Ist Social-Media sozial?

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'Social Media'!

Übersetzt heißt das soviel wie 'Soziale Medien'. Aber wie sozial sind diese 'Sozialen Medien' eigentlich? Diese Frage stellt der Webmaster-Friday zur Debatte!

Und die Antwort finde ich so einfach wie auch schwierig: Sie sind so sozial, wie die Gesellschaft von der sie genutzt werden!

Martin wirft Begriffe wie Troll und Bashing in den Ring, fragt nach der Struktur des Social Media und ob Personen mit vielen 'Freunde' und 'Followern', und die somit mit 'Social Power' ausgestattet sind, diese berechtigterweise haben. Also ob Social Power im Grunde gleichzusetzen ist mit Sozialer Macht und / oder Kompetenz.

So sozial wie die Gesellschaft

Ich denke, das Social Media im Grunde nur so sozial sein kann, wie die Gesellschaft von der sie ge- und benutzt wird. Wobei das jetzt nicht heißt, das eine Diktatorische Gesellschaft diese Medien nur diktatorisch nutzt oder nutzen kann. Und es heißt auch nicht, das eine im Prinzip demokratische Gesellschaft die Sozialen Medien auch nur demokratisch nutzen kann und muss.

Das ist der wie erwähnt schwierige Teil der Antwort. Diktatorisch im 'Realen Leben' heißt nicht gleich dikatorisch im virtuellen Raum. Und demokratisch im wirklichen Leben heißt nicht das es im virtuellen Leben so zugeht.

Vielleicht kann eine von Diktatur geprägte Gesellschaft diese Medien sogar demokratischer nutzen als es eine demokratisch geprägte kann. Denn auch wenn letztere es gewohnt ist, so zu handeln, heißt es nicht das sie auch die Fähigkeit besitzt, dies in den Cyberspace zu portieren. Wo hingegen die diktatorisch geprägten Menschen vielleicht sogar ausgesprochen Wert darauf legen, der virtuellen Gesellschaft eine andere Struktur zu verleihen.

Trolle gibts auch im Realen Leben

Trolle, Menschen die es geradezu darauf anlegen andere zu provozieren oder gar zu mobben, gibt es (bekanntlich) auch im 'Real-Life'. Ich glaube jeder kennt einen Menschen, der seinen Spaß daran hat andere Leute aufzuziehen. Egal womit. Nicht zu reden von denen, die mobben oder gemobbt werden.

Und diese Leute finden sowohl im Cyberspace wie auch im 'echten Leben' immer Anhänger, die darauf einsteigen. Das könnte meiner Ansicht nach damit zusammenhängen, das sie sowohl etwas verbindet wie auch trennt.

Verbinden mag diese Menschen vielleicht die Abneigung oder sogar der Hass gegen den- / diejenigen, die vom 'Obertroll' provoziert werden. Trennen, das sich die Anhänger das von selbst vielleicht gar nicht trauen würden und daher den 'Vortänzer' bewundern.

Von daher ist die Frage, ob es bei Social Media eine Hierachie gibt, durchaus zu bejahen. Wobei das nicht heißt, das diese unbedingt demokratischer Natur sein muss.

Wie in der realen Gesellschaft gibt es Personen die 'die Ansage machen' und Leute, die dieser Ansage folgen.

Hierachie vorhanden

Dabei darf aber nicht vergessen werden, das die Tatsache, das jemand viele 'Freunde' oder 'Follower' hat - also Leute die ihm folgen, zuhören oder wie immer man das auch nennen möchte - nicht gleichbedeutend ist mit Sozialer Kompetenz. Ob jemand (gute) soziale Kompetenzen und Fähigkeiten besitzt, ist im Cyberspace schlecht oder gar nicht zu beurteilen.

Die Fähigkeit, Menschen wirklich führen zu können, kann sich nur zeigen, wenn man aus der Anonymität heraus- und den Menschen Leibhaftig gegenübertritt. Wer im Cyberspace die tollsten Reden schwingt, kann - dem anderen Auge in Auge gegenüberstehend - komplett versagen. Genauso wie jemand der Leibhaftig viele Menschen mit seiner Art und seinem Auftreten erreichen kann im virtuellen Raum wohlmöglich kläglich allein bleibt.

Social Power != Soziale Kompetenz

Es heißt also nicht wirklich etwas, wenn jemand 1000, 10000 oder noch mehr Follower oder Freunde hat. Denn zum einen weiß man nicht, wie die Zahl zustande gekommen ist. Zum zweiten dürfte bei dem Großteil dieser Leute der Beweggrund im dunklen bleiben, der dazu geführt hat, das sie zu den 'Anhängern' der betreffenden Person gehören respektive geworden sind.

Jemand mit nur 50 oder 100 'Freunden' kann real wesentlich mehr Kompetenz besitzen als einer mit den erwähnten 10000 'Freunden' von denen er nicht einmal ein Promille selber wirklich kennt. 

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Autor: Marcus

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