Man kann sich auch tot talken!


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Die ARD-Oberen haben in Berlin die ersten Weichen für die Programmliche Zukunft gestellt.

Auch das, was schon im Vorfeld ordentlich für Kritik und Ärger sorgte wird jetzt umgesetzt. Ab Ende 2011 diskutiert man bei der ARD in der sprichwörtlich ersten Reihe.

Aber man kann sich auch tot-talken!

Ab Ende nächsten Jahres talken in der ARD nicht weniger als 5 Moderatoren - in Worten fünf - um die sprichwörtliche Wette.

Als da wären

  • Frank Plasberg mit 'Hart aber Fair',
  • Anne Will mit der gleichnamigen Sendung
  • Günther Jauch, der eine neue Talk-Sendung bekommt
  • 'Menschen bei Maischberger' mit Sandra Maischberger

und

  • Reinhold Beckmann mit 'Beckmann'

Dafür wandern die Polit-Magazine auf den Dienstag, Plusminus auf den Mittwoch und die Dokus werden weiterhin 12 Mal im Jahr mit 90-minütigen Ausgaben vertreten sein.

Nur wann und wie, das wissen die Verantwortlichen wohl selbst noch nicht.

Das die öffentlich-rechtlichen mit unseren GEZ-Gebühren schon so genug Schindluder treiben, brauche ich wohl keinem zu sagen.

Das jetzt aber bis auf zwei Abende in der Woche jeden Tag ein Hans-Hermann dort talken soll finde ich schon unsinnig weggeworfenes Geld weil völlig überflüssig. Oder hat eine dieser Plauderstündchen schon mal irgendein Ergebnis gehabt, das dem Volk wirklich dienlich gewesen ist??

Ich kann mich an keine(s) erinnern!

Man kann sich auch im wahrsten Sinne tot talken.

Über was soll in den einzelnen Runden debattiert werden? Über das Thema, was gestern schon Jauch bekakelt hat, heute von Maischberger vielleicht bequatscht wird und das Tags drauf Beckmann mit seiner 'weicheren' Talk-Runde erneut belabert?

Die öffentlich-rechtlichen Sender haben einen Bildungsauftrag, das stimmt durchaus. Aber nur mit Polit-Talk-Gerede, das die Politiker eh am nächsten Tag nach dem Motto 'was interessiert mich mein Geschwätz von gestern' vergessen haben, wird niemand gebildet.

Wenn sich die Herren Intendanten so für die Kultur einsetzen würden, wie sie es für in meinen Augen überflüssige Polit-Talk-Runden tun, ginge es einigen kulturellen Einrichtungen sicher wesentlich besser. Und der Staat könnte sich die eine oder andere Subvention vielleicht sparen.

Ich habe diesem Polit-Talk-Gequatsche noch nie viel abgewinnen können. Weil heute eh kein Moderator es sich mehr leisten kann - sofern er sich den trauen würde - Fragen zu stellen, die richtig weh tun könnten.

Denn was passiert, wenn ein solcher Talk-Moderator einem Politiker mal eine solche Frage stellt? Entweder bekommt er von seinem Gegenüber nie wieder ein Interview, oder nach zwei Mal nachfragen stellt er eine neue Frage, mit der er genauso wenig erfährt wie mit der Frage zuvor.

Quelle: DWDL.de

Marcus
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