Drillinge mit 17

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Zuletzt geändert oder ergänzt wurde er am: Dienstag, 17.04.2012

Eine 17-jährige aus Brandenburg hat, wie man in der BILD-Online nachlesen kann, in der Berliner Charitè Drillinge entbunden.

Nun könnte man natürlich sagen, typisch Neue Bundesländer

Aber so einfach, denke ich, kann und darf man sich die Sache zumindest in diesem Fall nicht machen.

Denn nicht nur in den Neuen Bundesländern passiert es, das Teenager schwanger werden. Auch in den sogenannten alten Bundesländern gibt es heranwachsende die Mutter respektive Vater werden und noch nicht volljährig sind.

Desweiteren haben aber in diesem Fall wohl auch mehrere Faktoren hineingespielt, die man durchaus eine Verkettung unglücklicher Zufälle nennen könnte. Denn eigentlich hatte die Jugendliche mit der Pille ja für Verhütung gesorgt.

Laut Bericht soll sie jedoch zum Zeitpunkt des ausschlag gebenden Geschlechtsverkehrs einen Erkältung gehabt und dagegen ein Medikament genommen haben. Leider haben hier wohl Arzt und / oder Apotheker vergessen, ihr zu sagen, das das entsprechende Mittel die Wirkung der Pille herabsenkt, wenn nicht sogar ganz aufhebt.

Aber man soll die Schuld an der Geschichte auch nicht nur einer Seite aufbürden. Auch und gerade weil der Mann mit 22 Jahren eigentlich erwachsen genug gewesen sein müsste. Dieser aber zog es vor, sich kurz nach der Nachricht Vater zu werden, der Verantwortung zu entziehen.

Nicht jedoch ohne von dem Mädchen zu verlangen, eine Abtreibung vornehmen zu lassen.

Da stellt sich dann schon wieder - zumindest in meinen Augen - eine weitere Frage: Nämlich die, wer hier erwachsener und verantwortungsvoll(er) ist.

Ist es eigentlich Machogehabe, beim Sex zu erwarten, das die Frau schon dafür sorgt, das nichts 'folgenschweres' passiert? Oder einfach Normalität in der heutigen Zeit? Was veranlasst den Mann - ohne Absprache und ohne die wirkliche Absicht auch die Vaterrolle übernehmen zu wollen, wenn es denn dazu kommt - auf das Kondom zu verzichten?

Ist es das, was manche Pariser ja auch versprechen aber vielleicht nicht halten: nämlich das 'Gefühlsechte'?

Ist das falsch verstandene Lebensfreude? Oder was kann das sein?

Ist man heute als Mann altmodisch, wenn man sich vor dem GV ein Verhüterli überstreift, weil man (noch) nicht Vater werden will?

Bleibt dem Mädchen und den Drillingen nur zu wünschen, das sie die Oma, bwz. Ur-Oma noch lange haben.

Denn die Mutter des Mädchens respektive die Oma der Drillinge hatte entweder keine Lust mehr auf die Verantwortung - wie wohl der Vater der Drillinge - oder war von selbiger überfordert.

Auch wieder ein Aspekt an dem Fall, der einen der Meinung sein lassen könnte, das es nur typisch und somit logisch ist für Fälle 'zerrütteter' Familien wie hier. Aber ich denke nicht, das nur Jugendliche in sehr jungen Jahren schwanger werden, die durch Scheidung der Eltern oder sonstigen Familien'tragödien' vorbelastet sind. 

Autor: Marcus

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