flattr ist ein sogenannter Micro-Paydienst.
Wer sich auf flattr.com registriert, egal jetzt ob nur als User der nur informationshalber im Netz unterwegs ist, oder als Betreiber einer Webseite, zahlt einen selbst gewählten Betrag auf seinen Account ein. Minimum sind 2 €
Wenn ihr dann als User im Netz unterwegs seid und auf einer Webseite unter einem Artikel einen flattr-Button findet, könnt ihr, wenn ihr den Beitrag als informativ oder sonstwie gelungen betrachtet, diesen Button klicken. Von Eurem Guthaben geht dann am Ende des Monats ein bestimmter Betrag auf das Konto desjenigen, dem die Webseite gehört respektive der den Beitrag geschrieben hat.
Klickt ihr oft auf diesen flattr-Button, sinkt natürlich der einzelne Betrag, der den Betreibern / Autoren der von Euch geflatterten(?) gutgeschrieben wird. Klickt ihr dagegen seltener auf diesen Button, steigt der einzelne Betrag natürlich dementsprechend.
So wie ich es bislang verstanden habe, geht der von Euch für den jeweiligen Monat gewählte und auf Euren Account eingezahlte Betrag jedenfalls komplett weg.
Für den Betreiber einer Webseite / dem Autoren eines Beitrags ist flattr hingegen eine nette Möglichkeit, nebenbei ein paar Cent zu verdienen. Oder auch ein paar Euros.
Die tageszeitung (taz) soll in einem Monat sogar schon an die Grenze eines vierstelligen Betrags vorgestossen sein.
Natürlich ist das auch darauf zurückzuführen, das eine Zeitung täglich dutzende neue Artikel veröffentlicht. Als 'normaler' Betreiber einer Webseite ist das erreichen einer solchen Summe vielmehr sicher nur Wunschdenken.
Aber flattr kann dazu beitragen, z. B. die Kosten für den Betrieb einer Webseite / eines Blogs zu minimieren oder sogar ganz zu decken.
Als Micropayment-Dienst bezeichnet man flattr eben deshalb, weil es sich meist um kleinere Beiträge handelt. Und weil eben nicht pro Klick ein Servicebetrag für flattr abgezogen wird, sondern flattr (bislang) 10% des gewählten Monats-Etats als Servicebetrag einbehält.
Als Gegenbeispiel könnte man z. B. paypal nennen, wo ja pro Überweisung ein bestimmter Betrag an die Betreiber geht.
Ich probiere flattr auf meinen Blogs jetzt auch erstmal aus, und schaue, was draus wird.
