Manchmal sollte man sein Hirn einschalten

Diskussion um Monika Lierhaus' Fernsehlotterie-Engagement

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Zuletzt geändert oder ergänzt wurde er am: Dienstag, 17.04.2012

Monika Lierhaus hat die Tage wieder ein Interview gegeben, in dem sie über sich, die Rückkehr nach ihrer Krankheit und dem Vertrag mit der ARD-Fernsehlotterie spricht.

Das entflammt natürlich auch wieder die Diskussion über die kolportierten 450.000 € Gage, die ihr die Lotterie angeblich zahlen soll.

Und man merkt mal wieder deutlich, das der gemeine Deutsche neidisch ist und vor allem gerne meckert. Und das, obwohl er nicht Ansatzweise weiß wovon er redet!

Das zeigt diese Liste an Kommentaren für mich ganz deutlich. Denn ich glaube nicht, das einer derjenigen, die davon schwadronieren, nie wieder ein Los der Lotterie zu kaufen, eigentlich wissen was da Sache ist.

Aber warum sollten sie es auch? Meckern und schlechtmachen ist ja umso vieles einfacher, als mal seinen Verstand und sein Hirn einzuschalten. Das allerdings natürlich voraussetzen würde, das beides überhaupt vorhanden ist.

Denn:

1. Die Lotterie ist eine gemeinnützige GmbH. Das heißt übersetzt u. a. sie darf keine Gewinne machen. Vor allem aber, das der Großteil dessen, was eingenommen wird, sozialen Zwecken zugeführt werden muss. Und das ist hier der Fall

2. Sie wird jedes Jahr auf ihre Gemeinnützigkeit hin überprüft.

Von 1 € Loseinsatz gehen (lt. Wikipedia):

- 45 cent ans Deutsche Hilfswerk für die Förderung sozialer Maßnahmen (lt. Satzung sollen es nur 30% sein)

- 31 cent werden als Gewinn ausgeschüttet (lt. Satzung 30%)

- 17 cent als Steuer an den Staat  und

- 7 cent gehen für Verwaltung, Werbung und Organisation drauf.

Wenn die Fernsehlotterie von diesen 7 cent in der Lage ist, Frau Lierhaus die (kolportierten) 450.000 € Gage zu zahlen, dann ist das doch völlig in Ordnung. Zumal sie diese 7 Cent - respektive dem Anteil von Frau Lierhaus' Gage an den 7 cent - aufgrund der Satzung auch nicht anders verbraten dürfte.

Desweiteren regt man sich natürlich über die Summe an sich auf, und das sie die fürs angebliche Nichtstun bekommt.

1. Niemand von uns weiß, welche Arbeit / Aufgaben sie wirklich zu leisten / erledigen hat

2. Frau Lierhaus - und auch alle anderen, vor der Kamera stehenden Mitarbeiter der ARD - ist freischaffend tätig, also quasi selbständig. Eine ehemalige Tagesschausprecherin hat das vom Hamburger Arbeitsgericht schriftlich bekommen.

Daraus folgt

3. das Frau Lierhaus und ihre Kollegen allesamt ihre Renten- und Krankenversicherungen selbst zu bezahlen haben. Und wer sich nur mal schlau gemacht hat, was für Beiträge die privaten Krankenversicherungen nehmen, weiß, das die nicht für'n Appel & Ei arbeiten.

Da möchte ich persönlich die Beiträge für die Rentenversicherung nicht ansatzweise wissen.

und

4. das Frau Lierhaus' Arbeit - sowie in den Kommentaren geschehen - ganz sicher nicht mit Otto-Normal-ArbeitnehmerIn an der Supermarktkasse zu vergleichen ist, der / die morgens um 7 anfängt zu arbeiten und um 16 h nach Hause geht.

Für mich spricht aus diesen ganzen (negativen) Kommentaren der typisch deutsche Neid. Man selbst hats nicht zu einem solchen Job / Verdienst geschafft, aber ein anderer (noch dazu eine Frau). Und das ist dann ja der Gipfel der Unverschämtheit.

Und vor allem spricht für mich daraus, das dort nur gemeckert wird, ohne seinen Verstand und sein Hirn einzuschalten. Denn wenn man beides in Funktion hätte würde man sich mal informieren und dann die Fakten sprechen lassen.

Denn dann würde man vermutlich merken, das man nicht der Lotterie oder Frau Lierhaus schadet, wenn man kein Los mehr kauft, sondern jenen, denen die Erlöse zugute kommen. Und zuguterletzt auch noch sich selbst. Wenn die Lotterie nämlich weniger Steuern abführt, fehlen dem Staat Einnahmen. Und die holt er sich dann - bekanntermaßen - anderweitig wieder.

Aber wie gesagt, dafür müsste man über Hirn und Verstand - und nicht über einen Luftleeren Raum im Kopf - verfügen. 

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Autor: Marcus

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