Unerwünschte Werbeanrufe abwehren

Sie gehören zu dem was man sicher mit Fug und Recht eine nicht enden wollende Plage nennen kann: Die Werbeanrufe. Jeder von uns wird sicher wöchentlich, wenn nicht sogar täglich (mehrmals) von einem Anruf genervt, bei dem man schon an der Rufnummer – sofern sie übermittelt wird (was bei Gewerblichen Anrufen eigentlich schon lange Pflicht ist) – erkennt, das es wieder ein solcher Störenfried ist.

Da ist dann guter Rat teuer, wie man sich am besten gegen diesen Plagegeist wehren kann!

Eine der Möglichkeiten, die wahrscheinlich sogar sehr häufig genutzt wird, ist es, seinem Gegenüber mit Hilfe einer Trillerpfeife den Unmut über die Störung kund zu tun.

Auch wenn man davon ausgehen mag, das man diese Art Anrufe nicht gewünscht hat und von daher im Recht ist sich so zur Wehr setzen zu dürfen, und man zweitens vielleicht davon ausgeht das der Störenfried sich davon schon wieder erholen wird, ist von dieser Methode abzuraten.

Denn wie ein Gerichtsurteil in dieser Woche gezeigt hat, kann diese Variante der Abwehr teuer werden und sogar dazu führen das man als vorbestraft gilt.

Das Amtgericht Pirmasens hat eine 61jährige Frau zu einer Geldstrafe von 800 € verurteilt, da sie mit der Trillerpfeife der Anruferin bei einem dieser Anrufe ihren Unmut mitteilte. Diese soll dabei ein akutes Lärmtrauma erlitten haben und seitdem an Ohrgeräuschen leiden.

Es ist also nicht anzuraten, diese Art der Unmutsäußerung zu nutzen, um dem Gegenüber mitzuteilen das sein Anruf weder erwünscht noch erlaubt ist!

Eine weniger anstrengende und zudem noch wesentlich günstigere Variante, sich diese nervötenden Anrufer vom Leib zu halten habe ich in diesem Artikel beschrieben! Denn es soll ja durchaus auch heute noch Call-Center geben, die sich den gesetzlichen Vorgaben widersetzen und ihre ‘Kunden’ anonym’ terrorisieren. Vorteil der dort beschriebenen Methode ist es, das es kein akustisches Signal des Anrufes gibt. Die Fritz-Box respektive Euer Telefon informiert nur optisch darüber, das Euch jemand versucht hat zu erreichen – sofern er denn auf den Anrufbeantworter gesprochen hat!

Ist das nicht der Fall, werdet ihr im Prinzip nie erfahren das ein anonymer Anrufer versucht hat Euch zu kontaktieren. Es sei denn, ihr schaut regelmäßig dir Anrufliste der Box durch!

Sollte der unerwünschte Anrufer seine Rufnummer ordnungsgemäß übermitteln, könnt ihr diese in der Box sperren. Leider bietet z. B. die Fritz-Box 7170 nur Platz für ca. 30 zu sperrende Rufnummern. Die sind jedoch im Normalfall in einem, allerspätestens aber nach zwei  Monat(en) allesamt belegt.

Ein zweiter Punkt, der zumindest bisher noch verhindert das Euch verschiedene Endgeräte hinter einer zentralen Rufnummer nicht mehr erreichen können, ist die Tatsache, das zumindest das erwähnte Gerät keine Wildcard-Nummern verwalten kann.

Ruft Euch z. B. einmal die Rufnummer 0123/456780 an und bei einem weiteren Versuch die  0123/456781, so müssen beide Rufnummern einzeln gesperrt werden. Ein Sperren zum Beispiel über die Wildcard 0123/4567* ist (noch) nicht möglich!

Aber vielleicht arbeitet man in Berlin ja schon an einer Lösung. Vorgeschlagen habe ich zumindest eine solche. Denn da man an die Box auch einen USB-Stick anschließen kann – ohne den man meines Wissens nach nicht mehr als einen Anrufbeantworter einrichten kann, hätte man eigentlich sagenhaft viel Platz für zu sperrende Nummern. Denn eine solche, gesperrt Nummer nimmt ja nur wenige kb in Anspruch. Nur muss die Box diesbezüglich natürlich sowohl den Stick als auch die möglichen Mengen an Nummern verwalten können!

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6 Kommentare zu Unerwünschte Werbeanrufe abwehren

  1. Horst Schulte // 26. Mai 2012 um 11:38 // Antworten

    Zum Glück haben wir diesen Stress nicht! Aber auch bei uns kommen ab und an Werbeanrufe an. Ich halte es dann so, dass ich höflich aber sehr bestimmt ganz schnell zum Ende komme.

    Am meisten nerven die, die mit dem Hinweis beginnen, dass sie einem nichts verkaufen wollen. Das sind die Schlimmsten. ;)

    Auch lästig finde ich übrigens die Anrufe von Call-Centern, die im Auftrag von Autohäusern anrufen und dann in endlosen Interviews wissen wollen, wie man mit dem jeweiligen Service zufrieden gewesen ist. Aber… ich habe damit schon positive Erfahrungen gemacht. Ich wurde ganz kurz, nachdem ich bei einem solchen Interview richtig abgelästert hatte, von besagtem Autohaus angerufen. Die Sache wurde schnell zu meiner Zufriedenheit geklärt. Geld gekostet hat es aber natürlich trotzdem.

    • Hallo Horst!

      Da die meisten dieser Anrufe an die Nummer meiner älteren Herrschaften geht, und die sich da naturgemäß(!?!?) leider sehr leicht besabbeln lassen würden, muss(te) ich so vor gehen.

      Zumal es Zeiten gegeben hat, da waren es mindestens ein halbes Dutzend dieser Nervtötenden Anrufe am Tag! Und das geht einem dann doch gewaltig gegen den Strich!

      Mal ganz abgeshen davon, das es für manche Leute schon reicht, das man den Hörer abgenommen hat, um irgendwelche Inkasso-Unternehmen damit zu beauftragen nie bestellte und in Anspruch genommene Leistungen abzurechnen

  2. Eine gute Möglichkeit sich solcher Anrufe zu erwehren, ist einfach den Spieß umzudrehen. Anstatt die eigenen Daten anzugeben einfach den Anrufer danach fragen. Name, Vorname, Firma, Geburtsdatum. Spätestens bei der Frage nach der Bankverbindung hat der keine Lust mehr :-D

    Falls gefragt wird, warum man die Daten wissen will, einfach sagen, dass man die Daten braucht um bei der Verbraucherzentrale die Seriösität überprüfen zu können. Der ruft nie im Leben bei euch an :-D

    • Hallo Cujo!

      Das wäre in der Tat eine gute Idee, den Spieß einfach mal umzudrehen.

      Allerdings dann hat der Anrufer auch wieder meine Zeit geklaut, was ich ja mit den von mir erwähnten Mitteln eben verhindern will! Auch wenn der danach wohlmöglich – 100%ige Sicherheit gibt es bei dieser Variante ja nicht – nach der Fragerunde nie wieder anruft!

      Und wie schon im Artikel geschrieben: Ich verhindere mit meinem Vorgehen auch, das andere Familienmitglieder sich besabbeln lassen und ich mich dann hinterher wieder mit dem Müll von irgendwelchen Inkasso-Firmen herumschlagen darf!!

  3. Ich bleibe bei solchen Werbeanrufen meist ganz gelassen und beende freundlich das Gespräch; viel schlimmer finde ich es, dass Firmen heute noch solche “Marketing-Maßnahmen” einsetzen, also so völlig uninspiriert und schlecht durchdacht. Obwohl es doch so tolle weniger belästigende Maßnahmen im Marketing gibt.

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  1. Geklickt und kommentiert 11-2012 - Nicht spurlos

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