Das Jahr 2010 im Blogger-Rückblick


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In 20 Tagen hat rund um die Welt schon das Jahr 2011 Einzug gehalten.

Und wie überall, so blickt man auch in Reihen der Blogger auf das hinter uns liegende Jahr 2010 zurück. Daher ist solch ein Rückblick diesmal auch Thema des Webmaster-Fridays

Martin vom Webmaster-Friday hat diesmal eine Frage rund um den Rückblick auf das Blogger-Jahr 2010 gestellt.

Was hat das Jahr in der Blogosphäre gebracht, Ist die Vernetzung expandiert, bringt das Bloggen nurmehr Einzelkämpfer hervor oder wächst hier oder da doch eine Community zusammen? Welche Ziele wurden - wenn vorhanden - erreicht oder eben auch nicht erfüllt.

Für meinen Blog themenfreund.de kann ich sagen, das ich nicht wirklich etwas hatte, das man ein Ziel nennen könnte. Ich habe mir diesen Blog gebastelt um das loszuwerden was mich bewegt. Um Dinge anzusprechen die für mich erwähnenswert sind. Natürlich in der Hoffnung, das ich nicht nur für mich schreibe, sondern das das eine oder andere auch irgendjemanden interessiert.

Seit 09. Juli 2010 ist themenfreund.de online. Und wenn ich mir die Statistik so ansehe, kann ich wohl durchaus sagen, das es den einen oder anderen vermutlich tatsächlich interessiert, was ich hier so poste. Von 123 Leuten die sich im Juli hierher verirrten, stieg die Zahl bis zum November auf 472 Besucher.

Und ich hoffe, das dort durchaus noch Luft und Potential nach oben vorhanden ist.

Bei meinem anderen offiziellen Blog ist durchaus ein Ziel vorhanden. Und zwar, mit ihm meinem Veranstaltungs-Portal Bekanntheit zu verschaffen. Da beide aber mit der Thematik Esoterik ein nicht gerade unkompliziertes Feld beackern, ist es natürlich auch nicht so einfach, dort die Besucherzahlen nach oben zu schrauben.

Denn oft wird den Esoterikern ja vorgeworfen, sie hätten nicht alle Nadeln an der Tanne. Wobei ich mich hier doch etwas korrigieren muss. Denn ein angepeiltes Ziel dieses Blogs ist es durchaus, diese Vorbehalte gegenüber den Leuten die sich mit der genannten Thematik befassen, etwas aufzubrechen. Und zwar in dem ich zeige, das Esoteriker durchaus mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen stehen, und nicht in igrendwelchen Traumwelten umherirren.

Da dieses ziel nicht wirklich messbar ist kann ich natürlich auch nicht sagen, in wieweit ich es erreiche oder erreicht habe. Zumindest sind viele erstaunt, wenn sie erfahren, das ich mich mit Reiki, Lenormand & Co. beschäftige. Woran das liegt? Keine blasse Ahnung.

Doch zurück zum Thema des WMF: Martin fragt ja auch, ob die Blogosphäre ein Feld von Einzelkämpfern ist, oder sich auch Communities bilden / gebildet haben.

Meine Beobachtung ist, das es Communities in dem Sinne wohl nicht mehr gibt. Zumindest, wenn man Communities im Sinne dessen versteht, was Foren einmal dargestellt haben. Meiner Beobachtung nach haben Foren in 2010 enorm unter den - explosionsartig ?!? - aufkommenden Blogs gelitten. Und das wohl so stark wie nie zuvor seit gebloggt wird. Es sei denn, sie beschäftigen sich mit Themen rund um den Bereich SEO - also dem Bekanntmachen und dem pushen von Web-Angeboten in SuMas.

Eine Mitschuld - sofern man davon sprechen möchte - am Untergang dieser Communities haben aber auch FB, Twitter & Co. Ganz einfach, weil eine Reaktion viel schneller möglich ist und / oder erfolgt.

Daraus ableitend würde ich auch sagen, das die Blogosphäre durchaus ein Feld von Einzelkämpfern ist. Man schließt sich bei dem einen oder anderen Anliegen vielleicht noch mit anderen zusammen, aber ansonsten werkelt so ziemlich jeder für sich allein. Man bindet zwar den einen oder anderen aufgrund der Thematik des Blogs noch an sich bzw. seinen Blog. Aber die Bindung ist aufgrund der mehr in den Vordergrund stehenden Individualität des einzelnen meiner Meinung nach doch stark gesunken.

Auch ein Grund, weshalb Foren nach meinem dafürhalten die Verlierer der Entwicklung sind: Blogs binden einen nicht so sehr wie Foren. Ob man einen Beitrag schreibt oder nicht, entscheidet nicht über den Fortbestand des Blogs. Wohingegen Foren, in denen die Aktivität sinkt, irgendwann vor dem Aus stehen.

Eine weitere Frage Martins ist die nach den Werten zwischen den Blogs und den Artikeln. Ich denke, darauf habe ich eben schon ein Stückweit eine Antwort gegeben.

Daher, das Blogs mehr die Indivdualität in den Vordergrund stellen, als das bei Foren der Fall war / ist, sind die Werte auch andere als wie sie aus den Foren bekannt sind. Während man bei Foren schon sehr stark darauf achten musste, das die eigene Meinung nicht allzu konträr zum vorherrschenden Meinungsbild waren, kann man bei Blogs auch gerne mal gegen den Strom schwimmen. Natürlich nur solange es im Rahmen bleibt.

Wo aber auch die Gefahr von Blogs nach meiner Ansicht liegt. In Foren konnte es schnell mal einen Aufschrei geben, wurde jemand wegen seiner Meinung ausgeschlossen, oder seine Beiträge gelöscht. In Blogs liegt es allein beim Betreiber, ob eine Meinung die gegen den Strom schwimmt, auch veröffentlicht und somit bekannt wird.

Auch eine Folge der in den Vordergrund rückenden Indivualisierung wie ich denke.

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