Wohnung kontra Bauwagen

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Zuletzt geändert oder ergänzt wurde er am: Donnerstag, 10.11.2011

Es gibt ja die verschiedensten Lebensweisen.

Der eine wohnt gerne luxoriös und braucht seine Villa. Der andere hat's mit seinem kleinen Häuschen, und wiederum der nächste lebt zufrieden in einem [wseo]Bauwagen[/wpseo].

Aber was passiert, wenn die Lebensweisen aufeinandertreffen?

Das kann man zur Zeit in Lüneburg erleben.

Da ist zum einen die Siedlung mit den Bewohnern kleinerer und größerer Wohnungen. Auf der anderen Seite die Wagenburg-Bewohner die den einen Platz räumen sollen, und in die nähe auf ein Feld nahe eines anderen Wohngebietes ziehen sollen.

Was den Häuslebauern und Mietern der Siedlung teilweise so gar nicht passt.

Man hätte ja nichts gegen die Bewohner der Bauwagen. ABER: Weil sie ja 'in einer eher konventionellen Siedlung' leben, würde so eine Wagenburg da nicht hinpassen. Es würde ausserdem die Immobilienpreise drücken, würde die Gruppe mit ihren Bauwagen dort langfristig Station machen.

Zudem müsse man ja dann die ganzen Gerüche ertragen, die eine Bauwagen-Siedlung so mit sich bringen dürfte. Nur: was entsteht, wenn man im Sommer auf der Terrasse grillt? Ist das kein Geruch, der für manch einen zur Belastung wird, und den man trotzdem ertragen muss weil Grillen ja erlaubt ist?

Natürlich ist es schön, in einer 'konventionellen' Wohngegend zu leben. Aber das Leben ist stetem Wandel unterzogen. Und wer zu lange im eigenen Sud brutzelt, der verpasst die besten Gelegenheiten und fällt irgendwann hinten über.

Vielleicht mögen kommende Generationen nur diese Art des 'konventionellen Wohnens' gar nicht mehr haben wollen. Wer sagt denn, das nachfolgende Mieter und Eigentümer nicht gerade deswegen in die Siedlung ziehen, weil sie das besondere Flair hat.

Wo gibt es denn heute die althergebrachte Art des Wohnens und die 'neue' Lebensart des Bauwagen-Lebens innerhalb eines Quadratkilometers?

Vielerorts müssen die Bewohner der Bauwagen doch fast draussen vor der Stadt ihr Lager aufschlagen.

Und das vielleicht nur, weil man - statt sich ersteinmal mit den Bewohnern der Wagenburg zu treffen, sich auszutauschen um zu sehen, wen und was man dort vor die Tür gesetzt bekommt - gleich den Aufstand probt, und eine Stadtteil-Initiative gegen die Wagenburg gründet.

Das ist doch wieder mal typisch deutsch, oder?

Nach dem Motto: Ich habe absolut nichts gegen diese Leute, diese Firma, etc.. Aber nur, wenn sie sich bitte schön weit weg von meinem Häuschen ansiedeln. 

Autor: Marcus

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