Gedanken über Social-Media


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Als ich für meinen Blog hier heute ein neues Theme gesucht habe, bin ich auch über das WordPress-Forum auf einen Blog gestoßen, der sich lt. eigener Beschreibung mit Tipps und Tricks für Kleinunternehmer beschäftigt.

Und da ich ein neugieriges Bürschchen bin, habe ich mir diesen Blog auch einmal genauer angeschaut.

Hängen geblieben bin ich auf dem Blog z. B. bei einem Artikel über (Un)Social-Media.

Und ich muss sagen, das ich das Thema wichtig und die Gedankengegänge dort sehr passend finde.

Denn verstehen die meisten, die die Social-Media-Dienste wie Facebook, twitter, XING und Co. benutzen, wirklich den Sinn, der dort eigentlich dahinter steckt / stecken sollte?

Werden die, die mit Facebook und twitter aufwachsen, wirklich noch den Sinn und den Wert von echter gelebter Freundschaft kennen, sowie sie die Jahrgänge vor Mitte der 1980'er Jahre noch erlebt haben dürften?

Was passiert, wenn diese Generation mal ohne Facebook & twitter auskommen muss? Steht sie dann da und zuckt mit den Schultern bei Fragen wie: Wo kannst Du hingehen, wenn Du dich einsam fühlst; mit wem kannst Du von Mensch zu Mensch reden, wenn die persönlichen Probleme dich in die Knie zwingen?

Schließlich, so denke ich, liegt ein großer Anteil des Erfolges von Facebook darin begründet, das der Dienst suggeriert, das der / die, mit dem / denen man dort verknüpft ist, wirklich so etwas wie ein Freund ist / sein soll. Das es im überwiegenden Teil maximal 'nur' Bekannte sind, geht vielen vielleicht gar nicht auf. Schließlich hat man ja eine 'Freundschafts'- und keine 'Bekanntschafts'-Anfrage bestätigt oder gestellt.

Aber was im privaten Bereich ja noch zu verkraften ist, kann im geschäftlichen Bereich durchaus einen Sog nach unten zur Folge haben. Man verknüpft sich mit Gott und der Welt, und hat im Grunde überhaupt keinen Überblick mehr, mit wem man da eigentlich zu tun hat. Dann kann eine falsche Meldung vielleicht schon den Weg ins Aus bedeuten.

Beispiel XING: Dort gibt es sogenannte Kontakte-Gruppen. Deren Ziel - der Name sagt es schon - Kontakte bestätigen bis zum umfallen. Zugegebener Maßen bin ich auch in vielen dieser Gruppen. Aber nur ein kleines Licht, was die Anzahl der Kontakte angeht.

Über meine knapp 600 'Kontakte' lachen viele die dort vertreten sind, weil sie 4- teilweise schon 5-stellig sind, was die Zahl der Verknüpfungen angeht. Ich hatte auch lange das Ziel, mal 4-stellig zu werden.

Mittlerweile komme ich davon ab. Allein schon deshalb, weil man dort in der persönlichen Nachrichtenbox jeden Tag soviele Nachrichten findet, die für einen völlig unbrauchbar sind. Da wird man zu Events eingeladen, die irgendwann in Salzburg stattfinden. Man wird angefragt zu Seminaren, die morgen in Hintertupfingen abgehalten werden, usw. usw..

Aber ich komme davon auch mittlerweile aus einem Grund ab, der für mich nicht ganz schlüssig ist; den ich jetzt aber bei 2 Nachrichten zwei Mal erleben musste und der mich die ganze Sache hinterfragen lässt:

Im September / Oktober fragte ich meine Kontakte an, ob sie einen Rollrasen - den der Sportverein bei dem ich zur Zeit arbeite loswerden wollte - gebrauchen könnten. Kurz vor Weihnachten wünschte ich ihnen dann ein Frohes Fest.

Beide Male kamen erstens etliche Meldungen zurück, das die angegebenen Mail-Adressen nicht erreichbar wären. Zum zweiten auch beide Male Mails, die sich gespammt fühlten und sich deshalb den Kontakt verbaten.

Wo liegt da aber dann der Sinn in der Verknüpfung? Wie kann man über 6, 9 oder 12.000 Kontakte den Überblick behalten respektive warum verknüpft man sich, wenn zwei Mails in drei Monaten, die dann noch nicht einmal gewerblicher Art waren (gewerblich heißt für mich, den zweck zu haben, Geld zu verdienen) nicht verkraftet?

Oder dürfen Kontakte nur sein, wenn man davon in finanzieller Form profitiert?

Verdienen die sogennanten Social-Media-Dienste aus den genannten Gründen überhaupt die Bezeichnung 'Sozial'? Oder ist da nicht eher das Wörtchen un vorzusetzen

Marcus
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