Die lieben Passwörter


Der Artikel besteht aus 899 Wörtern. Geschätzte Lesezeit: 03:35 Minuten

Für viele Dinge braucht man heute ja ein Passwort oder Code.

Ohne Geheimzahl kriegt man am Bankautomaten kein Geld, die Ware im Supermarkt nicht bezahlt oder der 4-rädrige Schatz keinen Sprit zu schlucken.

Ein Passwort braucht man um seine EMails abrufen zu können oder per Online-Banking Überweisungen tätigen zu können.

Nun hat der Mensch zwar ein Gehirn, mit dem er sich etwas merken kann. Aber die Crux an der Sache ist ja, das man das eine Codewort oder die eine Geheimzahl täglich braucht - siehe Online-Banking - wähend man eine zweite Geheimzahl nur alle paar Tage oder vielleicht auch nur alle paar Wochen braucht - siehe Tankkarte oder beim Einkauf mit Kundenkarte in einem bestimmten Laden, der keine Ware des täglichen Lebens anbietet.

Erstere sich zu merken fällt dem einen oder anderen nach einer Weile sicherlich leicht. Ich brauche zumindest in der Regel nicht nachzuschauen, mit welchem Passwort ich in das Backend meiner Blogs oder meines Portals komme.

Wie der Code fürs Online-Banking lautet, weiß ich auch aus dem Kopf.

Die zweite Variante aber wird ja schon etwas schwieriger. Wenn man nur alle Jubeljahre sein Kundenkennwort für eine bestimmte Kundenkarte, oder für eine Bestellung bei einem besonders exquisiten Händler benötigt, muss der eine oder andere sicher schon nachschauen. Zugegebenerweise ich auch.

Und viele von uns werden sicher auch ein kleines Büchlein haben, wo sie sich ihre Passwörter und Codes niedergeschrieben haben. Schließlich kann man sich ja mal irgendwann ganz gepflegt den Kopf stoßen oder einem noch schlimmeres widerfahren.

Dann kann es ja sein, das die Passwörter nicht mehr so rausfließen aus den Fingern.

Aber was ist bei der 3. möglichen Variante: Bei einem Passwort, das man - so glaubt man vielleicht - so schnell nicht wieder brauchen wird?

Oder kann - in Zeiten von Flatrates - jemand von Euch aus dem Stegreif das Passwort für seinen Internetzugang nennen. Oder weiß jeder von Euch, wo er es sich aufgeschrieben hat?

Dann stellt sich die Frage: Hat man das Büchlein vielleicht überhaupt noch? Oder hat man es schon entsorgt, weil es schon so vollgeschrieben war das nichts mehr reinpasste oder weil dort vieles veraltet war?

Wie ich darauf komme?

Ich habe mir - jedenfalls nehme ich das an, da ich irgendwann überhaupt keinen Zugriff mehr auf die Benutzeroberfläche hatte - letzten Mittwoch meinen Router zerlegt. Leider waren Telefonanlage und Router / Modem eins. Stichwort Eumex, welche noch vor einem Netgear-Router hing. Denn ich habe seit einiger Zeit 2 PC's die auf das I-Net zugreifen wollten.

Gut, irgendwo selber Schuld. Schließlich sollte man nicht so ungeduldig sein, und während einer Datenübertragung zum Router mal eben den Stecker vom einen in den anderen Router stecken.

Aber das Problem, weshalb ich nicht mehr auf das I-Net zugreifen konnte - als noch alles einigermaßen OK war - war wahrscheinlich, das ich irgendwann mal das Passwort geändert habe, bzw. es geändert wurde.
Und so habe ich den Mittwoch und Donnerstag-Abend damit verbracht, einen Zugang mit einem vermutlich falschen Passwort zu bekommen. Und das führte dann wohl irgendwann dazu, das die liebe Telekom sagte 'jetzt ist Schluss für heute. Aber morgen darfst Du wieder!'

Nur: welcher Otto-Normal-Internetuser weiß das schon, das nachts um 0 h die Sperre wieder aufgehoben wird, die man sich mit zuvielen Fehlversuchen im Passwort zugezogen hat??

Ich wußte es bis Freitag abend - als ich es dann mit meiner neuen Fritzbox versuchte - zumindest nicht.

So kam es dann, das trotz der hilfreichen Unterstützung - das muss ja auch mal gesagt werden, das es sowas bei dem rosa Riesen im Callcenter tatsächlich gibt - der Zugang nur noch mit einem neuen Passwort möglich war.

Und da man dieses ja (bekanntermaßen) nirgendwo zurücksetzen kann, brauchte es einer schriftlichen neuen Zugangsberechtigung. Und das hieß - weil ja Freitag abend war - warten bis Montag.

Ich weiß nicht, ob ich mich als Internet-Junkie bezeichnen muss / sollte - ich sitze jedoch lange und viel vor dem PC - aber das war schon irgendwie eine Horrorvorstellung: Nach 2 Tagen nervenaufreibender zweckloser Versuche noch 3 Tage warten zu müssen, bis man wieder online gehen kann. Bis man weiß, ob nicht vielleicht eine wichtige EMail gekommen ist oder ob sich jemand auf dem eigenen Portal angemeldet hat und nun schon Stunden darauf wartet freigeschaltet zu werden.

Und dann sind da ja auch noch meine beiden Blogs: Und gerade da hatten sich einige mit Kommentaren gemeldet, und sich vielleicht schon gewundert.

Im nachhinein kann ich aber sagen, das das Wochenende ohne Internet doch nicht ganz so schlimm war. Und auch relativ flott vorbeiging.

Ich hab mir endlich mal die Zeit genommen, und einige Dinge (aus)sortiert. Meine Ordner freuen sich über weniger Papier genauso wie meine Ablage.

Doch trotzdem: Mich nicht daran erinnern zu können, bzw. nicht zu wissen wann und wo ich das Passwort geändert und niedergeschrieben habe, ist schon merkwürdig. Und auch solange aufs I-Net verzichten zu müssen - bis auf die 5 Stunden pro Tag, wo ich es bei meiner momentanen AGH-Stelle nutzen kann - möchte ich auch nicht zu oft müssen.

Wie ist das bei Euch:

Wißt ihr Euer Zugangspasswort? Und wie siehts mit der Internet-Sucht aus: Schlimm, oder könnt ihr auf das Netz problemlos verzichten?

Marcus
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