Vor Trojanern wird gewarnt

Nach dem Bundes- nun der GEMA-Trojaner aktiv

Die Betrüger im Netz werden nicht weniger. Und auch die Ideen, mit dem sie versuchen braven – und vor allem unschuldigen – Bürgern das Geld aus der Tasche zu leiern werden nicht weniger.

Im Gegenteil!

Die neueste Masche ist – nach dem das gleiche schon Mitte des Jahres mit dem Bundestrojaner durchexerziert wurde – der GEMA-Trojaner

Mit, durch geklautem Logo, täuschend echt nachgemachten EMails teilt man dem Computer- und Internetbenutzer mit, das sein Internet-Zugang gesperrt sei und nur duch Zahlung eines bestimmten Betrages wieder freigegeben wird.

Eines dieser Opfer kommt aus meiner Nähe und darüber berichtet die lokale Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe.

Im folgenden mal ein Auszug aus einer entsprechenden Mail, deren Text vermutlich durchaus variieren kann, die dem Bericht beigefügt war:

Auf ihrem Computer wurden illegal heruntergeladene Musikstücke (“Raubkopien”) gefunden.

Durch den Download wurden die Musikstücke vervielfältigt, so das ebenfalls eine Strafbarkeit gemäß §106 Urhebergesetzt gegeben ist.

Dann finden sich weitere Angaben zu verschiedenen Paragraphen, die unter anderem die Höhe der Strafe vorgeben. Und es wird – natürlich auch um das Opfer weiter einzuschüchtern – gewarnt, das der Rechner mit dem die Dateien angeblich heruntergeladen wurden eingezogen werden kann.

Dann folgen die / eine IP-Adresse sowie der / ein Hostname in der Mail.

Weiter heißt es dann u. a.:

Um die Sperre aufzuheben und weiteren Strafrechtlichen Konsequenzen aus dem Weg zu gehen sind Sie verpflichtet eine Mahngebühr in Höhe von € 50,– zu bezahlen.

Zahlbar seien diese Gebühren über den empfohlenen Bezahlservice ‘Paysafe’

Mit dem Überweisen des Betrages ist natürlich nur das Geld und nicht der Trojaner weg. Ganz zu schweigen davon, das der Computer wieder freigeschaltet worden ist.

Wie man den Trojaner wieder loswird, wird auf dieser Seite von t-online.de geschildert!

Daher natürlich auch noch von dieser Stelle die Eindringliche Warnung: (Zumindest) Nie ohne Antiviren-Software im Netz unterwegs sein. Und als zweite Warnung / Anmerkung: sicher wird eine Organisation wie die GEMA keine EMails mit solchem Inhalt verschicken. Zumindest nicht mit einem Ton im Stile

‘Sind sie verpflichtet, eine Mahngebühr zu bezahlen.’

Denn noch immer gilt in Deutschland die Unschuldsvermutung. Die fordernde Seite muss die / eine Strafbare Handlung nachweisen, nicht das zur Zahlung aufgeforderte Opfer seine Unschuld!

Und vor allem: eine Organsiation wie die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, die eine solche Mail angeblich verschickt haben soll, wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nie einen Internet-Zahlungsdienst zur Begleichung der angeblichen Schuld anbieten, sondern immer eine handfeste Kontoverbindung!

Ich habe mir nach dem Trojaner-Befall dieses Blogs eine entsprechende Software von avast zugelegt, die auch einen Skript-Schutz enthielt. Diese habe ich jetzt, offenbar zu einem sehr günstigen Zeitpunkt, zwischen den Jahren aufgerüstet. Für 30 Euro habe ich mir das Internet-Security-Paket mit Lizenz für 3 PC’s zugelegt und so anscheinend mal eben locker 40 Euronen gespart! Denn zum Zeitpunkt an dem ich den Artikel verfasse, wird die Software in deren Shop mit 70 € angeboten.

Zwar haben wir momentan nur 2 PC’s, aber wenn sich da noch Zuwachs ankündigt, kann das ja nie verkehrt sein ;) Und es hat sich wohl schon rentiert, den Schutz zu haben. Denn Bekannte von mir haben ihre Webseite erneuert und als ich die besucht habe, wurde ich vor einem entsprechenden Übeltäter gewarnt! Dieser wurde geblockt und somit unschädlich gemacht!

Was zudem praktisch ist – wobei ich nicht weiß, ob ähnliche Produkte das auch anbieten -, das nicht nur während des laufenden Betriebs der PC gescannt wird, sondern auch in der Bootphase alle Festplatten und auch externen Laufwerke durchforstet werden.

Ich denke, das ich dadurch – und Dank Robert Basic, der mich auf avast aufmerksam machte – ein wenig beruhigter im Netz Surfen kann. Auch wenn man natürlich nie den absoluten Schutz erreichen wird können.

Über Marcus (631 Artikel)
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2 Kommentare zu Vor Trojanern wird gewarnt

  1. Immer das gleiche mit dem Mist und solange es Leute gibt die darauf reinfallen, wird das auch nicht aufhören. Wobei ich mich wirklich frage wie man auf sowas reinfallen kann?
    Markus letzter Artikel auf dem eigenen Blog: Frohes neues Jahr mit Google Doodle

    • Tja, gute Frage!

      Wobei der Zeitungsartikel noch erwähnt, das denen das durchaus auch noch aufgegangen ist, das das Beschiss ist! Aber da war das Geld schon durch den Schornstein gepustet worden

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