in Sachen HSV sorgt ja auch nicht gerade dafür, das Gerücht wie einen Keim abzutöten.

Im Gegensatz es nährt es noch.

Aber wäre Matthias Sammer beim HSV auch wirklich gut aufgehoben? Würden sich da nicht zwei Alphatiere (im Fall Sammer ist das durchaus positiv gemeint - anders im Fall Hoffmann) gegenseitig im Weg stehen?

Gut. Alphatiere hat Matthias Sammer auch jetzt beim DFB sicher mehr als genug. Aber die scheinen ihre Mentalität mehr dem sportlichen zu widmen als es beim jetzigen Vorstandsvorsitzenden des HSV den Anschein hat.

Sammer hat sich - das betont er ja immer und immer wieder fast gebetsmühlenartig - zum Ziel gesetzt, beim DFB so etwas wie eine nachhaltige Jugendarbeit aufzubauen. Die Anfänge konnte er ja schon machen. Aber am Ziel ist er wie ich denke noch lange nicht.

Hinzu kommt, seine Frau wird sicher ein gewichtiges Wörtchen mitzureden haben. Und die - so wird kolportiert - möchte unter keinen Umständen aus München wegziehen. Und Sammer als Strohwitwer in Hamburg? Das glaubt doch nur noch jemand, der den Weihnachtsmann und den Osterhasen für wirklich existent hält.

Zwei Dinge, die vielleicht dafür sprechen könnte, den Job in Hamburg anzunehmen, sind zum einen sein Alter. Betrachtet man sich den Senioren-Reigen dort in Frankfurt mal genauer, ist Sammer im Gegensatz dazu doch noch wirklich sehr jung an Jahren.

Zum anderen: er wäre wieder hautnah und Live an der Basis. Er wäre wieder mit der täglichen Routine betraut und nicht mit etwas abstraktem, mit einer was-könnte-sein-wenn-Aufgabe.

Das dürften die zwei einzigen, auschlaggebenden Punkte sein, die Matthias Sammer nach meiner Einschätzung dazu bewegen könnten, sich den - sicher nicht gerade einfachen - Job beim HSV im wahrsten Sinne des Wortes anzutun.

Denn er muss meiner Ansicht nach auch bedenken, das sein Image als absolut kompenteter Fußball-Fachmann leiden könnte, wenn sein Engagement beim HSV nicht von Erfolg gekrönt sein sollte. Eine Rückehr in den Schoß des DFB in einer wichtigen Rolle wie der, die er zur Zeit innehat, könnte dann auf ein geteiltes Echo bei den Fans und Verantwortlichen des DFB und der DFL stoßen.

Zwar denke ich, das auch Matthias Sammer gerne ein gutes Polster auf der Bank liegen hat. Aber das das der springende Punkt für ihn sein dürfte, die Brocken in der Main-Metropole hinzuschmeißen glaube ich absolut nicht.

Beitragsfoto: ©pixabay/OpenClips

Marcus
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