Die Bundesliga vor der Winterpause Teil II


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Nachdem ich mich gestern im ersten Teil meines Hinrunden-Rückblicks und Rückrunden-Ausblicks mit dem 1. Tabellendrittel des Fußball-Oberhauses beschäftigt habe, kommen heute die Plätze 7 bis 12 an die Reihe.

Los gehts also mit der Eintracht aus Frankfurt.

Eintracht Frankfurt: So solide wie man bei den Hessen wirtschaftlich arbeitet, so solide ist auch die Mannschaft auf dem Platz. Bis auf Hoffenheim und die Bayern, wo man ohne eigenem respektive mit einem eigenen aber mit jeweils 4 Gegentoren vom Platz geschickt wurde, gab es keine großen Ausrutscher.

Mit Michael Skibbe hat man also nach der Ära Funkel - zumindest in meinen Augen - wieder einen Trainer an Land gezogen, der die übliche Halbwert-Zeit von Trainern bei einem Klub deutlich überschreiten dürfte. Aber der Erfolg liegt großteils auch an einem einzigen Namen: Theofanis Gekas.

Ohne die Tore die der Junge bislang erzielt hat, wäre der momentane 7. Platz vermutlich nicht erreicht worden. Wenn Gekas nicht traf, oder erst gar nicht auf dem Platz stand, war selten etwas wie Torgefährlichkeit zu verzeichnen.

Ich denke: Das zweite Tabellendrittel ist sicher auch am Ende der Rückrunde Aufenthaltsort der Eintracht. Ich orakle, das am Ende durchaus ein einstelliger Tabellenplatz herausspringen dürfte.

1899 Hoffenheim: Die Mannschaft ist wieder verstärkt eine Einheit. Der Abgang unzufriedener Spieler hat sich ausgezahlt, auch wenn das Ergebnis der Super-Hinrunde 2008 / 2009 nicht erreicht wurde.

Ralf Rangnick kann sich wieder auf die Arbeit auf dem Platz konzentrieren, und braucht keine Feuer mehr zu löschen, die auf Nebenkriegs-Schauplätzen gelegt werden.

Ich denke: Sie werden sich mit den Einträchtlern aus Frankfurt, und ein paar anderen Klubs um einen einstelligen Tabellenplatz streiten müssen.

Hamburger SV: Das die Elf der Diva von der Elbe trotz des ganzen Gezänks drumherum auf einem einstelligen Tabellenplatz überwintert ist schon ein kleines Wunder. Nicht nur, das man sich in Vorstand und Aufsichtsrat kritisch äußert und streitet, die Elf auf dem Platz mehr ein Haufen Einzelkämpfer als ein zusammengeschweißtes Team darstellt gibt es auch noch einen Trainer, der den Eindruck vermittelt, lieber heute als morgen die Trainerbank verlassen zu wollen, wenn man ihn den endlich entliesse.

Ich denke: Damit ein Team erfolgreich arbeiten kann, braucht es Ruhe im Umfeld. Niemandem ist geholfen, wenn von außerhalb des Kaders ständig Salven abgefeuert werden. Und es braucht auch ein eindeutiges Statement vom Trainer.

Dieses verbale rumgeeiere von Armin Veh ist letztlich nur für eines gut: Der Mannschaft ein mögliches Alibi für schlechte Leistungen zu liefern. Sollte Veh nicht während der Winterpause endlich Klartext reden, wie er sich seine Zukunft beim HSV vorstellt, dürfte er einer der Trainer sein, deren Stuhl bis zum Ende der Rückrunde neu besetzt werden dürfte.

Schalke 04: Sehr Langsam aber gewaltig. Das könnte die Überschrift über das Team aus Gelsenkirchen sein. Lange dümpelte man in der unteren Hälfte des letzten Tabellendrittels herum. Aber gerade vor der Winterpause scheint man endlich Tritt gefasst zu haben und Magaths Training Wirkung zu zeigen. Die überraschend deutliche Klatsche bei den roten Teufeln vom Betzenberg scheint dort einiges in Bewegung gebracht zu haben. Und das nicht - wie man erwarten könnte - in noch negativere Bahnen, sondern im positiven Sinne.

Ich denke: Die aufsteigende Formkurve ist keine Momentaufnahme. Magath brauchte einfach die Zeit, um seine Elf zu finden. Am Ende dürfte zumindest die Europa-League winken. Die Champions-League denke ich dürfte es nur bei einem absolut positiven Lauf noch werden. Aber da sehe ich momentan eher die Bayern und auch Leverkusen im Vorteil.

1. FC Nürnberg: Wie Eintracht Frankfurt auch eine solide Hinrunde für die Elf aus Franken. Bis auf Bayern und Mainz keine großen Ausrutscher nach unten. das wird mit dem 11. Tabellenplatz belohnt.

Ich denke: Die Ruhe, die seit dem Abgang von Präsident Michael A. Roth im Verein herrscht, scheint diesem gut zu tun. Niemand mehr, der sich zumindest merkbar an die vorderste Front drängt, um Sachen die man lieber intern regeln sollte in die Medienlandschaft hinauszublasen. Die Gefahr der Relegation ist mit 7 Punkten Abstand zwar noch nicht gebannt. Aber Dieter Hecking dürfte es gelingen, seine Elf um den 12. Platz herum zu halten.

FC Kaiserslautern: 3 Plätze vor dem zweiten Aufsteiger der Saison, dem FC St. Pauli, überwintert der Klub aus der Pfalz auf dem letzten Platz des 2ten Tabellendrittels. 21 Punkte sind vielleicht nicht das, was man sich bei den Roten Teufeln erwartet hatte, aber man steht immerhin besser dar wie die Klubs von der Weser oder vom Neckar. Und das ist - trotz dieser verrückten Hinrunde - doch immerhin schon ein Erfolg.

Ich denke: Sollte man sich sein Punktekonto wie in der Hinrunde auch in der Rückrunde füllen, was ich mir durchaus gut vorstellen kann, so dürften die Mannen um Trainer Marco Kurz mit dem direkten Abstieg nichts zu tun haben. Die Gefahr der Relegation könnte allenfalls drohen, sollte man einen negativen Lauf erwischen.

Teil 1 der Serie befasst sich mit dem oberen Tabellendrittel, Teil drei hat die unteren 6 Tabellenplätze zum Thema, während sich der letzte Teil mit den Medien befasst

Marcus
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