Böser Blogger = guter Blogger = gut fürs Bloggen?


Der Artikel besteht aus 364 Wörtern. Geschätzte Lesezeit: 01:27 Minuten

Wie ich auf die Frage komme?

Durch das dieswöchige Thema auf Webmaster-Friday

Ob böse(artige) Blogger gute Blogger, gar die besten oder gut fürs Bloggen sind, ist in meinen Augen eher nicht der Fall. Aber ob böse Blogger die erfolgreicheren sind, das - glaube ich - kann man schon mit einem JA beantworten.

Denn schauen wir doch mal auf andere Bühnen:

Im TV : wer ist hier erfolgreich? Der, der anderen an die Karre pinkelt. Typen, die einen anderen bloß stellen oder klein machen.

Im Krimi ist der Schurke der Held. Der Gute muss sich mit der Nebenrolle abgeben, und sich - früher oder später - die Radieschen von unten betrachten

Im Sport: Wer wird hier gefeiert? Der Sportler, der fair ist, und sich - weil ein anderer unfair arbeitet - mit dem Platz im Schatten begnügen muss?

Die Presse: Was wird gelesen? Was hat Leser? Der Artikel vom edlen Spender, vom Menschen der Gutes tut? Wird über den Politiker berichtet, der noch im Sinne des Volkes agiert und Politik macht, wie sie nach dem Verständnis der Menschen aussehen sollte?

Im seltensten Fall. Lesen tun die Leute, was sich nach Schurkenspielen anhört.

Oder nehmen wir doch mal das sogenannte 'reale' Leben: Wer steigt die Karriere-Leiter rauf? Um wen drehen sich Schlagzeilen in der Zeitung? Um den Guten, oder um den weniger Guten?

Also: Der Mensch an sich will doch anscheinend nicht mit den Taten oder Erfolgen irgendwelcher Gut-Menschen 'belästigt' werden. Er will erleben, das es anderen noch schlechter oder mieser geht als sich selbst.

Und das - so glaube ich - kann man auch auf Blogger übertragen!

Jene die von guten Menschen oder von positiven Dngen berichten sind sicher seltener Erfolgreich beim Bloggen als jene, die andere kritisieren.

Und das böse Blogger fürs Bloggen gut sind, ist wohl schon aus dem Grunde nicht zu bejahen, weil der Mensch gerne Verallgemeinert. Wenn der Mensch die Erfahrung gemacht hat, das eine Szene häufig durch Negativität auffällt, wird gleich alles was damit in Zusammenhang steht, für schlecht befunden.

Das dort ein paar mehr oder wenige das Gegenteil darstellen interessiert dann nicht.

Marcus
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1 Kommentar

  1. Dieses Thema rauscht ja richtig durch den Bloggerwald! Das ist heute schon der vierte Post, den ich darüber lese.

    Ich finde das Thema durchaus interessant. Mir stellt sich dabei die Frage, was will ein Blogger erreichen, was sind seine Ziele? Wenn ich da alles richtig verstanden habe, ist es doch ein Ziel eines Bloggers, möglichst viele Leser zu haben, die regelmäßig in meinen Blog kommen und sich darauf freuen, das zu lesen, was ich poste, oder?

    Kann ich das erreichen, indem ich ständig über die Themen schreibe, über die andere bereits x-mal geschrieben haben, oder erreiche ich das, indem ich (nicht immer, aber schon öfter mal) wirklich meine eigene Meinung sage, provoziere, polarisiere? Ganz bestimmt!

    Wenn ich als Blogger das oben skizzierte Ziel habe, dann ist für mich der zweite Weg eindeutig der, der mehr „Erfolg“ verspricht.

    Jürgen Schnick

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